Wie Viel Darf Man Neben Dem Bafög Verdienen

Hey du! Student*in mit chronisch leerem Portemonnaie? Keine Sorge, du bist nicht allein! BAföG ist ja super, um das Studium zu finanzieren, aber manchmal juckt es eben doch in den Fingern, sich etwas dazu zu verdienen. Die Frage ist nur: Wie viel darf man eigentlich zum BAföG dazuverdienen, ohne dass der Geldhahn zugedreht wird? Lass uns das mal ganz entspannt angehen.
Das magische Wort: Freibetrag
Stell dir vor, der Staat sagt: "Okay, wir unterstützen dich, aber ein bisschen Eigeninitiative ist auch gefragt!" Und damit das fair ist, gibt's einen sogenannten Freibetrag. Das ist der Betrag, den du im Bewilligungszeitraum (meistens ein Jahr) dazuverdienen darfst, ohne dass dein BAföG gekürzt wird. Denk dran: Es geht hier um den gesamten Bewilligungszeitraum, nicht nur um einen Monat.
Wie hoch dieser Freibetrag genau ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab, aber für uns Otto Normalstudierende ist vor allem das Einkommen relevant. Und Achtung, hier reden wir vom Nettoeinkommen, also dem, was nach Steuern und Sozialabgaben wirklich auf deinem Konto landet. Dein Bruttolohn ist hier also nicht so wichtig, sondern das, was dir am Ende wirklich bleibt.
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Konkrete Zahlen: Was ist drin?
Okay, genug Theorie. Konkret lag der jährliche Freibetrag beim BAföG (Stand Anfang 2024) bei 6.240 Euro. Das macht 520 Euro im Monat. Das ist schon mal ein guter Richtwert. Aber Achtung, es gibt Ausnahmen und Sonderregelungen, auf die wir gleich noch eingehen.
Beispiel: Du arbeitest als studentische Hilfskraft (Hiwi) und verdienst monatlich 450 Euro netto. Super! Dann bleibst du locker unter dem Freibetrag und dein BAföG wird nicht gekürzt. Wenn du aber im Sommersemester plötzlich einen Vollzeitjob annimmst und 800 Euro netto verdienst, sieht die Sache schon anders aus. Da musst du aufpassen, dass du über das ganze Jahr gesehen nicht über die 6.240 Euro kommst.

Minijob, Werkstudent, und Co.: Was gilt wann?
Ob du nun einen Minijob hast, als Werkstudent arbeitest oder freiberuflich tätig bist – alles zählt zu deinem Einkommen, das auf deinen BAföG-Anspruch angerechnet wird. Auch Zinsen aus Sparguthaben oder Mieteinnahmen (falls du z.B. ein Zimmer vermietest) sind relevant.
Wichtig: Auch wenn du "nur" einen Minijob machst, bei dem du keine Steuern zahlst, musst du diesen beim BAföG-Amt angeben. Denn auch hier zählt das Nettoeinkommen.

Achtung, Stolperfallen!
Es gibt ein paar Dinge, die leicht übersehen werden können und zu unerwarteten BAföG-Kürzungen führen können:
- Einmalzahlungen: Weihnachts- oder Urlaubsgeld sind toll, aber sie zählen auch zu deinem Einkommen. Plane das also mit ein.
- Selbstständigkeit: Wenn du selbstständig bist, ist die Berechnung deines Einkommens etwas komplizierter. Hier solltest du dich unbedingt beraten lassen.
- Änderungen melden: Wenn sich dein Einkommen ändert, musst du das sofort dem BAföG-Amt melden. Sonst drohen Rückforderungen!
Kleine Anekdote: Eine Freundin von mir hat mal im Sommer einen super bezahlten Job angenommen und dachte, sie könnte das einfach "verheimlichen". Am Ende kam die böse Überraschung mit einer saftigen Rückforderung vom BAföG-Amt. Autsch! Sei also lieber ehrlich und transparent.

Was tun, wenn's knapp wird?
Okay, angenommen du merkst, dass du dich dem Freibetrag näherst. Was nun?
- Arbeitszeit reduzieren: Sprich mit deinem Arbeitgeber und reduziere deine Arbeitszeit.
- Pauschalbeträge: Für bestimmte Ausgaben (z.B. Werbungskosten, Fahrtkosten) gibt es Pauschalbeträge, die du von deinem Einkommen abziehen kannst. Informiere dich beim BAföG-Amt.
- BAföG-Amt kontaktieren: Scheu dich nicht, das BAföG-Amt zu kontaktieren und dich beraten zu lassen. Die können dir helfen, die beste Lösung für deine Situation zu finden.
Fazit: Informiert sein ist Gold wert!
Das BAföG-System kann manchmal etwas kompliziert sein, aber es lohnt sich, sich damit auseinanderzusetzen. Denn nur wenn du weißt, wie viel du dazuverdienen darfst, kannst du deine Finanzen optimal planen und böse Überraschungen vermeiden. Denk dran: Ein bisschen mehr Wissen kann dir eine Menge Stress und finanzielle Sorgen ersparen. Also, informier dich, rechne nach und genieß dein Studium!
Und hey, wenn du dir unsicher bist, frag lieber einmal zu viel als einmal zu wenig beim BAföG-Amt nach. Die sind da, um dir zu helfen!
