Zahlbar Nach Erhalt Der Rechnung
Kennt ihr das Gefühl, wenn eine Rechnung ins Haus flattert? So ein Briefumschlag, der schon von Weitem mahnt: "Achtung, hier kommt das liebe Geld-Ausgeben!" Und dann steht da dieser Satz: "Zahlbar nach Erhalt der Rechnung."
Ganz ehrlich? Ich finde diesen Satz irgendwie... überflüssig. Fast schon beleidigend. Als ob ich dachte: "Ach, Rechnungen? Die lege ich erstmal drei Monate in die Schublade und warte, ob sie von alleine verschwinden."
Vielleicht ist das eine unpopuläre Meinung. Aber mal ehrlich, wer liest das wirklich und denkt: "Oh, gut, dass die das sagen! Sonst hätte ich ja gar nicht gewusst, dass ich zahlen muss, nachdem ich die Rechnung bekommen habe!"
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Es ist wie bei einer Packung Cornflakes, auf der steht: "Kann Spuren von Nüssen enthalten." Ja, danke! Das ist ungefähr so hilfreich wie ein Regenschirm in der Sahara.
Ich stelle mir vor, wie der arme Mensch in der Buchhaltung sitzt und verzweifelt versucht, jeden Standardbrief mit noch mehr Hinweisen zu versehen. "Bitte atmen Sie beim Leben." "Nicht mit vollem Mund sprechen." "Zahlbar nach Erhalt der Rechnung!"

Manchmal denke ich, dass diese Phrase nur dazu dient, den Rechnungsbetrag optisch zu verlängern. So nach dem Motto: "Je länger der Satz, desto wichtiger die Rechnung!" Aber hey, mich kriegt ihr damit nicht! Ich bin immun gegen Phrasen-Inflation!
Neulich habe ich eine Rechnung bekommen, auf der stand: "Zahlbar nach Erhalt der Rechnung, spätestens jedoch innerhalb von 14 Tagen." Das ist ja nett gemeint, aber was passiert, wenn ich die Rechnung erst am 13. Tag erhalte? Verfällt dann der erste Teil des Satzes? Entsteht da ein Paradoxon? Fragen über Fragen!
Ich bin ja grundsätzlich bereit, Rechnungen zu bezahlen. Keine Frage! (Solange ich das Geld habe, versteht sich. Aber das ist eine andere Geschichte...). Aber muss man mir wirklich jedes Mal aufs Neue erklären, wann die Fälligkeit ist?

Vielleicht wäre es hilfreicher, wenn die Rechnung eine nette kleine Geschichte erzählen würde. Zum Beispiel: "Hallo lieber Kunde, wir hoffen, Sie hatten viel Spaß mit unserem Produkt/unserer Dienstleistung! Damit wir auch weiterhin für Sie da sein können, bitten wir Sie freundlich, den untenstehenden Betrag zu begleichen. Vielen Dank!"
Oder wie wäre es mit einem kleinen Witz? "Warum hat der Mathematiker die Rechnung nicht bezahlt? Weil er keine Wurzel ziehen konnte! 😉 (Bitte zahlen Sie trotzdem! 😉)"
Irgendwas, was die ganze Sache ein bisschen auflockert. Denn Rechnungen sind schon anstrengend genug. Da muss man sie nicht noch mit unnötigen Phrasen belasten.

Ich weiß, ich weiß. Wahrscheinlich bin ich da etwas empfindlich. Aber ich kann einfach nicht anders. "Zahlbar nach Erhalt der Rechnung" ist für mich wie ein nerviger Ohrwurm, den ich einfach nicht loswerde.
Und bevor jetzt jemand sagt: "Dann lies die Rechnungen doch einfach nicht!", dem sage ich: "Tja, so einfach ist das leider nicht. Irgendjemand muss die ja bezahlen!"
Also, liebe Firmen da draußen: Bitte überdenkt eure Rechnungsformulierungen! Vielleicht gibt es ja eine kreativere Art, eure Forderungen geltend zu machen. Und wenn nicht, dann lasst den Satz "Zahlbar nach Erhalt der Rechnung" einfach weg. Ich verspreche, ich werde trotzdem zahlen! (Irgendwann...)

Oder vielleicht mache ich einfach eine neue Geschäftsidee auf: "Agentur für kreative Rechnungsformulierungen". Wer Interesse hat, kann sich gerne bei mir melden. Zahlbar nach Erhalt der Leistung!
Ach, seht ihr? Es ist einfach nicht zu vermeiden!
