2 Fliegen Mit Einer Klappe

Kennt ihr das? Manchmal will man einfach nur abhängen. Aber irgendwie, ganz tief drin, nagt das schlechte Gewissen. Die Wäsche... die Steuererklärung... Oh je!
Ich hab da so eine... sagen wir mal... unpopuläre Meinung. Und die hat was mit zwei Fliegen mit einer Klappe zu tun.
Fliege Nummer 1: Die Couchpotato in uns
Wir alle lieben es doch, oder? Netflix, Chips, eingekuschelt in die Decke. Das ist unser innerer Couchpotato. Und der hat absolut seine Berechtigung! Mal ehrlich, wer hat nicht schon einen ganzen Sonntag so verbracht? Und sich danach... fantastisch gefühlt? (Oder schuldig. Je nachdem.)
Must Read
Aber dann kommt Fliege Nummer 2.
Fliege Nummer 2: Der Pflichtmensch
Dieser kleine Nörgler in unserem Kopf. "Du solltest Sport machen!" "Der Rasen muss gemäht werden!" "Antworte endlich Oma auf ihren Brief!" Er ist lästig. Aber er hat ja auch irgendwie Recht. Wir sollten diese Dinge tun. Sonst stapelt sich alles. Und dann wird's noch schlimmer.

Und jetzt kommt meine unpopuläre Meinung: Manchmal, ja manchmal, ist es okay, nicht zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Manchmal ist es sogar besser!
Hört mich an! Wir sind keine Superhelden. Wir können nicht alles gleichzeitig perfekt erledigen. Wir brauchen Pausen. Und manchmal ist die beste Pause... eben ein Tag auf der Couch. Ohne schlechtes Gewissen.
Klar, die Steuererklärung wird nicht von selbst gemacht. Und der Rasen wächst munter weiter. Aber wenn wir uns ständig zwingen, produktiv zu sein, brennen wir irgendwann aus. Wie eine alte Glühbirne.

"Work hard, play hard!"Das ist ein schöner Spruch. Aber ich sage: "Play auch mal ohne vorher hart zu arbeiten!"
Die Kunst des bewussten Nichtstuns
Es geht um Balance. Es geht darum, zu erkennen, wann wir wirklich eine Pause brauchen. Und diese Pause dann auch zu genießen. Ohne ständig im Hinterkopf zu haben, was wir alles "eigentlich" tun sollten.
Stattdessen: Den Film genießen. Die Chips knuspern lassen. Den Moment einfach mal aufsaugen. Und dann, wenn wir wieder Energie haben, können wir uns den Pflichten widmen. Mit neuer Kraft. Und vielleicht sogar mit... Freude? (Okay, vielleicht nicht mit Freude. Aber zumindest mit weniger Widerwillen.)

Nehmt euch ein Beispiel an meiner Katze. Die schläft gefühlt 20 Stunden am Tag. Und wenn sie wach ist, fordert sie Futter. Und dann schläft sie wieder. Kein schlechtes Gewissen. Kein "Ich sollte jetzt aber mal die Maus fangen!" Einfach nur chillen.
Vielleicht sollten wir alle ein bisschen mehr Katze sein. Und ein bisschen weniger effizient. Denn manchmal ist das effizienteste, was wir tun können... nichts tun.
Also, lasst uns auf unsere innere Couchpotato hören. Lasst uns die Wäsche stapeln (für einen Tag). Und lasst uns einfach mal... eine Fliege fliegen lassen. (Oder zwei.)

Vielleicht... vielleicht ist das ja der Schlüssel zum Glück. Und zu einer entspannten Steuererklärung. Irgendwann. Irgendwie.
Denn mal ehrlich, wer braucht schon zwei Fliegen mit einer Klappe, wenn man auch einfach eine Runde Nickerchen machen kann?
Ich sage: Leben und leben lassen. Und die Fliegen fliegen lassen!
