Wie Schreibt Man Danke Für Die Gute Zusammenarbeit

Mal ehrlich, Leute. "Danke für die gute Zusammenarbeit!" Ist das nicht ein bisschen...langweilig? Klingt nach Standard-E-Mail-Signatur, oder? Wir können doch besser, oder?
Ich weiß, ich weiß. Unpopuläre Meinung, wahrscheinlich. Alle finden das professionell und nett. Aber ich finde, es fehlt ein bisschen...Pepp! Ein bisschen Seele. Ein bisschen...echt sein.
Klar, wenn Frau Müller vom Controlling geholfen hat, die Zahlen zu frisieren (äh, ich meine, zu analysieren!), dann ist ein formelles Dankeschön angebracht. Keine Frage. Aber muss es immer DIESE Formulierung sein?
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Denkt mal drüber nach. Wie oft habt ihr diesen Satz schon gehört? Gelesen? Wahrscheinlich öfter, als ihr eure Zähne geputzt habt. (Hoffentlich nicht, aber ihr versteht den Punkt.) Er verliert an Bedeutung. Wird zur leeren Hülle.
Und was, wenn die Zusammenarbeit gar nicht so "gut" war? Was, wenn Herr Schmidt drei Wochen gebraucht hat, um einen verdammten Report fertigzustellen? Schreibt man dann trotzdem "Danke für die gute Zusammenarbeit!"? Fühlt sich ein bisschen ironisch an, oder?

Ich persönlich bevorzuge da ehrlichere, individuellere Dankesreden. Sowas wie: "Hey, danke Anna, dass du mir gestern den Arsch gerettet hast! Ohne dich wäre ich jetzt arbeitslos (oder zumindest kurz davor)." Okay, vielleicht nicht ganz so direkt. Aber ihr wisst, was ich meine.
Ein kleines Lächeln, ein Schulterklopfen, ein gemeinsames Mittagessen – oft sagt das mehr als tausend "Danke für die gute Zusammenarbeit!"-E-Mails. Oder, noch besser: ein ehrliches, aufrichtiges "Danke!". Punkt. Braucht keine weiteren Zusätze.

Und was ist mit den Projekten, die so richtig in die Hose gegangen sind? Danken wir dann auch für die "gute Zusammenarbeit"? Ich würde eher sagen: "Okay, das war ein Desaster. Aber wir haben zusammen gelitten. Das verbindet!" Vielleicht nicht ins offizielle Protokoll schreiben, aber intern ist das okay, oder?
Alternativen, die nicht einschlafen lassen:
Ich habe mal versucht, kreativer zu sein. Hier ein paar Beispiele (bitte mit Vorsicht genießen!):
"Danke, dass du so geduldig warst, als ich mal wieder total auf dem Schlauch stand!"
"Danke für deine Nerven aus Stahl bei diesem Wahnsinnsprojekt!"
"Du bist der Wahnsinn! Danke für alles!"
Okay, die sind vielleicht ein bisschen...enthusiastisch. Aber immerhin besser als das übliche Blabla, oder? Hauptsache, es kommt von Herzen.

Ich glaube, das Problem ist, dass wir oft Angst haben, emotional zu werden. Wir wollen professionell sein, distanziert. Aber ist das wirklich der beste Weg? Ich denke nicht. Ein bisschen Menschlichkeit kann nicht schaden.
Klar, es gibt Situationen, in denen das formelle "Danke für die gute Zusammenarbeit!" angebracht ist. Zum Beispiel, wenn man sich bei einem externen Partner bedanken will. Oder wenn man eine offizielle E-Mail schreiben muss, die von der Chefetage abgesegnet wird. Aber intern? Unter Kollegen? Da darf es doch ein bisschen lockerer zugehen.

Ich bin kein Fan von Phrasen. Ich mag es, wenn Menschen ehrlich sind. Wenn sie sagen, was sie wirklich denken. Auch wenn es unbequem ist. Vielleicht bin ich deswegen so kritisch gegenüber diesem Satz. Er klingt oft so...aufgesetzt.
Also, was lernen wir daraus? Seid kreativ! Seid ehrlich! Seid menschlich! Und vielleicht, nur vielleicht, können wir diese Welt ein bisschen weniger "Danke für die gute Zusammenarbeit!" machen.
Und falls ihr euch jetzt fragt, ob ich mich bei euch für das Lesen dieses Artikels bedanken werde… nun ja. Danke für die Aufmerksamkeit. Ob die Zusammenarbeit "gut" war, überlasse ich eurer Beurteilung. 😉
