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Zu Viel Verantwortung Für Andere übernehmen


Zu Viel Verantwortung Für Andere übernehmen

Hey Leute, setzt euch, bestellt euch nen Cappuccino (oder 'nen doppelten Espresso, wenn ihr so drauf seid wie ich nach diesem Thema hier), und hört mal zu. Wir reden heute über was, was uns allen wahrscheinlich schon mal passiert ist: Zu viel Verantwortung für andere übernehmen! Ja, genau, das Ding, wo du plötzlich Mama, Papa und Therapeut für alle deine Freunde, Familie und sogar den Typen in der U-Bahn bist, der dir ungefragt seine Lebensgeschichte erzählt hat.

Kennt ihr das? Du bist einfach nur du selbst, ein ganz normales, liebes Wesen, das versucht, sein Leben auf die Reihe zu kriegen. Und PLÖTZLICH bist du der Schweizer Taschenmesser für sämtliche Probleme deiner Mitmenschen. Dein Handy klingelt ununterbrochen, es ist immer irgendwer in Not. Und du? Du springst natürlich, weil du ja helfen willst. Du bist ja schließlich ein guter Mensch!

Achtung, Spoiler-Alarm: Das ist nicht immer so gut. Ich sag’s mal so: Ich hab mal versucht, den kaputten Toaster meiner Nachbarin zu reparieren. Das Ergebnis? Ein kleiner Kurzschluss, Rauch im Treppenhaus und eine sehr unfreundliche Begegnung mit der Feuerwehr. Moral von der Geschicht’: Nicht jedes Problem ist deins!

Warum machen wir das überhaupt?

Gute Frage! Es gibt 'ne Menge Gründe. Vielleicht bist du einfach ein Kontrollfreak (hey, no judgement!). Du denkst, nur du kannst alles richtig machen. Oder du hast Angst, was die Leute denken, wenn du mal "Nein" sagst. Vielleicht hast du auch gelernt, dass du nur geliebt wirst, wenn du ständig für andere da bist. Das ist, wie man so schön sagt, Bullshit. Und zwar mit Sternchen!

Wusstet ihr, dass es sogar einen Fachbegriff dafür gibt? Nennt sich Co-Abhängigkeit. Klingt dramatisch, oder? Ist es manchmal auch. Aber keine Panik, wir sind hier nicht bei Dr. Sommer. Wir reden hier über ganz normale, menschliche Verhaltensweisen. Nur eben in extrem. So wie ich, als ich versucht hab, gleichzeitig drei verschiedene Umzüge zu koordinieren, obwohl ich eigentlich nur mein eigenes WG-Zimmer ausmisten wollte.

Verantwortung übernehmen heisst zu sich zustehen - Angela Martina Heck
Verantwortung übernehmen heisst zu sich zustehen - Angela Martina Heck

Die Folgen? Autsch!

Na, was glaubt ihr? Es ist nicht so, dass du dafür einen Orden bekommst (außer vielleicht den Orden des Erschöpfungszustandes). Stattdessen winkt dir ein Burnout, Stress ohne Ende, und das Gefühl, dein eigenes Leben komplett zu verpassen. Du bist so damit beschäftigt, die Probleme anderer zu lösen, dass du deine eigenen vergisst. Kennste, kennste?

Und das Schlimmste: Du ziehst genau die Leute an, die dich ausnutzen. Die wissen genau, dass du immer springst, wenn sie pfeifen. Und das ist, sorry für die harte Wortwahl, scheiße. Denk mal drüber nach: Wann hast du das letzte Mal was für DICH gemacht? Ohne schlechtes Gewissen? Ohne dich für irgendwas zu rechtfertigen?

Wie Spaltung in die Überverantwortung führt: zu viel Verantwortung für
Wie Spaltung in die Überverantwortung führt: zu viel Verantwortung für

Wie kommen wir aus der Nummer raus?

Okay, genug gejammert. Jetzt kommen wir zu den guten Nachrichten: Es gibt einen Ausweg! Und der ist einfacher, als du denkst (obwohl er sich am Anfang verdammt schwer anfühlen wird).

  • Lerne, "Nein" zu sagen: Das ist der heilige Gral. Übe es vor dem Spiegel, sag es deinem Hund, schreibe es auf einen Zettel. "Nein" ist ein vollständiger Satz. Punkt. Aus. Ende.
  • Setze Grenzen: Definiere, was du bereit bist zu tun und was nicht. Und dann halte dich daran! Auch wenn es schwerfällt.
  • Kümmere dich um dich selbst: Das ist keine Selbstsucht, sondern Selbstfürsorge. Mach Dinge, die dir guttun. Lies ein Buch, geh spazieren, tanze zu deiner Lieblingsmusik. Was auch immer deine Batterie wieder auflädt.
  • Delegiere: Nicht alles muss von dir erledigt werden. Frag andere um Hilfe. Oder, noch besser: Lass die Leute ihre Probleme selbst lösen. Glaub mir, die sind oft schlauer, als du denkst.
  • Akzeptiere, dass du nicht perfekt bist: Du kannst nicht alle retten. Und du musst es auch nicht. Du bist ein Mensch, kein Superheld (obwohl du dich manchmal vielleicht so fühlst).

Und das Wichtigste: Sei gut zu dir selbst! Du bist wertvoll, liebenswert und verdienst es, glücklich zu sein. Auch ohne ständig für andere da zu sein. Also, lass uns alle ein bisschen egoistischer werden. Zumindest ein bisschen. Zum Wohle unserer eigenen Gesundheit und unseres Verstandes. Prost!

Und jetzt, wer spendiert mir den nächsten Cappuccino? Nach diesem Monolog hab ich ihn mir verdient!

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