Wie Schreibt Man Eine Kündigung Mit Bitte Um Aufhebungsvertrag

Wir verstehen, dass Sie sich in einer Situation befinden, in der Sie überlegen, Ihren Arbeitsplatz zu verlassen. Das ist oft keine leichte Entscheidung, und viele Faktoren spielen dabei eine Rolle. Egal, ob Sie eine neue berufliche Chance gefunden haben, sich beruflich neu orientieren möchten oder persönliche Gründe eine Veränderung erfordern – die Entscheidung, eine Kündigung einzureichen, ist ein wichtiger Schritt. Dieser Artikel soll Ihnen helfen, diesen Prozess so reibungslos und positiv wie möglich zu gestalten, insbesondere wenn Sie anstreben, die Kündigung mit der Bitte um einen Aufhebungsvertrag zu verbinden.
Warum ein Aufhebungsvertrag?
Bevor wir uns der Formulierung widmen, ist es wichtig zu verstehen, warum ein Aufhebungsvertrag eine attraktive Option sein kann. Im Gegensatz zu einer regulären Kündigung, die von Ihnen oder Ihrem Arbeitgeber ausgeht, ist ein Aufhebungsvertrag eine einvernehmliche Vereinbarung, die von beiden Seiten ausgehandelt wird. Dies kann eine Reihe von Vorteilen bieten:
- Flexibilität: Ein Aufhebungsvertrag ermöglicht es, den Zeitpunkt des Ausscheidens, die Modalitäten der Übergabe und eventuelle Abfindungszahlungen individuell zu vereinbaren.
- Sicherheit: Durch die Vereinbarung werden klare Bedingungen für Ihren Ausstieg geschaffen, was Rechtsstreitigkeiten vermeiden kann.
- Verhandlungen: Sie haben die Möglichkeit, über Aspekte wie eine Abfindung, ein positives Arbeitszeugnis oder die Freistellung von Aufgaben zu verhandeln.
- Sperrzeit beim Arbeitslosengeld: Unter Umständen lässt sich durch einen korrekt formulierten Aufhebungsvertrag eine Sperrzeit beim Bezug von Arbeitslosengeld vermeiden, da er als "betriebsbedingte Kündigung" interpretiert werden kann (wichtig: dies muss individuell geprüft und ggf. mit dem Arbeitsamt besprochen werden).
Die Formulierung Ihrer Kündigung mit Bitte um Aufhebungsvertrag
Hier ein Leitfaden, wie Sie Ihre Kündigung formulieren können, um Ihre Bereitschaft zu einem Aufhebungsvertrag zu signalisieren:
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1. Die Einleitung: Professionell und direkt
Beginnen Sie mit einer klaren Aussage, dass Sie Ihr Arbeitsverhältnis beenden möchten. Bleiben Sie professionell und vermeiden Sie emotionale Ausbrüche. Nennen Sie das Datum, zu dem Sie kündigen möchten.
Sehr geehrte/r Frau/Herr [Name des Vorgesetzten],
hiermit kündige ich mein Arbeitsverhältnis, das am [Datum des Beginns] begann, ordentlich und fristgerecht zum [Datum des Austritts].
2. Der Übergang zur Bitte um Aufhebungsvertrag

Nach der Kündigungserklärung folgt der entscheidende Schritt: Die Bitte um einen Aufhebungsvertrag. Formulieren Sie diese Bitte höflich und begründen Sie sie kurz. Betonen Sie Ihr Interesse an einer einvernehmlichen Lösung.
Da ich an einer geordneten und für beide Seiten vorteilhaften Beendigung meines Arbeitsverhältnisses interessiert bin, möchte ich Sie bitten, die Möglichkeit eines Aufhebungsvertrages zu prüfen. Ich bin davon überzeugt, dass wir so eine faire und effiziente Lösung für alle Beteiligten finden können.
3. Gründe für den Aufhebungsvertrag (Optional, aber oft hilfreich)
Es kann hilfreich sein, kurz und sachlich Gründe zu nennen, die für einen Aufhebungsvertrag sprechen. Dies kann die Bereitschaft Ihres Arbeitgebers erhöhen, sich darauf einzulassen. Vermeiden Sie jedoch negative Äußerungen über das Unternehmen oder Ihre Kollegen.

- "Ein Aufhebungsvertrag würde uns beiden die Möglichkeit geben, die Übergabe meiner Aufgaben optimal zu planen und sicherzustellen, dass alle Projekte nahtlos fortgeführt werden können."
- "Ein Aufhebungsvertrag würde es mir ermöglichen, mich früher auf meine neue berufliche Herausforderung zu konzentrieren, während das Unternehmen die Möglichkeit hätte, frühzeitig nach einem geeigneten Nachfolger zu suchen."
- "Aufgrund veränderter privater Umstände bin ich auf eine flexible Lösung angewiesen, die ein Aufhebungsvertrag ermöglichen würde."
4. Ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit
Betonen Sie, dass Sie bereit sind, während der Übergangsphase weiterhin engagiert und kooperativ zu sein.
Ich bin selbstverständlich bereit, während der Übergangsphase weiterhin meine Aufgaben gewissenhaft zu erfüllen und bei der Einarbeitung meines Nachfolgers/meiner Nachfolgerin zu unterstützen. Eine reibungslose Übergabe liegt auch in meinem Interesse.
5. Konkrete Vorschläge (Optional)

Wenn Sie bereits konkrete Vorstellungen bezüglich der Inhalte des Aufhebungsvertrags haben (z.B. Abfindungshöhe, Freistellung), können Sie diese vorsichtig andeuten. Seien Sie jedoch darauf vorbereitet, dass dies nur ein Ausgangspunkt für Verhandlungen ist.
Ich bin offen für Gespräche über die Details eines Aufhebungsvertrages, einschließlich einer angemessenen Abfindung und der Modalitäten meiner Freistellung.
6. Dank und positive Abschlussworte
Bedanken Sie sich für die bisherige Zusammenarbeit und betonen Sie die positiven Aspekte Ihrer Zeit im Unternehmen.

Ich möchte mich an dieser Stelle für die Möglichkeit bedanken, Teil des Teams von [Firmenname] gewesen zu sein. Ich habe die Zeit hier sehr geschätzt und viel gelernt.
7. Formelle Abschließung
Beenden Sie das Schreiben mit einer formellen Grußformel.
Mit freundlichen Grüßen,
[Ihr Name]
Wichtige Hinweise:
- Rechtliche Beratung: Lassen Sie sich vor der Unterzeichnung eines Aufhebungsvertrags von einem Anwalt beraten. Dieser kann den Vertrag prüfen und sicherstellen, dass Ihre Interessen gewahrt werden.
- Verhandlungsgeschick: Seien Sie auf Verhandlungen vorbereitet. Setzen Sie realistische Ziele und kennen Sie Ihre Verhandlungsgrundlagen.
- Dokumentation: Bewahren Sie alle Dokumente und Korrespondenzen im Zusammenhang mit der Kündigung und dem Aufhebungsvertrag sorgfältig auf.
- Arbeitsamt: Sprechen Sie frühzeitig mit dem Arbeitsamt, um sich über die Auswirkungen eines Aufhebungsvertrages auf Ihren Anspruch auf Arbeitslosengeld zu informieren.
Wir hoffen, dieser Leitfaden hilft Ihnen bei der Formulierung Ihrer Kündigung mit der Bitte um einen Aufhebungsvertrag. Haben Sie weitere Fragen oder möchten Sie spezifische Aspekte detaillierter besprechen?
