Was Wird Bei Einer Physiotherapie Gemacht

Also, mal ehrlich, Physiotherapie… Wir alle waren schon mal da, oder? Und wenn nicht, seid froh! Oder auch nicht, je nachdem, wie man’s sieht. Ich hab da so meine ganz eigene Meinung zu. Eine, die vielleicht nicht jeder teilt. Aber hey, darum geht’s ja.
Man liegt da. Auf einer Liege. In einem Raum, der… sagen wir mal, funktional eingerichtet ist. Das Licht ist immer ein bisschen zu hell. Und die Geräusche… quietschende Bälle, knarzende Geräte, und dieses beruhigende (oder auch nicht so beruhigende) Geplapper der Therapeuten. Manchmal wünschte ich, sie würden einfach mal die Klappe halten und mich leiden lassen. In Ruhe.
Dann kommt der Moment, in dem man sich fragt: "Was genau mache ich hier eigentlich?". Man hebt das Bein. Senkt es wieder. Hebt es wieder. Senkt es wieder. Und denkt sich: "Ist das schon alles? Könnte ich das nicht auch zu Hause auf der Couch machen, während ich Netflix gucke?" (Antwort: Wahrscheinlich nicht. Aber die Illusion ist schön, solange sie anhält.)
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Die Magischen Hände
Dann kommen die Hände. Die berüchtigten Hände der Physiotherapeuten. Sie kneten. Sie drücken. Sie ziehen. Und manchmal, ja manchmal, tun sie weh. So richtig weh. Man verkneift sich einen Schrei. Versucht tapfer zu sein. Atmet tief durch. Und fragt sich insgeheim: "Warum tue ich mir das an?"
Ich hab mal einen Therapeuten gehabt, der dachte, er wäre ein Knetmaschine. Der hat mich so bearbeitet, dass ich mich danach gefühlt habe, als hätte mich ein LKW überfahren. Aber hey, danach war’s besser. Glaube ich zumindest. Vielleicht war es auch nur der Placebo-Effekt. Wer weiß das schon?

Und dann diese Übungen! Man bekommt einen Zettel mit nach Hause, vollgekritzelt mit Anweisungen. "Machen Sie diese Übung dreimal täglich, zehn Wiederholungen." Ja, klar. Als ob ich nichts Besseres zu tun hätte! Ich vergesse das jedes Mal. Versprochen ist versprochen… und wird gebrochen.
Aber okay, ich will ja nicht nur meckern. Es gibt ja auch diese Momente, in denen man denkt: "Ah, das tut gut!". Wenn die Muskeln sich endlich entspannen. Wenn der Schmerz nachlässt. Wenn man merkt, dass es tatsächlich etwas bringt.

Der Unbeliebte Rat
Und dann kommt der Rat. Der unbeliebte Rat. "Sie müssen mehr Sport machen." "Sie müssen sich gesünder ernähren." "Sie müssen weniger Stress haben." Ja, danke! Das wusste ich auch schon. Aber es ist trotzdem nett, es nochmal von jemand anderem zu hören. Mit erhobenem Zeigefinger. Und einem Blick, der sagt: "Du bist selbst schuld an deinem Elend."
Ich erinnere mich an Frau Müller, eine sehr nette, aber auch sehr direkte Physiotherapeutin. Sie sagte einmal zu mir: "Wissen Sie, Herr Schmidt, Ihr Körper ist wie ein Auto. Wenn Sie ihn nicht pflegen, geht er irgendwann kaputt." Autsch. Das hat gesessen. Aber sie hatte Recht. Irgendwie.

Manchmal sitze ich da und denke: "Vielleicht sollte ich einfach akzeptieren, dass ich alt werde." Dass die Knochen knacken. Dass die Muskeln zwicken. Dass der Körper nicht mehr so mitmacht wie früher. Aber dann kommt wieder dieser kleine Funke Hoffnung auf, dass die Physiotherapie doch noch etwas bewirken kann. Dass ich doch noch mal schmerzfrei durchs Leben tanzen kann.
Aber eigentlich… eigentlich will ich nur massiert werden. Am besten mit warmen Steinen. Und danach ein Nickerchen machen. Das wäre doch mal eine Therapie nach meinem Geschmack.

Das Unausgesprochene
Vielleicht ist das mein unpopuläre Meinung: Physiotherapie ist eine Mischung aus notwendigem Übel und leichter Folter. Aber am Ende des Tages hilft sie. Meistens zumindest. Und wenn nicht, dann hat man wenigstens eine gute Geschichte zu erzählen.
Also, auf zur nächsten Sitzung! Und denkt daran: Lächeln nicht vergessen. Auch wenn es schwerfällt. Denn wer weiß, vielleicht findet man ja sogar Gefallen daran, sich quälen zu lassen.
P.S.: Wenn ihr das nächste Mal bei der Physiotherapie seid, denkt an mich. Und an meine leicht ironische Sicht der Dinge. Vielleicht macht es das Ganze etwas erträglicher. Oder auch nicht. Aber einen Versuch ist es wert.
