Zahlt Man Steuern In Der Ausbildung

Mal ehrlich, wer freut sich über Steuern? Vermutlich niemand. Schon gar nicht, wenn man gerade erst anfängt, sein eigenes Geld zu verdienen. Die Ausbildung ist eine spannende Zeit. Neues lernen, unabhängig werden. Aber dann kommt der Brief vom Finanzamt… Oder der Blick auf die erste Gehaltsabrechnung. Autsch! Zahlt man wirklich Steuern in der Ausbildung?
Die kurze Antwort: Ja. Die etwas längere Antwort: Es kommt drauf an. Und die noch längere Antwort: Es ist komplizierter, als man denkt. Klingt typisch deutsch, oder?
Steuern in der Ausbildung: Der ganz normale Wahnsinn
Grundsätzlich gilt: Wer Einkommen hat, zahlt Steuern. Das ist das System. Und als Azubi hat man Einkommen. Super! Oder eher nicht so super? Aber keine Panik! Es gibt Lichtblicke im Steuerdschungel. Zuerst mal: Nicht jeder Euro, den man verdient, wird versteuert. Es gibt den sogenannten Grundfreibetrag. Der liegt jedes Jahr woanders, aber er sorgt dafür, dass man erst ab einer bestimmten Einkommenshöhe überhaupt Steuern zahlen muss.
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Und jetzt kommt meine unbeliebte Meinung: Ich finde, der Grundfreibetrag sollte für Azubis höher sein! Ja, ich weiß, das ist vielleicht utopisch. Aber denkt doch mal drüber nach. Azubis sind die Fachkräfte von morgen. Wir sollten sie nicht gleich am Anfang mit Steuern demotivieren. Sondern sie lieber dabei unterstützen, sich eine solide finanzielle Basis aufzubauen.
Stellt euch vor, ihr seid in der Ausbildung. Ihr arbeitet hart, lernt neue Dinge, versucht, euch in der Arbeitswelt zurechtzufinden. Und dann geht ein Teil eures hart verdienten Geldes direkt an den Staat. Das kann ganz schön frustrierend sein. Gerade, wenn man eh schon knapp bei Kasse ist. Stichwort: WG-Zimmer, Semesterticket, neue Schuhe, weil die alten durchgelaufen sind… Das Leben ist teuer!

Aber zurück zum Thema. Selbst wenn ihr Steuern zahlt, bedeutet das nicht, dass alles verloren ist. Ihr könnt nämlich einiges von der Steuer absetzen. Klingt kompliziert? Ist es manchmal auch. Aber es lohnt sich, sich damit auseinanderzusetzen.
Was kann man als Azubi von der Steuer absetzen?
Da gibt es einiges! Fahrtkosten zur Berufsschule, Arbeitsmittel (Bücher, Stifte, Laptop), sogar die Kosten für eine auswärtige Unterbringung, wenn die Berufsschule weit weg ist. Sammelt also fleißig Belege! Und keine Angst vor dem Papierkram. Es gibt mittlerweile viele Apps und Programme, die einem dabei helfen, die Steuererklärung zu machen.

Und hier kommt meine nächste unbeliebte Meinung: Die Steuererklärung sollte für Azubis viel einfacher sein! Weniger Bürokratie, mehr Verständlichkeit. Warum muss das alles so kompliziert sein? Es schreckt doch nur ab. Und viele Azubis verzichten dann ganz auf die Steuererklärung, obwohl sie eigentlich Geld zurückbekommen würden.
Ich finde, es sollte eine Art vereinfachte Steuererklärung für Azubis geben. Mit klaren Anleitungen und verständlichen Erklärungen. So, dass auch jemand, der sich noch nie mit Steuern beschäftigt hat, damit klarkommt.

Also, was nun? Steuererklärung machen oder nicht?
Definitiv machen! Auch wenn es lästig ist. Es lohnt sich fast immer. Denn selbst wenn ihr nur wenig Steuern gezahlt habt, könnt ihr durch die Absetzung von Werbungskosten Geld zurückbekommen.
Und hier kommt meine letzte unbeliebte Meinung: Die Steuererstattung sollte direkt aufs Konto überwiesen werden, ohne dass man einen komplizierten Antrag stellen muss! Ja, ich weiß, das ist vielleicht Träumerei. Aber warum nicht? Wir leben doch im digitalen Zeitalter.

Also, liebe Azubis, lasst euch nicht von den Steuern entmutigen. Informiert euch, holt euch Hilfe, wenn ihr nicht weiterwisst. Und vergesst nicht: Ihr seid die Fachkräfte von morgen. Und ihr verdient es, fair behandelt zu werden. Auch beim Thema Steuern.
Denn wie schon Benjamin Franklin sagte, und das gilt auch für Azubis mit kleinem Einkommen:
"Nichts ist sicher im Leben, außer dem Tod und den Steuern."
Also, Augen zu und durch. Aber mit einem Augenzwinkern!
