Wie Viel Verdient Man Als Dachdecker

Also, Leute, setzt euch mal. Ich muss euch was erzählen. Stellt euch vor, ihr liegt am Strand, die Sonne knallt, das Eis tropft… aber irgendwer muss ja aufs Dach steigen, damit ihr überhaupt ein Dach über dem Kopf habt, oder? Genau, der Dachdecker! Und die Frage aller Fragen: Wie viel Kohle scheffelt so ein Held der Höhen eigentlich?
Das ist so eine Sache mit den Zahlen, ne? Es ist komplizierter, als einem Ziegelstein hinterherzusteigen. Pauschal kann man da schwer was sagen, aber ich versuche es mal, ohne dass mir gleich das Finanzamt auf's Dach steigt. (Wortspiel, bemerkt?)
Der Anfang vom Ziegelweg: Was kriegt der Lehrling?
Fangen wir mal ganz unten an, beim Azubi, dem Dachdecker-Lehrling. Stell dir vor, du bist 16, hast gerade deine Schwindelfreiheit unter Beweis gestellt und kletterst das erste Mal auf ein Gerüst. Dafür gibt's natürlich noch keine Millionen. Aber immerhin genug, um die Miete für ein Zimmer im WG-Keller zu bezahlen (vielleicht… mit viel Glück!).
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Im ersten Lehrjahr sind das meist so zwischen 700 und 900 Euro brutto. Im zweiten Lehrjahr wird's dann schon interessanter, da kratzt man an der 1000er Marke. Und im dritten Lehrjahr? Da kann man sich vielleicht schon ein eigenes Gerüst leisten… äh, nein, Spaß! Da sind's dann so 1100 bis 1300 Euro. Aber Achtung: Brutto! Netto bleibt dann nicht mehr so viel übrig, um sich ein goldenes Ziegelmesser zu kaufen.
Der Geselle: Jetzt wird's ernst (und besser!)
Okay, Lehrzeit vorbei, Gesellenbrief in der Tasche. Jetzt geht's ans Eingemachte! Der Geselle ist der, der die Arbeit macht, der die Anweisungen umsetzt und der den Azubi ärgert (natürlich nur aus pädagogischen Gründen!). Und dafür gibt's natürlich mehr Geld.

Hier bewegen wir uns im Bereich von 2.500 bis 3.500 Euro brutto. ABER: Das ist nur ein Richtwert! Es hängt von so vielen Faktoren ab: Wo arbeitet man? In München sind die Dächer teurer, also gibt's vielleicht auch mehr Lohn. Welche Art von Dachdeckerarbeiten macht man? Nur Flachdächer? Oder auch komplizierte Altbausanierungen mit 20 verschiedenen Dachfenstern? Und natürlich: Wie gut ist man? Kann man mit dem Hammer umgehen, ohne sich auf den Daumen zu hauen?
Der Meister: Der König vom Dach
Wer's ganz nach oben schaffen will, der macht den Meister. Das ist dann der Chef vom Ganzen, der die Aufträge aquiriert, die Mitarbeiter einteilt und im besten Fall nicht nur auf dem Dach rumklettert, sondern auch im Büro sitzt und Papierkram erledigt. (Also, im besten Fall klettert er auch noch aufs Dach! Sonst ist er ja kein echter Dachdecker!).

Als Dachdeckermeister kann man dann schon richtig gut verdienen. Hier sind Gehälter von 4.000 Euro aufwärts brutto durchaus realistisch. Und wenn man dann noch sein eigenes Unternehmen hat und richtig gut wirtschaftet, dann sind nach oben keine Grenzen gesetzt. Dann kann man sich vielleicht sogar zwei goldene Ziegelmesser leisten!
Aber Moment mal… da gibt's ja noch mehr!
Das Gehalt ist ja nur die halbe Wahrheit. Denn zum Dachdeckerjob gehören ja noch ein paar andere Sachen dazu:
![So viel verdient man als Architekt*in [2023]](https://www.architektur-studieren.info/wp-content/uploads/2015/08/wie-viel-verdient-man-als-architekt.jpg)
- Zulagen: Für besonders gefährliche Arbeiten, für Nachtarbeit, für Arbeit am Wochenende… da kann man noch ein bisschen was extra rausholen.
- Weihnachts- und Urlaubsgeld: Das ist zwar nicht immer selbstverständlich, aber viele Betriebe zahlen das.
- Firmenwagen: Wenn man Glück hat, kriegt man einen Firmenwagen. Dann spart man sich zumindest die Spritkosten (und kann die dann lieber in Eis am Strand investieren).
- Vermögenswirksame Leistungen: Auch das kann ein nettes Extra sein.
Und was ist mit der Work-Life-Balance?
Ganz ehrlich? Dachdecker ist kein Nine-to-Five-Job. Manchmal muss man auch dann aufs Dach, wenn andere schon im Feierabendbier sitzen. Und bei Regenwetter… naja, ihr könnt euch vorstellen, wie viel Spaß das macht.
Aber dafür hat man auch was, was nicht mit Geld zu bezahlen ist: Die Aussicht! Und das Gefühl, etwas Bleibendes geschaffen zu haben. Denn ein gutes Dach hält ja bekanntlich ein Leben lang (oder zumindest sehr, sehr lange!). Und vielleicht denkt dann irgendwann mal jemand, der am Strand liegt, an den Dachdecker, der dafür gesorgt hat, dass er überhaupt ein Dach über dem Kopf hat. Und das ist doch auch was wert, oder?
Also, liebe Freunde, das ist die Geschichte vom Dachdeckergehalt. Ist nicht immer einfach, aber ehrlich. Und wenn ihr jetzt sagt: "Dachdecker? Nee, ist nix für mich!", dann ist das auch okay. Aber dann solltet ihr zumindest demnächst eure Dächer überprüfen lassen. Denn ihr wisst ja: Wer hoch hinaus will, braucht ein solides Fundament… und ein gutes Dach über dem Kopf!
