Aldous Huxley Schöne Neue Welt

Okay, Leute, mal ehrlich. Schöne Neue Welt von Aldous Huxley. Wir alle haben es gelesen. Wir alle haben uns gedacht: "Oh mein Gott, ist das die Zukunft?!" Aber… ich habe da so eine Meinung. Eine, die vielleicht nicht jeder teilt. Ich wage es trotzdem.
Ist es wirklich so schlimm, dieses ewige Glück? Diese perfekt konditionierten Menschen? Ich weiß, ich weiß, Freiheit und so. Aber lasst uns ehrlich sein: wie viele von uns wirklich frei sind?
Soma: Die beste Erfindung aller Zeiten?
Klar, Soma, diese kleine Glückspille, ist die Droge der Wahl in Schöne Neue Welt. Sie unterdrückt unangenehme Gefühle. Beseitigt Stress. Macht das Leben einfach erträglich. Und ja, das ist irgendwie beängstigend. Aber… schaut euch mal um! Wir haben doch unsere eigenen Versionen von Soma, oder? Netflix, Instagram, Wein am Abend… sind das nicht auch Drogen, die uns vor der Realität fliehen lassen?
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Ich sage nicht, dass Drogen gut sind. Aber ich sage auch nicht, dass ein bisschen Glück, egal woher es kommt, immer schlecht ist. Vielleicht ist ein bisschen Soma hier und da gar nicht so verkehrt. Zumindest, wenn man sich die Nachrichten anschaut!
Konditionierung: Ist das nicht Alltag?
Die Menschen in Huxleys Welt werden von Geburt an konditioniert. Sie werden in Kasten gesteckt. Ihnen wird beigebracht, was sie mögen und was sie hassen sollen. Schrecklich, oder? Aber… mal ehrlich. Wer hat uns nicht konditioniert? Unsere Eltern? Die Schule? Die Werbung? Social Media? Wir alle tragen doch diese kleinen Konditionierungen mit uns herum. Die Frage ist nur, wie bewusst wir uns dessen sind.

Vielleicht ist das der springende Punkt: Bewusstheit. In Schöne Neue Welt haben die Menschen keine Ahnung, dass sie konditioniert sind. Sie denken, sie wählen frei. Das ist das wirklich Gruselige. Aber wenn wir uns unserer eigenen Konditionierungen bewusst werden, können wir uns dagegen wehren. Oder, noch besser, sie für uns nutzen!
Keine Kunst, keine Literatur, keine Philosophie?
Okay, das ist ein Punkt. Keine großen Dramen, keine tiefgründigen Fragen. Nur Spaß und Konsum. Das klingt schon ziemlich leer. Aber… wer liest heutzutage schon noch Shakespeare? Die meisten Leute wollen doch nur unterhalten werden. Oder? Und in gewisser Weise ist das okay. Man kann nicht immer über das Sein und das Nichts nachdenken. Manchmal braucht man einfach eine leichte Komödie.
Ich sage nicht, dass Kunst und Philosophie unwichtig sind. Ganz im Gegenteil! Aber ich sage auch, dass ein bisschen Oberflächlichkeit manchmal ganz angenehm sein kann. Und vielleicht, nur vielleicht, ist ein Leben ohne Leid, ohne tiefe Trauer, auch ein valides Leben. Auch wenn Aldous Huxley das anders gesehen hat.

Die Wilden: Sind sie wirklich freier?
Die Wilden, die außerhalb der "zivilisierten" Welt leben, scheinen die wahren Helden zu sein. Sie haben Schmerz, Liebe, Religion, Familie. Sie sind "echt". Aber sie sind auch arm, krank und sterben jung. Ist das wirklich so viel besser?
Ich bin mir nicht sicher. Freiheit hat ihren Preis. Und manchmal ist der Preis einfach zu hoch. Vielleicht ist ein bisschen Komfort und Sicherheit, auch wenn er auf Kosten der Freiheit geht, doch gar nicht so verkehrt. Das ist natürlich nur meine unpopuläre Meinung.

"Ich will keine Bequemlichkeit. Ich will Gott, ich will Poesie, ich will echte Gefahr, ich will Freiheit, ich will Güte. Ich will Sünde." - John, der Wilde.
Ja, das ist ein starkes Zitat. Aber ich? Ich nehme vielleicht doch lieber das bequeme Sofa und eine Tasse Tee. Mit ein bisschen Soma, versteht sich. Nur für den Fall.
Also, was ist jetzt meine Quintessenz? Schöne Neue Welt ist nicht unbedingt eine Dystopie. Vielleicht ist es nur eine… alternative Realität. Eine, die uns zwar Angst macht, aber auch zum Nachdenken anregt. Und vielleicht, ganz vielleicht, ist sie gar nicht so weit von unserer eigenen entfernt. Aber pssst! Das ist nur meine Meinung. Und die ist ja bekanntlich nicht immer die beliebteste.
