Wie Lange Dauert Ein Gerichtstermin

Hand aufs Herz: Wer freut sich schon auf einen Gerichtstermin? Wahrscheinlich niemand. Es sei denn, man hat eine skurrile Leidenschaft für Paragraphen und das sanfte Rascheln von Akten. Aber selbst dann stellt sich die Frage: Wie lange dauert der Spaß eigentlich?
Die Antwort ist leider so präzise wie eine Wettervorhersage für den nächsten Sommer: Es kommt drauf an! So viel ist klar: Ein Gerichtstermin ist selten wie ein kurzer Abstecher zum Bäcker. Eher wie ein Marathon, bei dem man nicht weiß, wann die Ziellinie kommt.
Die berüchtigte Vorbereitung: Geduld ist eine Tugend (und ein Muss!)
Bevor der Gerichtstermin überhaupt startet, vergeht oft schon eine gefühlte Ewigkeit. Da sind die ganzen Schriftsätze, die man entweder selbst verfasst (Respekt!), von einem Anwalt verfassen lässt (verständlich!) oder die man einfach nur verzweifelt versucht zu verstehen (typisch!). Und dann die Wartezeit bis überhaupt ein Termin feststeht… da könnte man locker noch einen Roman schreiben oder eine neue Sprache lernen.
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Ich erinnere mich an einen Freund, der wegen einer Bagatelle vor Gericht musste. Er meinte, die Zeit zwischen Anklage und Verhandlung hat ihm so lange vorkommen, dass er zwischenzeitlich seinen Bart hat wachsen lassen, ein philosophisches Buch geschrieben und angefangen, Yoga zu praktizieren. Er war ein völlig neuer Mensch, als es endlich so weit war!
Der Gerichtstermin selbst: Zwischen Kaffeepause und Gähnattacke
Der eigentliche Gerichtstermin kann sich dann wie eine Wundertüte anfühlen. Manchmal ist alles ratzfatz vorbei. Der Richter hört sich kurz die Fakten an, fällt ein Urteil, und schwupps, ist man wieder draußen. Das ist wie ein Blitzbesuch beim Zahnarzt, bei dem man wider Erwarten keine Spritze bekommt.

Aber dann gibt es die anderen Fälle… die, die sich ziehen wie Kaugummi. Da werden Zeugen befragt, Gutachten diskutiert, Beweise vorgelegt. Und das alles dauert! Manchmal stundenlang. Da wünscht man sich, man hätte ein Kopfkissen und eine Thermoskanne Kaffee mitgebracht.
Die Länge eines Gerichtstermins hängt von vielen Faktoren ab:

- Die Art des Falls: Eine Verkehrssünde ist schneller abgehandelt als ein komplizierter Erbstreit.
- Die Anzahl der Zeugen: Je mehr Leute aussagen müssen, desto länger dauert es.
- Die Beweislage: Wenn es viele Beweismittel gibt, die geprüft werden müssen, zieht sich die Sache.
- Die Hartnäckigkeit der Parteien: Wenn sich alle einig sind, geht es schneller. Wenn aber jeder auf seinem Standpunkt beharrt, kann es dauern.
Was kann man tun, um die Wartezeit zu überleben?
Zunächst einmal: Tief durchatmen! Und dann: Bringen Sie etwas mit, um sich zu beschäftigen. Ein Buch, ein Kreuzworträtsel, eine Stricknadel. Hauptsache, irgendwas, das die Zeit vertreibt. Und vergessen Sie nicht: Trinken Sie genug Wasser und essen Sie etwas. Sonst bekommen Sie noch Kreislaufprobleme.
Und das Wichtigste: Seien Sie pünktlich! Denn wer zu spät kommt, der... muss noch länger warten. Und das will ja niemand!

Und zum Schluss noch ein kleiner Tipp: Stellen Sie sich darauf ein, dass es länger dauert als geplant. Denn so ist das Leben. Und so ist das Gericht.
Kurz gesagt: Die Dauer eines Gerichtstermins ist so unvorhersehbar wie das Wetter im April. Aber mit der richtigen Vorbereitung und einer gehörigen Portion Geduld übersteht man auch den längsten Gerichtstermin.
