Was Vom Tage übrig Blieb Film

Hey du! Mal wieder auf der Suche nach 'nem Filmabend-Kandidaten? Na, dann hab ich vielleicht was für dich: Was vom Tage übrig blieb, im Original The Remains of the Day. Klingt erstmal schnarchig, ich weiß. Aber lass dich nicht täuschen!
Stell dir vor: Anthony Hopkins spielt Mr. Stevens, einen englischen Butler par excellence. Der Inbegriff von steifer Oberlippe und unerschütterlicher Pflichterfüllung. Und dann kommt Emma Thompson ins Spiel, als die charmante Haushälterin Miss Kenton. Zack! Da knistert's. Oder... zumindest könnte es knistern.
Eine verpasste Chance, oder zwei?
Der Film spielt in den 30er Jahren auf einem prächtigen Landsitz in England. Intrigen, Politik (die man aber Gott sei Dank nicht komplett verstehen muss, Puh!), und natürlich: ganz, ganz viel unterdrückte Gefühle. Mr. Stevens ist nämlich so entschlossen, seine Pflicht zu tun (und den Gästen gefällig zu sein – selbst wenn sie sich mit fragwürdigen Leuten einlassen), dass er kaum Zeit hat, über so banale Dinge wie... Liebe nachzudenken. Blöd gelaufen, würde ich sagen.
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Miss Kenton versucht, ihn aus seiner Komfortzone zu locken. Sie neckt ihn, sie fordert ihn heraus, sie wirft ihm fast schon ihre Gefühle vor die Füße. Aber Mr. Stevens? Der bleibt hartnäckig in seiner Butler-Rolle verhaftet. Ein Paradebeispiel für emotionale Verstopfung, sag ich dir!
Warum der Film trotzdem Spaß macht
Okay, Spaß ist vielleicht das falsche Wort. Aber der Film ist unheimlich fesselnd. Du fieberst die ganze Zeit mit, hoffst, dass die beiden endlich mal zusammenfinden. Und gleichzeitig willst du Mr. Stevens am liebsten schütteln und ihm zurufen: "Mensch, Butler! Wach auf! Sie mag dich doch!".

Hopkins und Thompson sind einfach grandios. Sie spielen ihre Rollen so überzeugend, dass du ihnen jede Sekunde abnimmst. Und auch die Nebendarsteller sind top besetzt. Besonders erwähnenswert ist Hugh Grant als junger Lord Darlington, der mit seinen politischen Ansichten so manches Kopfschütteln verursacht.
Der Film ist auch visuell ein Genuss. Die englische Landschaft, das prunkvolle Herrenhaus, die Kostüme – alles ist wunderschön anzusehen. Man könnte fast neidisch werden auf dieses Butler-Dasein... fast!

Mehr als nur ein Liebesfilm
Was vom Tage übrig blieb ist aber mehr als nur eine verpasste Liebesgeschichte. Es geht auch um Pflicht, Verantwortung, und die Frage, wie man sein Leben lebt. Hat Mr. Stevens die richtigen Entscheidungen getroffen? Hat er seine Chance auf Glück verpasst, weil er zu sehr darauf bedacht war, seine Pflicht zu erfüllen?
Das sind Fragen, die den Film auch nach dem Abspann noch begleiten. Und das ist es, was ihn so besonders macht. Er regt zum Nachdenken an, ohne dabei belehrend zu wirken. Er ist melancholisch, aber auch hoffnungsvoll.
Fazit: Anschauen lohnt sich!
Also, wenn du mal wieder Lust auf einen Film hast, der dich berührt, zum Nachdenken anregt und gleichzeitig von großartigen Schauspielern getragen wird, dann ist Was vom Tage übrig blieb genau das Richtige für dich. Aber Achtung: Taschentücher bereithalten! Es könnte emotional werden. Aber keine Sorge, am Ende bleibt ein schönes, warmes Gefühl zurück. Und vielleicht die Erkenntnis, dass man im Leben manchmal einfach mal mutig sein und seine Gefühle zeigen sollte. Wer weiß, vielleicht findet man ja so sein ganz persönliches Happy End. Und wenn nicht, dann hat man zumindest einen guten Film gesehen! Viel Spaß dabei!
