Zusammenfassung Von Iphigenie Auf Tauris

Okay, Lasst Uns Über Iphigenie auf Tauris Reden...
Hand aufs Herz: Wer hat das im Deutschunterricht wirklich geliebt? Ich gestehe: Ich war kein Fan. Und ich glaube, ich bin damit nicht allein.
Klar, Goethe ist ein Genie. Das steht außer Frage. Aber manchmal... manchmal ist er einfach ein bisschen... langatmig. Versteht mich nicht falsch. Ich respektiere das Drama. Ich respektiere die Botschaft. Aber die Zusammenfassung fühlt sich trotzdem an wie eine halbe Ewigkeit.
Die Story, in aller Kürze? Iphigenie, Priesterin auf der Insel Tauris, muss Fremde opfern. Keine schöne Aufgabe, oder? Sie sehnt sich nach ihrer Heimat, nach ihrer Familie. Dann taucht plötzlich ein Fremder auf. Und rate mal, wer das ist? Ihr Bruder! Orest!
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Und jetzt kommt das ganze moralische Dilemma. Opfern oder nicht opfern? Erkennen oder nicht erkennen? Heimlich abhauen oder brav bleiben?
Die Lösung? Natürlich ein bisschen von allem.

Die Unbeliebte Meinung: Iphigenie ist ein bisschen... naiv?
Ich sage es einfach: Iphigenie ist ein bisschen zu gutgläubig für diese Welt. Immer ehrlich, immer brav. Glaubt an das Gute im Menschen. Das ist ja alles schön und gut. Aber mal ehrlich, in Tauris? Mit einem König, der nicht gerade für seine Nächstenliebe bekannt ist?
Ich meine, klar, ihre Ehrlichkeit beeindruckt den König Thoas. Aber ganz ehrlich, hätte sie nicht einfach mal ein bisschen schauspielern können? Ein bisschen "Oh, ich bin so begeistert von diesem Opferritus!" und dann in einem günstigen Moment abhauen? Nur so eine Idee.
Vielleicht bin ich auch einfach zu zynisch. Aber in der echten Welt kommt man mit so viel Ehrlichkeit nicht immer weit. Sorry, Goethe.

Und Orest? Auch nicht gerade der Held der Stunde.
Okay, er hat eine schwierige Vergangenheit. Die Erinnyen machen ihm das Leben schwer. Er ist von Schuldgefühlen geplagt. Aber trotzdem: Orest ist auch nicht gerade die hellste Kerze auf der Torte.
Ich meine, er kommt auf diese Insel, plant, die Statue der Diana zu stehlen (ziemlich dreist, oder?) und wundert sich dann, wenn die Dinge kompliziert werden.

Und dann die ganze Verwirrung! Er erkennt seine Schwester nicht sofort? Echt jetzt? Ich weiß, Geschwister können sich verändern, aber...
Das Happy End (oder so ähnlich)
Am Ende geht alles gut aus. Iphigenie gesteht ihre Identität. Thoas lässt sie ziehen. Alle sind glücklich. Oder zumindest weniger unglücklich als vorher.
Aber trotzdem frage ich mich: War das wirklich die beste Lösung? Hätte man nicht noch ein bisschen mehr Drama einbauen können? Eine kleine Intrige? Ein bisschen mehr Action?
![Iphigenie auf Tauris [Iphigenia in Tauris] by Johann Wolfgang von](https://m.media-amazon.com/images/I/417dee-q+EL._SL10_UR1600,800_CR200,50,1200,630_CLa|1200,630|417dee-q+EL.jpg|0,0,1200,630+82,82,465,465_PJAdblSocialShare-Gradientoverlay-largeasin-0to70,TopLeft,0,0_PJAdblSocialShare-AudibleLogo-Large,TopLeft,600,270_OU01_ZBLISTENING ON,617,216,52,500,AudibleSansMd,30,255,255,255.jpg)
Vielleicht bin ich einfach nur ein hoffnungsloser Fall. Vielleicht erwarte ich zu viel von einem klassischen Drama. Aber ich bleibe dabei: Iphigenie auf Tauris ist zwar wichtig und bedeutsam, aber die Zusammenfassung kann sich trotzdem ziehen wie Kaugummi.
Also, wer teilt meine unbeliebte Meinung? Oder bin ich wirklich der einzige Grinch, der Goethe nicht vorbehaltlos verehrt?
P.S.: Ich hoffe, mein Deutschlehrer liest das nicht.
