Wie Oft Füttert Man Katzen

Ich erinnere mich noch gut an den Tag, als mein Kater Felix, ein absolut verwöhnter Perserkater, mir mit einem Blick, der unmissverständlich "Ich sterbe vor Hunger!" kommunizierte, vor dem Futternapf saß. Und das, keine zwei Stunden nach seiner letzten Mahlzeit. Dramatisch, ich weiß. Aber Katzen sind nun mal Meister der Manipulation, oder?
Dieser kleine Hunger-Schauspieler brachte mich zum Nachdenken: Wie oft sollte man Katzen eigentlich füttern? Und bin ich vielleicht ein schlechter Katzenpapa, weil ich Felix nicht alle zwei Stunden mit Leckerlis überschütte? (Spoiler: Wahrscheinlich nicht).
Die Grundlagen: Was sagen die Experten?
Okay, weg von meinen persönlichen Schuldgefühlen und hin zu Fakten. Die allgemeine Empfehlung lautet: Zweimal täglich. Und zwar morgens und abends. Das orientiert sich an den natürlichen Fressgewohnheiten wildlebender Katzen, die ja auch nicht den ganzen Tag über ein Buffet zur Verfügung haben.
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Aber Moment mal! "Allgemein" heißt ja nicht "für jede Katze gleich". Es gibt da nämlich ein paar Faktoren, die eine Rolle spielen...
Alter spielt eine Rolle (wie immer!)
Kitten, also kleine Kätzchen, brauchen häufiger Futter. Sie wachsen ja wie verrückt und haben einen enormen Energiebedarf. Bis zum Alter von sechs Monaten können sie drei bis vier kleine Mahlzeiten am Tag bekommen. Danach kannst du langsam auf das Zwei-Mahlzeiten-System umstellen.

Und was ist mit älteren Katzen? Die sind oft weniger aktiv und haben einen langsameren Stoffwechsel. Da kann es sein, dass eine Fütterung am Tag reicht, oder dass du die Tagesration auf mehrere kleinere Portionen aufteilst, um die Verdauung zu entlasten. Sprich am besten mit deinem Tierarzt darüber!
Trockenfutter vs. Nassfutter: Der ewige Kampf
Diese Frage spaltet die Katzenwelt! Trockenfutter ist praktisch, weil es nicht so schnell verdirbt und man es theoretisch den ganzen Tag stehen lassen kann (Free-Feeding). Aber Achtung: Das verleitet viele Katzen zum Überfressen. Und außerdem ist Trockenfutter oft nicht so gut für die Nieren, weil es eben trocken ist. Katzen trinken ja generell nicht so viel, wie sie sollten.

Nassfutter hat einen höheren Feuchtigkeitsgehalt und ist oft besser verdaulich. Aber es wird eben schnell schlecht, wenn es länger rumsteht. Deshalb: Nassfutter am besten in Portionen füttern, die deine Katze innerhalb von 20-30 Minuten frisst. Und danach den Napf abräumen!
Die Sache mit dem Aktivitätslevel
Ist deine Katze ein Couch-Potato, der den ganzen Tag schläft? Oder ein hyperaktiver Wirbelwind, der die Wohnung unsicher macht? Je aktiver die Katze, desto mehr Energie braucht sie natürlich. Das heißt aber nicht zwangsläufig, dass du sie öfter füttern musst, sondern eher, dass du ihr Futter mit einem höheren Energiegehalt gibst. Achte auf die Angaben auf der Futterpackung und pass die Futtermenge entsprechend an.

Und was ist mit den Leckerlis?!
Oh, ja, die geliebten Leckerlis! Die dürfen natürlich nicht fehlen! Aber: Leckerlis sind kein Ersatz für eine ausgewogene Mahlzeit. Sie sollten wirklich nur als Belohnung oder kleine Aufmerksamkeit dienen. Und denk dran: Auch Leckerlis haben Kalorien! Reduziere entsprechend die Futtermenge, um Übergewicht zu vermeiden. Dein Kater wird es dir – langfristig – danken. (Oder auch nicht. Katzen halt.)
Fazit: Beobachte deine Katze!
Die beste Antwort auf die Frage "Wie oft füttert man Katzen?" lautet: Es kommt darauf an! Beobachte deine Katze genau. Wie aktiv ist sie? Wie ist ihr Appetit? Wie sieht ihr Gewicht aus? Passt die Futtermenge und -häufigkeit entsprechend an. Und wenn du dir unsicher bist: Frag deinen Tierarzt! Der kann dir eine individuelle Empfehlung geben, die auf die Bedürfnisse deiner Katze zugeschnitten ist. Und Felix? Der bekommt jetzt zweimal täglich sein Futter – und hin und wieder ein kleines Leckerli. Man muss ja auch mal nachgeben, oder?
