Wie Viele Spinnen Isst Man Im Leben

Kennst du das? Du liegst abends im Bett, die Decke bis zum Kinn gezogen, und dann kommt dieser Gedanke: „Igitt, habe ich heute vielleicht eine Spinne gegessen?“ Keine Sorge, du bist nicht allein! Die Frage, wie viele Spinnen man im Leben isst, geistert schon seit Ewigkeiten im Internet herum. Es ist so ein typischer "Das-kann-doch-nicht-wahr-sein"-Moment, wie wenn man entdeckt, dass die meisten Leute ihre Pizza mit Messer und Gabel essen. Völlig absurd, aber irgendwie beschäftigt es einen trotzdem.
Die Legende vom Spinnen-Snack
Die Geschichte besagt, dass wir im Schlaf durchschnittlich acht Spinnen pro Jahr verschlucken. Hochgerechnet auf ein ganzes Leben, summiert sich das zu einer stattlichen Anzahl. Stell dir vor: Du wachst auf und denkst: „Heute ist ein guter Tag, um ein Sandwich zu essen… und unbewusst eine Spinne als proteinreiche Beilage!“ Ein bisschen gruselig, oder?
Aber keine Panik! Die gute Nachricht ist, dass diese Behauptung höchstwahrscheinlich ein Mythos ist. Sie tauchte wohl in den 90ern auf, verbreitete sich wie ein Lauffeuer (vor dem Internetzeitalter!) und hat sich seitdem hartnäckig gehalten. So wie der Mythos, dass man Warzen mit Schneckenschleim heilen kann. (Bitte nicht ausprobieren!)
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Warum ist die Spinnen-Snack-Theorie unwahrscheinlich?
Spinnen sind nicht gerade die Sorte Krabbeltiere, die freiwillig in unseren offenen Mund spazieren. Sie sind eher scheue Wesen, die vor uns Menschen (und unseren lauten Atemgeräuschen) Reißaus nehmen würden. Stell dir vor, du wärst eine Spinne. Würdest du dich freiwillig in eine dunkle Höhle begeben, in der es nach Knoblauch und Zahnpasta riecht? Eher nicht, oder?
Außerdem sind wir im Schlaf nicht völlig bewegungslos. Wir drehen uns, schnarchen (manche mehr, manche weniger…), und bewegen unsere Arme. All diese Bewegungen würden eine Spinne eher verscheuchen, als sie zu einem gemütlichen Mahl einzuladen.

Und last but not least: Spinnen sind wählerische Esser. Sie bevorzugen Insekten und andere kleine Krabbeltiere. Der Mensch, mit seinem komischen Geruch und seiner glatten Haut, steht definitiv nicht auf ihrem Speiseplan. Wir sind für Spinnen ungefähr so attraktiv wie Brokkoli für ein Kind.
Was wir wirklich im Schlaf essen (oder eher nicht)
Die Wahrscheinlichkeit, dass du im Schlaf eine Spinne isst, ist also extrem gering. Wahrscheinlicher ist es, dass du im Schlaf Staub, Haare oder vielleicht mal ein Krümelchen vom Abendessen einatmest. Aber das ist ja längst nicht so eine spannende Geschichte, oder?
![Größte Spinne Deutschland • Die große Winkelspinne · [mit Video]](https://blog.assets.studyflix.de/wp-content/uploads/2023/08/Thumbnail_wie-viel-spinnen-isst-man-im-schlaf-1024x576.jpg)
Dennoch, der Gedanke an die ungewollte Spinnen-Mahlzeit ist irgendwie… unterhaltsam. Es ist wie der Gedanke, dass es irgendwo auf der Welt einen Doppelgänger von dir gibt. Unwahrscheinlich, aber irgendwie faszinierend.
Also, schlaf gut! Und mach dir keine Sorgen wegen der Spinnen. Es gibt viel wichtigere Dinge, über die man sich im Schlaf Gedanken machen kann. Zum Beispiel, warum die Katze immer um 3 Uhr nachts beschließt, den Kühlschrank anzugreifen. Oder ob man morgen wirklich zum Sport gehen soll.
Vielleicht solltest du dir stattdessen überlegen, dein Schlafzimmer mal wieder gründlich zu putzen. Dann hast du wenigstens weniger Grund, dir Sorgen über Spinnen (oder Staub) zu machen! Und wer weiß, vielleicht entdeckst du dabei ja ein paar vergessene Kekse unter dem Bett. Die sind dann wahrscheinlich interessanter als jede Spinne.
