Aus Meiner Brust Kommt Milch Bin Ich Schwanger

Also, stellt euch vor, da sitze ich, ganz gemütlich mit meinem Latte Macchiato, und meine Freundin ruft mich panisch an. "Aus meiner Brust kommt Milch!", kreischt sie ins Telefon. "Bin ich schwanger?!" Mein erster Gedanke: Äh, hast du vielleicht den Kaffee in die falsche Öffnung gegossen? Aber Spaß beiseite, das ist tatsächlich eine Frage, die viele Frauen beschäftigt: "Aus meiner Brust kommt Milch, bin ich schwanger?".
Kurze Antwort: Nicht unbedingt! Und jetzt kommt die lange, unterhaltsame Version.
Prolaktin, der Milchmacher (und Stimmungskanone?)
Der Hauptschuldige (oder Held, je nachdem, wie man's sieht) ist ein Hormon namens Prolaktin. Das wird von der Hirnanhangsdrüse produziert. Und ja, es ist hauptsächlich für die Milchproduktion nach der Geburt zuständig. Aber es ist auch ein kleiner Workaholic, der gerne mal außerhalb der Stillzeit Überstunden schiebt.
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Stellt euch Prolaktin vor wie einen übereifrigen Bäcker, der auch Sonntagsbrötchen backt, obwohl niemand welche bestellt hat. Es ist also da, auch wenn es eigentlich Urlaub haben sollte.
Was kann diesen Bäcker also aufwecken und zur Arbeit zwingen? Eine ganze Menge!

Die Verdächtigen: Ursachen für Milchfluss außer Schwangerschaft
Okay, schnallt euch an, denn die Liste ist länger als die Speisekarte beim Italiener:
- Medikamente: Antidepressiva, Blutdrucksenker, sogar einige Magenmittel können Prolaktin anstacheln. Checkt also eure Beipackzettel, bevor ihr in Panik geratet.
- Schilddrüsenprobleme: Eine Unterfunktion der Schilddrüse kann den Prolaktinspiegel erhöhen. Die Schilddrüse ist quasi der Hausmeister des Körpers, und wenn der streikt, gibt's Chaos.
- Stress: Ja, der allgegenwärtige Stress! Er kann so ziemlich alles durcheinanderbringen, auch eure Hormone. Also, tief durchatmen und vielleicht ein bisschen Yoga machen (oder eine ganze Flasche Wein, wer bin ich, euch zu verurteilen?).
- Zu viel Bruststimulation: Äh... ja. Zu viel ist relativ, aber wenn ihr eure Brust regelmäßig und intensiv stimuliert (z.B. durch zu enge Kleidung oder... andere Aktivitäten), kann das zu Milchfluss führen. Ist wie beim Bäcker: Wenn ständig jemand an der Tür klingelt und nach Brötchen fragt, fängt er irgendwann an zu backen, egal ob Sonntag ist oder nicht.
- Hypophysentumor: Okay, jetzt wird's etwas ernster. Ein gutartiger Tumor der Hirnanhangsdrüse (Prolaktinom) kann zu einer Überproduktion von Prolaktin führen. Aber keine Panik! Das ist meistens gut behandelbar.
- Nierenerkrankungen: Die Nieren sind die Kläranlage des Körpers. Wenn die nicht richtig funktionieren, können sich Giftstoffe ansammeln, die den Hormonhaushalt beeinflussen.
- Bestimmte Kräuter und Nahrungsergänzungsmittel: Manche pflanzlichen Mittel, die als "natürlich" oder "gesund" verkauft werden, können den Prolaktinspiegel beeinflussen. Also Augen auf beim Kräuterkauf!
Wann zum Arzt? Besser einmal zu viel als einmal zu wenig
Auch wenn Milchfluss ohne Schwangerschaft oft harmlos ist, solltet ihr unbedingt zum Arzt gehen, wenn:

- Der Milchfluss neu ist und ohne erkennbaren Grund auftritt.
- Ihr Kopfschmerzen, Sehstörungen oder andere ungewöhnliche Symptome habt.
- Eure Periode ausbleibt oder unregelmäßig ist.
- Ihr generell beunruhigt seid.
Der Arzt kann dann den Prolaktinspiegel messen, eine körperliche Untersuchung durchführen und gegebenenfalls weitere Tests anordnen. Keine Sorge, das ist in der Regel kein Hexenwerk.
Fazit: Milch ist nicht gleich Schwangerschaft
Also, liebe Freundinnen (und Freunde, wer weiß!), bevor ihr jetzt alle Babyklamotten bestellt, atmet tief durch. Milch aus der Brust kann viele Ursachen haben, die nicht unbedingt mit einer Schwangerschaft zusammenhängen.

Natürlich ist es immer gut, einen Schwangerschaftstest zu machen, um sicherzugehen. Aber wenn der negativ ist, dann liegt die Ursache wahrscheinlich woanders. Und das ist in den meisten Fällen kein Grund zur Panik.
Und falls ihr doch schwanger seid: Herzlichen Glückwunsch! Dann habt ihr ja schonmal einen kleinen Vorsprung beim Stillen...
Denkt immer daran: Hört auf euren Körper, geht zum Arzt, wenn ihr euch Sorgen macht, und lasst euch nicht von Google verrückt machen! Und jetzt, Prost! Auf die Milch (egal woher sie kommt)!
