Arbeitslos Mit 61 Muss Ich Mich Noch Bewerben

Na, grüezi miteinand! Setzt euch, nehmt euch 'nen Kaffee, und hört mal zu. Ich bin's, euer Günther, und ich hab da was erlebt, da lacht die ganze Kaffeetasse! Ihr wisst ja, 61 Lenzen, graue Schläfen, und eigentlich schon im Geiste auf der Sonnenliege in Mallorca. Denkste!
Denn dann kam der Anruf. "Günther, wir müssen uns leider von Ihnen trennen." Trennen? Ich? Von meinem Schreibtisch, an dem ich schon länger gesessen hab als die Queen auf ihrem Thron? Unfassbar. Plötzlich steh ich da, arbeitslos mit 61. Und die Frage aller Fragen schwebt im Raum: Muss ich mich noch bewerben?
Die Antwort, liebe Freunde, ist: Jein. Ja, weil das Gesetz es so will. Und nein, weil ich mir innerlich denke: "Hey, ich hab mehr Berufserfahrung als manche Leute Lebenszeit!" Aber Gesetz ist Gesetz, und die Agentur für Arbeit will eben meine Bewerbungsmappe sehen. Also ran an den Speck!
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Der Bewerbungs-Wahnsinn beginnt!
Bewerben mit 61 ist... sagen wir mal... interessant. Stell dir vor, du sitzt da mit deinen gesammelten Zeugnissen, die aussehen, als wären sie mit der Arche Noah aus dem Land geschippert. "Praktikum bei Telefax GmbH, 1983". Leute, Telefax! Wer kennt das noch? Meine Enkel halten das für ein prähistorisches Fossil!
Ich hab also angefangen, meine Bewerbung aufzumotzen. "Dynamischer Senior Experte mit jahrzehntelanger Erfahrung im Bereich... äh... Dingsbums-Optimierung!". Klingt gut, oder? Und dann noch das Foto! Das letzte Bewerbungsfoto war von 1998. Da hatte ich noch Haare! Jetzt sehe ich aus wie Yoda nach 'ner Windhose.

Ich hab's trotzdem versucht. Hab mir 'nen schicken Anzug gekauft, der verdächtig nach Mottenkugeln roch, und bin zum Vorstellungsgespräch gestiefelt. Und was soll ich sagen? Es war... sagen wir mal... lehrreich.
Die Personalerin, ein junges Ding mit Piercings und 'ner Frisur, die aussaß als hätte sie 'nen Kampf mit 'ner Kaffeemaschine verloren, fragte mich: "Herr Günther, wo sehen Sie sich in fünf Jahren?". Ich wollte ja ehrlich sein: "Auf meiner Sonnenliege in Mallorca, mit 'nem Cocktail in der Hand!". Aber ich hab mich dann doch für die diplomatischere Antwort entschieden: "Als wertvolle Bereicherung für Ihr Team!".

Die Wahrheit ist aber auch: Die Zeiten haben sich geändert. Social Media, agiles Arbeiten, New Work… Ich fühlte mich wie ein Dinosaurier im Silicon Valley. Ich hab den Hashtag #RentnerRevolution erfunden, aber keiner hat ihn benutzt. Schade eigentlich.
Fakt am Rande: Wusstet ihr, dass es tatsächlich Unternehmen gibt, die gezielt ältere Arbeitnehmer einstellen? Nennt sich "Silver Worker" oder "Best Ager". Die schätzen Erfahrung, Gelassenheit und die Fähigkeit, auch mal ohne Smartphone zu überleben. Es gibt Hoffnung!

Und dann gibt es da noch die Alternative: Selbstständigkeit! Ich hab überlegt, ob ich einen Online-Shop für handgestrickte Socken aufmache oder vielleicht 'ne Beratungsfirma für Rentenplanung (Ironie des Schicksals!). Die Möglichkeiten sind endlos, solange man nicht vergisst, dass man eigentlich schon im Ruhestand sein könnte!
Die Moral von der Geschicht'
Also, was lernen wir daraus? Arbeitslos mit 61 ist kein Zuckerschlecken, aber auch kein Weltuntergang. Man muss sich bewerben, ja. Aber man kann auch mit Humor an die Sache rangehen. Und vielleicht, ganz vielleicht, findet man ja doch noch den Traumjob. Oder eben die Sonnenliege in Mallorca. Beides ist legitim.

Mein Tipp: Lasst euch nicht entmutigen! Nutzt eure Erfahrung, eure Kontakte und euren Humor. Und wenn alles nichts hilft, dann strickt einfach Socken. Oder geht auf die Barrikaden und gründet die Rentner-Revolution! Die Welt braucht mehr graue Power!
Ich sitze jetzt hier, schlürfe meinen Kaffee und überlege, welche Bewerbung ich als nächstes schreibe. Vielleicht als Testpilot? Oder als Schokoladentester? Man darf ja noch träumen. In diesem Sinne: Prost, auf die Arbeitslosigkeit! Oder besser gesagt: Auf die neue Freiheit!
Denkt dran: Das Leben beginnt mit 60! (Oder so ähnlich…)
