1 Woche Krank 1 Tag Arbeiten Wieder Krank

Na, wer kennt das nicht? Eine ganze Woche flachgelegen, die Nase läuft wie ein Wasserfall und der Hals kratzt wie ein störrischer Igel. Man fühlt sich wie ein gerupftes Huhn, das man am liebsten im Bett verstecken würde. Aber dann, wie ein Wunder, am Montag: Licht am Ende des Tunnels! Ein Hauch von Energie! Man wagt es, zur Arbeit zu schleichen, mit dem Gefühl, den Mount Everest bestiegen zu haben. "Ich bin zurück!", flüstert man triumphierend dem leeren Büro zu.
Der glorreiche Montag
Der Montag. Der Tag der Wiederauferstehung. Man putzt die Kaffeetasse extra gründlich, druckt (vorsichtshalber!) ein paar unnötige Dokumente aus und lächelt jedem entgegen, als hätte man gerade im Lotto gewonnen. Der Chef bekommt ein extra-freundliches "Guten Morgen!" und die Kollegen werden mit heldenhaften Geschichten über die überwundene Krankheit unterhalten. "Ja, es war hart," seufzt man dramatisch, "aber ich bin stärker denn je!" (innerlich hofft man, dass niemand merkt, wie wackelig man auf den Beinen ist).
Die To-Do-Liste, die sich während der Krankheitswoche wie ein furchterregendes Monster aufgetürmt hat, wird mit beeindruckender Effizienz angegangen. E-Mails werden beantwortet, Meetings besucht (mit doppelter Dosis Hustenbonbons im Gepäck) und wichtige Entscheidungen getroffen. Man fühlt sich unbesiegbar! Wie ein Superheld, der gerade die Welt vor einem gefährlichen Virus gerettet hat.
Must Read
Der Trugschluss der Leistungsfähigkeit
Mittagspause! Die perfekte Gelegenheit, sich mit den Kollegen über die eigene Widerstandsfähigkeit auszutauschen. "Ich habe die Grippe einfach weggearbeitet!", verkündet man stolz, während man an einem trockenen Brötchen kaut (irgendwie schmeckt alles nach Pappe). Der Nachmittag beginnt mit einem neuen Schub an Energie. Man jongliert mit Aufgaben, als gäbe es kein Morgen. Die Augen glänzen (vor Anstrengung, versteht sich!) und die Finger fliegen über die Tastatur. "Ich bin ein Workaholic!", denkt man selbstgefällig. "Ein unaufhaltsames Arbeitstier!"
Doch dann, plötzlich, schleichend, wie ein unliebsamer Gast: die Müdigkeit. Die Konzentration schwindet, die Augen werden schwer und das Gehirn fühlt sich an wie ein leerer Puddingbecher. Die E-Mails verschwimmen vor den Augen und das Husten wird wieder heftiger. "Das ist nur ein kleiner Durchhänger", redet man sich ein. "Ein bisschen frische Luft wird schon helfen."

Man schleppt sich zum Fenster, atmet tief ein und versucht, die letzten Energiereserven zu mobilisieren. Doch es ist zu spät. Der Körper rebelliert. Die Grippe, die man so tapfer bekämpft hat, schlägt mit voller Wucht zurück.
Der Absturz
Dienstag. Der Tag der Ernüchterung. Der Wecker klingelt. Und klingelt. Und klingelt. Aber man ist nicht in der Lage, auch nur einen Finger zu rühren. Der Körper fühlt sich an wie Blei und der Kopf dröhnt wie ein Presslufthammer. "Ich kann nicht!", jammert man. "Ich brauche mehr Schlaf! Viel mehr Schlaf!"

Der Anruf beim Chef ist peinlich. "Es tut mir so leid", stammelt man. "Ich bin doch gestern wieder fit gewesen! Aber..." Die Ausreden klingen fadenscheinig und man spürt den mitleidigen Blick des Chefs förmlich durch das Telefon hindurch. "Gute Besserung", sagt er. Und man weiß: Er denkt sich seinen Teil.
Also zurück ins Bett! Unter die warme Decke, mit einer Tasse Tee und einem guten Buch. Die To-Do-Liste ist wieder ein Monster. Aber diesmal ist es egal. Man hat kapituliert. Die Grippe hat gewonnen. Vorerst. Aber man weiß: Nächsten Montag, dann schlägt man zurück! Vielleicht...

Und wer jetzt denkt, das sei alles übertrieben, dem sei gesagt: Jeder hat das schon mal erlebt! Oder etwa nicht? Ehrlich! Manchmal ist das Leben einfach eine
Achterbahnfahrt zwischen Hoffnung und Verzweiflung– vor allem, wenn es um die Gesundheit geht.
Also, Kopf hoch! Und denkt daran: Gesundheit geht vor! Lieber einmal mehr krankmelden, als sich und andere anzustecken. Und wenn man dann endlich wieder fit ist, kann man die Welt ja immer noch retten. Vielleicht.
