Wie Lange Dauert Ein Jura Studium In Jahren

Okay, mal ehrlich, Jura studieren ist so ein bisschen wie einen Marathon laufen. Aber nicht so einen gemütlichen Sonntagslauf, eher so einen Marathon, bei dem dir zwischendurch jemand die Schuhe klaut und dich dann noch fragt, ob du die Definition von "Sachenrecht" rezitieren kannst. Die Frage aller Fragen ist also: Wie lange dauert das Ganze eigentlich?
Die magische Zahl: Regelstudienzeit
Offiziell, also laut dem großen Regelbuch des deutschen Studiums, liegt die sogenannte Regelstudienzeit für Jura bei neun Semestern. Das sind also viereinhalb Jahre. Juhu! Party! Konfetti! Denkste. Die Regelstudienzeit ist eher so ein frommer Wunsch, eine Art "Best-Case-Szenario", das in der Realität eher selten eintritt. Stell dir vor, du stehst am Start des Marathons und jemand sagt dir: "In viereinhalb Stunden bist du wieder hier!" Na, fühlst du dich schon unter Druck?
Die Realität sieht oft anders aus...
Die Wahrheit ist, dass die meisten Jura-Studierenden ein bisschen länger brauchen. Warum? Na ja, Jura ist nun mal kein Spaziergang. Es ist eher ein Klettern auf einen sehr hohen Berg, bewaffnet mit Gesetzestexten und dem unbändigen Willen, irgendwann mal "Herr oder Frau Doktor" genannt zu werden. Da kann man schon mal ins Straucheln geraten. Klausuren, die sich anfühlen wie unlösbare Rätsel, Professoren, die mit Vorliebe in Paragraphen sprechen, und Kommilitonen, die schon im ersten Semester alle Urteile des Bundesgerichtshofs auswendig kennen – das alles kann die Studiendauer verlängern.
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Ich kenne Leute, die haben ihr Jura-Studium in der Regelstudienzeit geschafft. Die waren entweder Superhirne, hatten eine geheime Superkraft oder einfach nur unfassbares Glück. Aber die meisten von uns, die Normalsterblichen, brauchen eben ein bisschen mehr Zeit. Und das ist völlig okay!
Das Staatsexamen: Der Endgegner
Am Ende des Studiums wartet dann noch das Staatsexamen. Das ist so ein bisschen wie der Endgegner in einem Computerspiel. Du hast dich jahrelang vorbereitet, alle Tricks gelernt, und dann steht da dieser riesige Boss, der dir mit komplizierten Rechtsfragen das Leben schwer macht. Und dieser Endgegner muss gleich ZWEIMAL besiegt werden! Erst das erste Staatsexamen nach dem Studium, dann noch das zweite Staatsexamen nach dem Referendariat.

Das Referendariat, also die praktische Ausbildung nach dem ersten Examen, dauert in der Regel zwei Jahre. Hier sammelt man dann endlich mal echte Erfahrungen vor Gericht, in der Staatsanwaltschaft oder bei einem Anwalt. Das ist die Zeit, in der man merkt, ob man das Gelernte auch wirklich anwenden kann. Und ob man wirklich Anwalt werden will oder doch lieber Briefträger. (Kein Witz, ich kenne jemanden, der das tatsächlich gemacht hat.)
Also, wie lange dauert's denn jetzt?
Rechnen wir mal: Neun Semester Studium plus zwei Jahre Referendariat. Das macht insgesamt sechseinhalb Jahre. Aber wie gesagt, das ist nur eine grobe Schätzung. Die meisten Studierenden brauchen eher sieben, acht oder sogar noch mehr Jahre, bis sie das zweite Staatsexamen in der Tasche haben. Aber hey, Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut! Und ein guter Jurist schon gar nicht.

Wichtiger als die Zeit ist...
Ehrlich gesagt, ist die Zeit, die du für dein Jura-Studium brauchst, gar nicht so wichtig. Viel wichtiger ist, dass du währenddessen etwas lernst, dass du Spaß hast (ja, das gibt es auch im Jura-Studium!), und dass du dich zu einem guten Juristen entwickelst. Und wenn das ein bisschen länger dauert, dann ist das eben so. Hauptsache, du gibst nicht auf und bleibst am Ball. Denk dran: Auch der Marathonläufer, dem die Schuhe geklaut wurden, kommt irgendwann ins Ziel. Vielleicht nicht als Erster, aber er kommt an.
Also, Kopf hoch, Gesetzestexte raus und los geht's! Und vergiss nicht: Lachen ist erlaubt, auch wenn es gerade um Paragraph 242 StGB geht. Denn am Ende des Tages ist Jura eben auch nur ein Spiel... ein sehr, sehr langes und kompliziertes Spiel. Aber ein Spiel!
Und wenn du zwischendurch mal eine Pause brauchst, dann denk an
Oliver Wendell Holmes Jr.: „Das Leben eines Juristen besteht zur Hälfte aus Arbeit und zur Hälfte aus Warten.“Na, dann kann man die Wartezeit ja auch mit lustigen Anekdoten über Paragraph 242 füllen!
