Zeit Des Sturm Und Drang

Okay, Leute, mal ehrlich! Habt ihr auch manchmal das Gefühl, ihr platzt gleich? Alles ist zu eng, zu klein, zu langweilig? Ihr wollt raus, die Welt verändern, eure Meinung brüllen, bis die Ohren klingeln? Dann, meine Freunde, dann habt ihr vielleicht gerade einen kleinen Anflug von Sturm und Drang erlebt! Keine Sorge, das ist kein schlimmes Virus, sondern eher eine Phase, die die Welt schon vor Ewigkeiten (naja, fast) aufgemischt hat.
Was zum Teufel ist Sturm und Drang?
Stellt euch vor, es ist das 18. Jahrhundert. Die Leute tragen Perücken, reden super kompliziert und tun so, als ob sie nie pupsen würden. Alles ist total geregelt und steif. Und dann? Dann kommen junge, wilde Dichter und Denker und sagen: "Nö! Wir machen das anders!" Sie sind es leid, dass alles so vernünftig und kontrolliert sein soll. Sie wollen Gefühle! Sie wollen Leidenschaft! Sie wollen Drama! Und zwar in Großbuchstaben und mit dreifachem Ausrufezeichen!!!
Das ist im Prinzip der Sturm und Drang. Eine literarische Bewegung (also, so eine Gruppe von Künstlern und Intellektuellen, die alle dasselbe cool finden), die sich gegen die Vernunft und für die Emotionen auflehnt. Stell dir vor, es ist wie eine riesige, pubertäre Revolte der Kunstszene!
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Warum heisst das so komisch?
Ganz einfach: Es gab ein Theaterstück namens "Sturm und Drang" von einem gewissen Friedrich Maximilian Klinger. Das Stück war so ein Knaller, so rebellisch und emotional, dass die ganze Bewegung danach benannt wurde. Quasi wie wenn wir heute sagen würden: "Ey, diese Band ist so richtig 'Despacito'!" (Nur dass "Despacito" dann nicht nur ein Lied, sondern ein Lebensgefühl wäre… naja, ihr wisst, was ich meine).
Was haben die denn so gemacht?
Die Stürmer und Dränger, wie man sie auch nennen könnte (klingt doch wie eine coole Fußballmannschaft, oder?), haben Gedichte geschrieben, Theaterstücke verfasst und Romane verfasst, die voll mit starken Gefühlen, Rebellion gegen Autoritäten und der Sehnsucht nach Freiheit waren. Sie haben sich für das einfache Volk interessiert, für die Natur und für die Kraft des Individuums.

Denkt an Johann Wolfgang von Goethe (ja, der mit dem Faust!), der in seiner Jugend auch ein richtiger Stürmer und Dränger war. Sein Roman "Die Leiden des jungen Werther" war so emotional und dramatisch, dass sich die Leute reihenweise in den Fluss gestürzt haben! (Okay, vielleicht nicht reihenweise, aber es war schon ein ziemlicher Hype.)
"Hier bin ich nun, ich armer Tor! Und bin so klug als wie zuvor;"
Oder denkt an Friedrich Schiller (ja, der mit der Ode an die Freude!). Auch er hat in seinen frühen Werken die Konventionen gebrochen und für die Freiheit des Geistes gekämpft. Seine Stücke waren voller Leidenschaft und Idealismus.

Was bringt mir das jetzt?
Na, ganz einfach! Der Sturm und Drang zeigt uns, dass es okay ist, Gefühle zu haben. Dass es okay ist, sich aufzulehnen, wenn einem etwas nicht passt. Dass es okay ist, anders zu sein. Er erinnert uns daran, dass die Welt nicht nur aus Vernunft und Regeln besteht, sondern auch aus Leidenschaft, Kreativität und dem Mut, seinen eigenen Weg zu gehen.
Also, das nächste Mal, wenn ihr das Gefühl habt, ihr müsst eure Meinung rausschreien oder ein Gedicht schreiben, das die Welt verändert, dann denkt an den Sturm und Drang. Lasst eure Gefühle raus, seid wild und kreativ – und wer weiß, vielleicht löst ihr ja selbst eine kleine Revolution aus!
Und wer weiß, vielleicht erleben wir gerade eine neue Welle von Sturm und Drang? Mit Social Media als Bühne, auf der jeder seine Meinung frei äußern kann? Vielleicht sind wir alle ein bisschen Stürmer und Dränger im Herzen!
