2 Mal An Einem Tag Geblitzt Probezeit
Okay, stell dir vor: Du bist frischgebackener Führerscheinbesitzer, voller Tatendrang und endlich mobil. Die Probezeit ist eine aufregende Zeit, aber auch eine Zeit, in der man besonders aufpassen muss. Was aber, wenn es gleich doppelt knallt? Was passiert, wenn du innerhalb eines einzigen Tages zweimal geblitzt wirst? Keine Panik, wir klären das auf!
Dieser Artikel richtet sich an alle Fahranfänger in der Probezeit und solche, die es bald sein werden. Wir wollen dir einen klaren Überblick über die möglichen Konsequenzen geben, wenn du zweimal an einem Tag geblitzt wirst und wie du am besten damit umgehst.
Was passiert, wenn du geblitzt wirst?
Bevor wir uns dem doppelten Blitzer-Unglück widmen, ist es wichtig zu verstehen, was generell passiert, wenn du während der Probezeit geblitzt wirst. In Deutschland gibt es ein Punktesystem für Verkehrsverstöße. Je nach Schwere des Vergehens werden Punkte in Flensburg vergeben. Zusätzlich gibt es Bußgelder, die sich ebenfalls nach der Art des Verstoßes richten. Und ganz wichtig: In der Probezeit sind die Regeln besonders streng!
Must Read
Unterscheidung: A-Verstöße und B-Verstöße
Innerhalb der Probezeit wird zwischen A-Verstößen und B-Verstößen unterschieden. Das ist super wichtig zu verstehen, denn das entscheidet über die Konsequenzen!
A-Verstöße sind schwerwiegendere Vergehen, wie zum Beispiel:
- Geschwindigkeitsüberschreitung von 21 km/h oder mehr
- Rotlichtverstoß
- Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss
- Nötigung im Straßenverkehr
- Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort
B-Verstöße sind weniger schwerwiegende Vergehen, wie zum Beispiel:
- Geschwindigkeitsüberschreitung von bis zu 20 km/h
- Falsches Parken mit Behinderung
- Handy am Steuer
- Abgefahrene Reifen
Der doppelte Blitzer am selben Tag: Was nun?
Okay, jetzt wird es interessant. Du wurdest zweimal am selben Tag geblitzt. Die gute Nachricht: Es wird nicht automatisch alles doppelt gezählt. Die schlechte Nachricht: Die Konsequenzen können trotzdem erheblich sein.

Das Wichtigste zuerst: Es kommt darauf an, welche Verstöße du begangen hast. Waren es zwei A-Verstöße, zwei B-Verstöße oder eine Kombination aus beiden?
Szenario 1: Zwei A-Verstöße am selben Tag
Das ist der worst case. Wenn du innerhalb eines Tages zwei A-Verstöße begehst, ist das so, als hättest du zweimal richtig Mist gebaut. Die Konsequenzen sind hart:
- Verlängerung der Probezeit: Deine Probezeit wird um zwei Jahre verlängert, also von zwei auf vier Jahre.
- Anordnung zur Teilnahme an einem Aufbauseminar: Du musst an einem Aufbauseminar teilnehmen. Dieses Seminar soll dir helfen, dein Fahrverhalten zu verbessern und künftig Verstöße zu vermeiden. Die Teilnahme ist Pflicht.
- Bei Nichtteilnahme am Aufbauseminar: Wenn du dich weigerst, am Aufbauseminar teilzunehmen, wird dir die Fahrerlaubnis entzogen!
- Punkte in Flensburg: Für jeden A-Verstoß bekommst du Punkte in Flensburg. Die Anzahl der Punkte hängt von der Schwere des Verstoßes ab.
- Bußgelder: Du musst natürlich auch die jeweiligen Bußgelder für die beiden A-Verstöße bezahlen.
Beispiel: Du fährst innerorts 30 km/h zu schnell (A-Verstoß) und überfährst später am Tag eine rote Ampel (A-Verstoß). Das ist bitter!
Szenario 2: Zwei B-Verstöße am selben Tag
Wenn du innerhalb eines Tages zwei B-Verstöße begehst, ist das weniger dramatisch, aber trotzdem ärgerlich:

- Umwandlung in einen A-Verstoß: Zwei B-Verstöße werden in der Probezeit wie ein A-Verstoß behandelt. Das bedeutet, es drohen die gleichen Konsequenzen wie bei einem A-Verstoß (Verlängerung der Probezeit, Aufbauseminar).
- Verlängerung der Probezeit: Deine Probezeit wird um zwei Jahre verlängert, also von zwei auf vier Jahre.
- Anordnung zur Teilnahme an einem Aufbauseminar: Du musst an einem Aufbauseminar teilnehmen.
- Bei Nichtteilnahme am Aufbauseminar: Wenn du dich weigerst, am Aufbauseminar teilzunehmen, wird dir die Fahrerlaubnis entzogen!
- Punkte in Flensburg: Für jeden B-Verstoß bekommst du Punkte in Flensburg.
- Bußgelder: Du musst die jeweiligen Bußgelder für die beiden B-Verstöße bezahlen.
Beispiel: Du parkst falsch und behinderst dadurch andere (B-Verstoß) und benutzt später am Tag dein Handy am Steuer (B-Verstoß). Das summiert sich!
Szenario 3: Ein A-Verstoß und ein B-Verstoß am selben Tag
In diesem Fall ist es etwas komplizierter, aber im Grunde genommen wird der A-Verstoß schwerer gewichtet. Die Konsequenzen sind:
- Der A-Verstoß zählt voll: Der A-Verstoß wird ganz normal geahndet (Punkte, Bußgeld).
- Verlängerung der Probezeit: Deine Probezeit wird um zwei Jahre verlängert, also von zwei auf vier Jahre.
- Anordnung zur Teilnahme an einem Aufbauseminar: Du musst an einem Aufbauseminar teilnehmen.
- Bei Nichtteilnahme am Aufbauseminar: Wenn du dich weigerst, am Aufbauseminar teilzunehmen, wird dir die Fahrerlaubnis entzogen!
- Punkte in Flensburg: Du bekommst Punkte für beide Verstöße.
- Bußgelder: Du musst die jeweiligen Bußgelder für beide Verstöße bezahlen.
Beispiel: Du fährst 25 km/h zu schnell (A-Verstoß) und parkst später am Tag im Halteverbot (B-Verstoß). Der A-Verstoß löst die Verlängerung der Probezeit und das Aufbauseminar aus.
Wichtig: Die Reihenfolge der Verstöße spielt keine Rolle!
Ob du zuerst den A-Verstoß und dann den B-Verstoß begehst oder umgekehrt, ist völlig egal. Entscheidend ist, dass beide Verstöße am selben Tag passiert sind.

Kann man etwas gegen die Blitzer-Bescheide unternehmen?
Ja, du hast die Möglichkeit, gegen die Bußgeldbescheide Einspruch einzulegen. Es gibt verschiedene Gründe, die einen Einspruch rechtfertigen könnten, zum Beispiel:
- Messfehler: Die Messgeräte der Blitzer sind nicht immer fehlerfrei. Es gibt eine gewisse Toleranz, die abgezogen werden muss.
- Falsche Zuordnung: Es könnte sein, dass das Foto nicht eindeutig dir oder deinem Fahrzeug zugeordnet werden kann.
- Verjährung: Bußgeldbescheide müssen innerhalb einer bestimmten Frist zugestellt werden. Wenn die Frist überschritten wurde, ist der Bescheid ungültig.
- Notfallsituation: Vielleicht gab es einen Notfall, der dich zu dem Verstoß gezwungen hat (z.B. ein medizinischer Notfall).
Aber Achtung: Ein Einspruch sollte gut begründet sein. Du solltest dir sachkundigen Rat einholen, zum Beispiel von einem Anwalt für Verkehrsrecht. Dieser kann die Erfolgsaussichten eines Einspruchs einschätzen und dich bei der Formulierung unterstützen.
Das Aufbauseminar: Was erwartet dich?
Wenn du ein Aufbauseminar besuchen musst, solltest du wissen, was dich erwartet. Ziel des Seminars ist es, dein Verhalten im Straßenverkehr zu verbessern und dich für die Gefahren im Straßenverkehr zu sensibilisieren.
Das Aufbauseminar besteht in der Regel aus mehreren Sitzungen, die über einen bestimmten Zeitraum verteilt sind. In den Sitzungen werden verschiedene Themen behandelt, wie zum Beispiel:

- Ursachen von Verkehrsverstößen
- Risikobewertung im Straßenverkehr
- Stressbewältigung im Straßenverkehr
- Alkohol und Drogen im Straßenverkehr
- Regelverstöße und ihre Folgen
Im Seminar wirst du dich mit anderen Fahranfängern austauschen und praktische Übungen machen. Am Ende des Seminars erhältst du eine Teilnahmebescheinigung, die du der Fahrerlaubnisbehörde vorlegen musst.
Wie kannst du zukünftige Blitzer vermeiden?
Die beste Strategie ist natürlich, Verstöße von vornherein zu vermeiden. Hier ein paar Tipps, die dir helfen können:
- Achte auf die Geschwindigkeitsbegrenzungen: Passe deine Geschwindigkeit immer den jeweiligen Verkehrsbedingungen an.
- Halte dich an die Verkehrsregeln: Kenne die Verkehrsregeln und befolge sie.
- Lass dich nicht ablenken: Verzichte auf Handy am Steuer und andere Ablenkungen.
- Fahre ausgeruht und konzentriert: Vermeide es, müde oder gestresst Auto zu fahren.
- Sei vorausschauend: Antizipiere mögliche Gefahrensituationen und passe dein Fahrverhalten entsprechend an.
- Nimm die Probezeit ernst: Sie ist eine Chance, dein Fahrverhalten zu verbessern und zu lernen.
Fazit: Doppelt geblitzt – doppelt ärgerlich, aber kein Weltuntergang
Zweimal an einem Tag geblitzt zu werden, ist natürlich alles andere als ideal, vor allem in der Probezeit. Die Konsequenzen können unangenehm sein, von der Verlängerung der Probezeit über die Teilnahme an einem Aufbauseminar bis hin zu Bußgeldern und Punkten. Aber es ist kein Weltuntergang. Nutze die Erfahrung als Chance, dein Fahrverhalten zu reflektieren und dich zu verbessern. Und vergiss nicht: Vorsicht ist besser als Nachsicht! Fahre achtsam und sicher, dann sparst du dir nicht nur Ärger, sondern schützt auch dich und andere Verkehrsteilnehmer.
Denk dran: Dieser Artikel dient nur der Information und ersetzt keine Rechtsberatung. Wenn du unsicher bist, solltest du dich immer an einen Anwalt für Verkehrsrecht wenden.
