Arbeitsplatz Verlassen Wegen Streit Mit Kollegen

Stell dir vor: Du hast den Job, von dem du immer geträumt hast. Super Bezahlung, nette Kollegen, interessante Aufgaben. Und dann… Peng! Ein Streit mit einem Kollegen katapultiert dich gefühlt zurück in den Sandkasten. Aber hey, keine Sorge, du bist nicht allein! Wir alle kennen diese Situationen, in denen die Emotionen hochkochen und plötzlich das Büro zum Schlachtfeld wird.
Die Eskalation: Vom Augenrollen zum Rausschmiss?
Es fängt meistens harmlos an. Ein missverständlicher Kommentar beim Kaffee holen, ein genervtes Augenrollen während einer Präsentation, oder vielleicht der berühmte vergessene Joghurt im Kühlschrank. Klingt banal? Ist es oft auch. Aber wenn sich solche Kleinigkeiten häufen, kann die Stimmung schnell kippen. Und ehe man sich versieht, steht man vor dem Chef und erklärt, warum man genau jetzt das Handtuch wirft.
Ich kenne eine Geschichte von Anna, einer talentierten Grafikdesignerin. Sie war der kreative Kopf der Firma. Ihr Problem? Ihr direkter Vorgesetzter, nennen wir ihn mal Klaus. Klaus hatte eine Vorliebe dafür, Annas Ideen zu "optimieren". Seine "Optimierungen" bestanden meistens darin, Annas ausgefeilte Designs mit Cliparts von lächelnden Zahnrädern zu versehen. Einmal, nach der zehnten "Optimierung" von Klaus, explodierte Anna. Sie verliess das Büro, mit den Worten: "Ich gehe jetzt Zahnräder zählen!" Sie kam nie wieder zurück. Anna gründete später ihr eigenes, sehr erfolgreiches Designstudio – ohne Zahnräder.
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Manchmal ist es aber auch die geballte Ladung von Stress und Leistungsdruck, die sich in einem Streit entlädt. Peter, ein Softwareentwickler, arbeitete Tag und Nacht an einem wichtigen Projekt. Sein Kollege, nennen wir ihn mal Michael, hatte die Angewohnheit, Peters Schreibtisch mit leeren Energy-Drink-Dosen zu dekorieren. Peters Nerven waren blank. Eines Tages, als Michael die nächste Dose platzierte, kippte Peter Michael samt Bürostuhl um. Die Firma trennte sich von Peter. Aber Peter fand einen besseren Job, mit einem viel entspannteren Chef – und einem klaren Verbot von Energy-Drink-Dosen am Arbeitsplatz.
Die Taktiken: Vom Ignorieren zum Ninja-Move
Was also tun, wenn der Kollege nervt? Es gibt verschiedene Strategien. Die erste und vielleicht effektivste ist die totale Ignoranz. Einfach so tun, als ob der Kollege nicht existiert. Das erfordert Disziplin, ist aber oft sehr wirksam. Eine weitere Strategie ist die "lächeln und winken"-Taktik. Freundlich sein, aber jeglichen Kontakt vermeiden. Und dann gibt es noch die Ninja-Taktik. Hierbei geht es darum, dem Kollegen subtil aus dem Weg zu gehen, ohne dass er es merkt. Plötzliche Meetings, dringende Telefonate, ein unerwarteter Besuch in der Kaffeeküche – alles ist erlaubt.

"Der klügere gibt nach – aber nur bis zu einer gewissen Grenze." – Ein weiser Büromensch
Manchmal hilft aber auch ein offenes Gespräch. Manchmal. Wenn der Kollege einsichtig ist und bereit, sich zu ändern, kann das Wunder wirken. Aber Vorsicht: Nicht jeder Kollege ist einsichtig. Und nicht jedes Gespräch führt zur Lösung. Manchmal verschlimmert es die Situation nur noch.
Das Happy End: Raus aus der Grube, rein ins Glück?
Es klingt paradox, aber ein Streit mit einem Kollegen kann auch eine Chance sein. Eine Chance, sich neu zu orientieren, seine Prioritäten zu überdenken und vielleicht sogar einen besseren Job zu finden. Anna und Peter sind gute Beispiele dafür. Sie haben beide aus einer negativen Situation etwas Positives gemacht.

Und was, wenn man den Job wirklich verlässt? Dann ist es wichtig, sich im Guten zu trennen. Kein Rosenkrieg, keine bösen Worte. Einfach professionell bleiben. Denn wer weiss, vielleicht trifft man den ehemaligen Kollegen ja irgendwann wieder. Und dann ist es doch schöner, wenn man sich freundlich grüssen kann. Oder ihm zumindest nicht ins Gesicht spucken möchte. (Letzteres ist übrigens keine empfohlene Strategie.)
Also, wenn der nächste Streit mit dem Kollegen droht, denk dran: Du bist nicht allein. Es gibt viele Möglichkeiten, damit umzugehen. Und vielleicht ist es ja sogar der Beginn von etwas Neuem und Aufregendem. Hauptsache, du zählst danach keine Zahnräder mehr.
