Wie Schreibt Man Eine Gehaltsvorstellung In Eine Bewerbung

Okay, Leute, Hand aufs Herz: Wer findet es ätzend, in einer Bewerbung eine Gehaltsvorstellung anzugeben? Ich schon! Es ist wie Pokern mit verbundenen Augen. Man will sich ja nicht unter Wert verkaufen, aber auch nicht so hoch pokern, dass man gleich aus dem Rennen ist.
Die Standardfrage ist ja immer: "Wie schreibt man die perfekte Gehaltsvorstellung in eine Bewerbung?" Als ob es die eine richtige Antwort gäbe! Ich sag's euch, die gibt's nicht. Es ist ein Minenfeld.
Und hier kommt meine (unpopuläre) Meinung: Manchmal sollte man es einfach nicht tun.
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Warum ich das sage?
Klar, die Personalabteilung will wissen, ob man ins Budget passt. Logisch. Aber ist es nicht irgendwie blöd, sich gleich am Anfang auf eine Zahl festzunageln zu lassen? Besonders, wenn man noch gar nicht weiß, wie der Job wirklich aussieht und welche Verantwortung man trägt?
Ich finde, man sollte sich erst mal kennenlernen. Das Unternehmen sollte dich kennenlernen und du solltest das Unternehmen kennenlernen. Dann kann man immer noch über Geld reden. Ein bisschen wie beim Dating. Erst Kaffee trinken, dann die Heiratsanträge!

Ich weiß, ich weiß, das klingt naiv. Aber warum muss alles immer so verkrampft sein? Warum nicht einfach schreiben: "Meine Gehaltsvorstellung bespreche ich gerne im persönlichen Gespräch"? Klingt doch professionell, oder?
Die Alternativen
Wenn man trotzdem eine Zahl nennen muss (und das ist meistens der Fall, leider!), dann hier ein paar Tipps, die ich mir auch immer wieder selbst vorsage:
Recherche, Recherche, Recherche! Geh auf Gehaltsportale, schau dir ähnliche Jobs an und frag in deinem Netzwerk rum. Was ist realistisch für deine Position und Erfahrung?

Gib eine Spanne an. "Ich stelle mir ein Jahresgehalt zwischen 50.000 und 55.000 Euro vor." Das gibt dir ein bisschen Spielraum.
Sei selbstbewusst! Du bist wertvoll, vergiss das nicht! Verkauf dich nicht unter Wert, nur weil du Angst hast, den Job nicht zu bekommen.
Formuliere es freundlich. "Meine Gehaltsvorstellung richtet sich nach meinen Qualifikationen und der Aufgabenstellung. Im persönlichen Gespräch können wir dies gerne detaillierter besprechen."

Und noch ein kleiner Tipp: Wenn du unbedingt eine Zahl nennen musst, dann nimm lieber die obere Grenze der Spanne, die du dir vorgestellt hast. Verhandeln kannst du immer noch!
Das No-Go
Was du auf keinen Fall tun solltest: Eine Gehaltsvorstellung angeben, die völlig unrealistisch ist.
"Ich möchte gerne 200.000 Euro im Jahr verdienen, weil ich so toll bin."Das kommt nicht gut an. Außer du bist der nächste Elon Musk, aber dann würdest du wahrscheinlich keine Bewerbung schreiben, oder?
Und: Sei ehrlich! Lügen haben kurze Beine, besonders beim Gehalt. Das kommt irgendwann raus und dann hast du den Salat.

Fazit
Das Thema Gehaltsvorstellung ist und bleibt ein Minenfeld. Aber mit der richtigen Vorbereitung und einer Prise Selbstbewusstsein kannst du es meistern. Und denk dran: Manchmal ist es okay, sich ein bisschen querzustellen und zu sagen: "Lasst uns erstmal reden!".
Denn am Ende des Tages geht es ja nicht nur ums Geld, sondern auch darum, dass der Job Spaß macht und du dich wohlfühlst. Oder etwa nicht?
Und jetzt bin ich gespannt: Was sind eure Erfahrungen mit Gehaltsvorstellungen? Habt ihr irgendwelche Geheimtipps? Teilt sie in den Kommentaren! Vielleicht können wir uns gegenseitig helfen, dieses Minenfeld zu entschärfen. Viel Glück bei euren Bewerbungen!
