Wie Lange Stillen Pro Mahlzeit

Okay, lasst uns ehrlich sein. Stillen. Ein wunderschönes, natürliches... Ding. Aber auch ein bisschen ein Rätsel, oder?
Ich meine, wie lange stillt man eigentlich pro Mahlzeit? Das ist doch die Frage aller Fragen, oder? Es gibt ja diese ganzen Ratgeber, die sagen "10 bis 20 Minuten pro Seite". Pff. Als ob Babys mit einer Stoppuhr geboren werden!
Ich habe so viele Mütter getroffen, die verzweifelt versucht haben, diese magische "15-Minuten-pro-Brust"-Regel einzuhalten. Ihr Babys? Die fanden das oft nicht so prickelnd. Und ich? Ich gestehe: Ich auch nicht.
Must Read
Mein Baby, der Marathon-Stiller
Mein erstes Kind? Ein Marathon-Stiller. Ich schwöre, manchmal hing er 45 Minuten an mir dran! Und dann? Dann spuckte er die Hälfte wieder aus. Super.
Ich habe mir natürlich Sorgen gemacht. Bekommt er genug? Zu viel? Ist meine Milch komisch? Muss ich zum Arzt? Die übliche Panik, ihr kennt das.

Aber wisst ihr was? Irgendwann habe ich beschlossen, dem ganzen Mist ein Ende zu setzen. Ich habe aufgehört, die Zeit zu stoppen. Ich habe aufgehört, mich verrückt zu machen. Ich habe einfach gestillt.
Die Unbeliebte Meinung
Und jetzt kommt's: Ich glaube, es gibt keine "richtige" Zeit zum Stillen. (Haltet mich nicht für verrückt!). Jedes Baby ist anders. Jede Mutter ist anders. Jede Stillmahlzeit ist anders.
Manche Babys sind wie kleine Staubsauger. Sie saugen alles in fünf Minuten weg und sind dann zufrieden. Andere, wie mein kleiner Marathon-Mann, brauchen länger, um sich satt zu fühlen und die Welt zu entdecken. Und das ist okay!

Diese ganze Stoppuhr-Stiller-Mentalität setzt uns Mütter so unter Druck. Als ob wir eine perfekte Still-Performance abliefern müssen! Aber das ist doch Quatsch. Wir sind keine Milchkühe. Wir sind Mütter, die versuchen, das Beste für ihre Babys zu tun.
Und manchmal bedeutet das, dass man 5 Minuten stillt, manchmal 45 Minuten. Manchmal stillt man in Ruhe im Sessel, manchmal im Stehen, während man versucht, das Abendessen zu kochen und das schreiende Kleinkind zu beruhigen (ja, das ist mir auch passiert!).

Hört auf Euer Baby (und Euren Körper!)
Mein Tipp? Vergesst die Regeln. Vergesst die Ratgeber. Hört auf Euer Baby. Hört auf Euren Körper. Wenn Euer Baby zufrieden scheint, wenn es gut zunimmt, wenn Ihr keine Schmerzen habt - dann macht Ihr es richtig. Egal, wie lange es dauert.
Und wenn Ihr doch mal unsicher seid? Dann fragt Eure Hebamme, Euren Arzt oder eine Stillberaterin. Die können Euch wirklich helfen (und Euch versichern, dass Ihr keine schlechte Mutter seid, nur weil Euer Baby länger stillt als im Lehrbuch steht).
Also, lasst uns alle mal tief durchatmen und uns von dem Druck befreien, perfekt stillen zu müssen. Lasst uns einfach stillen. So lange, wie es für uns und unsere Babys richtig ist.

Und wenn jemand fragt, wie lange man stillen soll, dann sagt einfach: "So lange, wie es dauert!"
Denn am Ende des Tages geht es nicht um die Zeit, sondern um die Liebe und die Bindung, die wir mit unseren Babys aufbauen. Und die sind unbezahlbar, egal wie lange die Stillmahlzeit dauert.
Also, Mamas, entspannt Euch. Genießt die Zeit mit Euren kleinen Würmchen. Und stillt, so lange Ihr wollt. Ihr macht das großartig!
