Zweite Wert Beim Blutdruck Zu Hoch

Blutdruck ist ein wesentlicher Indikator für die Herz-Kreislauf-Gesundheit. Er wird durch zwei Werte dargestellt: den systolischen (oberen) und den diastolischen (unteren) Wert. Während beide Werte wichtig sind, wird oft weniger Aufmerksamkeit auf den diastolischen Wert gelegt, insbesondere wenn er erhöht ist. Ein dauerhaft erhöhter diastolischer Blutdruck, also der zweite Wert, kann jedoch ernsthafte gesundheitliche Risiken bergen und sollte nicht ignoriert werden. Dieser Artikel beleuchtet die Bedeutung des diastolischen Blutdrucks, die Ursachen für seine Erhöhung, die möglichen Folgen und die Maßnahmen, die ergriffen werden können, um ihn zu senken.
Was ist der diastolische Blutdruck?
Der diastolische Blutdruck misst den Druck in den Arterien, wenn das Herz zwischen den Schlägen ruht. Er stellt den minimalen Druck in den Blutgefäßen dar. Ein normaler diastolischer Blutdruck liegt idealerweise unter 80 mmHg. Werte zwischen 80 und 89 mmHg gelten als erhöhter Normalwert, während Werte ab 90 mmHg als Hypertonie (Bluthochdruck) eingestuft werden. Es ist wichtig zu beachten, dass die Blutdruckwerte im Laufe des Tages variieren können und dass eine einzelne Messung nicht unbedingt eine definitive Diagnose darstellt.
Ursachen für einen erhöhten diastolischen Blutdruck
Es gibt verschiedene Faktoren, die zu einem erhöhten diastolischen Blutdruck beitragen können:
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- Alter: Mit zunehmendem Alter verlieren die Arterien an Elastizität und werden steifer, was zu einem erhöhten diastolischen Druck führen kann.
- Genetische Veranlagung: Bluthochdruck kann in Familien gehäuft auftreten. Wenn Ihre Eltern oder Großeltern unter Bluthochdruck litten, ist Ihr Risiko ebenfalls erhöht.
- Ernährung: Eine Ernährung mit hohem Salzgehalt, gesättigten Fetten und Cholesterin kann den Blutdruck erhöhen.
- Übergewicht: Übergewicht und Fettleibigkeit belasten das Herz-Kreislauf-System und erhöhen das Risiko für Bluthochdruck.
- Bewegungsmangel: Regelmäßige körperliche Aktivität trägt zur Senkung des Blutdrucks bei. Ein Mangel an Bewegung kann ihn hingegen erhöhen.
- Stress: Chronischer Stress kann den Blutdruck vorübergehend erhöhen.
- Rauchen: Nikotin verengt die Blutgefäße und erhöht den Blutdruck.
- Übermäßiger Alkoholkonsum: Regelmäßiger Alkoholkonsum in großen Mengen kann den Blutdruck erhöhen.
- Bestimmte Erkrankungen: Nierenerkrankungen, Schilddrüsenprobleme und Schlafapnoe können ebenfalls zu Bluthochdruck führen.
- Medikamente: Einige Medikamente, wie z.B. bestimmte Schmerzmittel oder Erkältungsmittel, können den Blutdruck erhöhen.
Risiken eines dauerhaft erhöhten diastolischen Blutdrucks
Ein dauerhaft erhöhter diastolischer Blutdruck belastet das Herz-Kreislauf-System und kann zu einer Reihe von Komplikationen führen:

- Herzinfarkt: Bluthochdruck erhöht das Risiko für die Bildung von Blutgerinnseln, die zu einem Herzinfarkt führen können.
- Schlaganfall: Bluthochdruck kann zu einer Ruptur eines Blutgefäßes im Gehirn führen, was einen Schlaganfall zur Folge haben kann.
- Herzinsuffizienz: Das Herz muss stärker arbeiten, um gegen den erhöhten Druck anzupumpen, was im Laufe der Zeit zu einer Herzinsuffizienz führen kann.
- Nierenschäden: Bluthochdruck kann die kleinen Blutgefäße in den Nieren schädigen und zu Nierenversagen führen.
- Augenschäden: Bluthochdruck kann die Blutgefäße in der Netzhaut schädigen und zu Sehverlust führen.
- Periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK): Bluthochdruck kann zu einer Verengung der Arterien in den Beinen führen, was zu Schmerzen und Krämpfen beim Gehen führen kann.
- Aneurysmen: Bluthochdruck kann die Wände der Blutgefäße schwächen und zu Aneurysmen führen, die platzen können.
Was tun bei einem erhöhten diastolischen Blutdruck?
Wenn Ihr diastolischer Blutdruck erhöht ist, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen. Dieser kann die Ursache für den erhöhten Blutdruck feststellen und eine geeignete Behandlung empfehlen. Folgende Maßnahmen können in Absprache mit Ihrem Arzt ergriffen werden:
- Lifestyle-Änderungen: Eine gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung, Gewichtsabnahme (falls erforderlich), Stressmanagement und der Verzicht auf Rauchen und übermäßigen Alkoholkonsum können helfen, den Blutdruck zu senken.
- Medikamentöse Therapie: In einigen Fällen ist eine medikamentöse Behandlung erforderlich, um den Blutdruck zu senken. Es gibt verschiedene Arten von Medikamenten zur Behandlung von Bluthochdruck, wie z.B. Diuretika, ACE-Hemmer, Angiotensin-Rezeptorblocker, Betablocker und Kalziumkanalblocker. Ihr Arzt wird das für Sie am besten geeignete Medikament auswählen.
- Regelmäßige Blutdruckkontrollen: Es ist wichtig, Ihren Blutdruck regelmäßig zu kontrollieren, um den Erfolg der Behandlung zu überwachen und gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen.
Es ist wichtig, proaktiv zu sein und Ihren Blutdruck regelmäßig zu überprüfen, insbesondere wenn Sie Risikofaktoren für Bluthochdruck haben. Eine frühzeitige Erkennung und Behandlung können helfen, schwerwiegende Komplikationen zu verhindern.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen in diesem Artikel dienen nur zu Informationszwecken und ersetzen nicht die Beratung durch einen Arzt oder Apotheker. Bei gesundheitlichen Beschwerden suchen Sie bitte immer einen Arzt auf.
Fazit
Ein erhöhter diastolischer Blutdruck sollte ernst genommen werden. Er kann ein Zeichen für eine beginnende oder bereits bestehende Hypertonie sein und das Risiko für schwerwiegende Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen. Durch eine gesunde Lebensweise, regelmäßige Blutdruckkontrollen und gegebenenfalls eine medikamentöse Behandlung kann der diastolische Blutdruck gesenkt und das Risiko für Komplikationen minimiert werden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie Bedenken bezüglich Ihres Blutdrucks haben. Ihre Gesundheit liegt in Ihren Händen!
