Zusammen Etwas Planen B1

Kennen Sie das? Man soll Zusammen Etwas Planen. Auf B1-Niveau. Klingt harmlos, oder? Falsch gedacht!
Es beginnt immer gleich. Strahlende Gesichter. "Wir machen das zusammen! Es wird super!" Dann kommt der erste Knackpunkt.
Was machen wir überhaupt?
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Die Vorschläge fliegen nur so durch den Raum. "Ein Picknick!" "Nein, zu langweilig!" "Ein Museumsbesuch?" "Viel zu anstrengend!" Mein persönlicher Favorit: "Wir könnten einen Kuchen backen!" (Spoiler: Ich hasse backen.)
Ich behaupte mal ganz frech: Die Schwierigkeit liegt nicht im Planen. Die Schwierigkeit liegt im Zusammen.
Jeder hat eine Meinung. Jeder hat eine Präferenz. Und natürlich hat jeder Recht. Oder zumindest denkt das jeder.
Ich sage es mal so: Demokratie ist toll. Aber wenn es darum geht, eine Aktivität für eine B1-Gruppe zu planen, wünsche ich mir manchmal eine kleine, freundliche Diktatur.

Nehmen wir an, wir haben uns geeinigt. Es wird ein Ausflug in den Park. Jubel! Erleichterung! Aber Moment mal...
Der Teufel steckt im Detail!
Wer bringt was mit? Wer organisiert den Transport? Und, die Gretchenfrage: Wer räumt auf?
Es gibt immer jemanden, der sagt: "Ich bin dabei! Aber... ich kann erst später kommen." Oder: "Ich helfe gerne! Aber... ich bin nicht so gut im Organisieren."
Und dann gibt es den Einen. Denjenigen, der zwar enthusiastisch zustimmt, aber im entscheidenden Moment spurlos verschwunden ist. (Ich nenne keine Namen, aber du weißt, wer gemeint ist, Hans!)

Unpopuläre Meinung: Zusammen Etwas Planen ist oft mehr Arbeit als es wert ist.
Ich weiß, das klingt zynisch. Aber seien wir ehrlich: Wie oft endet so ein Unterfangen in einem Kompromiss, mit dem keiner wirklich zufrieden ist?
Und was ist mit den Sprachkenntnissen? B1 bedeutet ja nicht, dass alle fließend Deutsch sprechen. Missverständnisse sind vorprogrammiert. "Ich bringe die Decke mit!" (Ergebnis: Eine Bettdecke im Hochsommer.)
Ich möchte hier eine kleine Lanze für das alleinige Planen brechen. Man kann doch auch mal alleine etwas unternehmen, oder?

Ein Buch lesen. Einen Spaziergang machen. Einen Kuchen backen (aber nur, wenn man wirklich Lust dazu hat!).
Nichts gegen die Idee des Zusammen Etwas Planen. Aber ich finde, man sollte sich vorher gut überlegen, ob man wirklich bereit für die damit verbundenen Herausforderungen ist.
Und wenn doch, dann rate ich zu Folgendem: Klare Aufgabenverteilung. Genügend Pufferzeit. Und ganz viel Humor.
Denn am Ende des Tages ist das Wichtigste doch, dass alle Spaß haben. Auch wenn das bedeutet, dass man am Ende mit einer viel zu schweren Bettdecke im Park sitzt und versucht, einen leicht verbrannten Kuchen zu essen.

Vielleicht sollte ich mich doch für den Museumsbesuch aussprechen...
Oder doch lieber eine kleine, freundliche Diktatur?
Ich lasse das mal so stehen.
PS: Wer hat eigentlich die Decke mitgebracht?
