Was Verdient Ein Bürgermeister 5000 Einwohner

Ich war letztens auf einem Dorffest, so richtig mit Blasmusik und allem drum und dran. Kam ich mit dem Metzger ins Gespräch, ein richtiges Original. Er meinte, "Weißt du, was der Bürgermeister hier verdient? Mehr als ich!" Und dann folgte ein langer Monolog über Ungerechtigkeiten und "die da oben". Das hat mich natürlich neugierig gemacht. Was verdient so ein Bürgermeister eigentlich wirklich in einer Gemeinde mit, sagen wir mal, 5000 Einwohnern?
Also, lasst uns das mal genauer unter die Lupe nehmen. Das Gehalt eines Bürgermeisters ist nämlich gar nicht so einfach zu beantworten. Da spielen einige Faktoren eine Rolle.
Die Besoldungsgruppe – Das A und O
Der wichtigste Faktor ist die sogenannte Besoldungsgruppe. Die ist im Prinzip eine Art Gehaltsklasse, die sich nach der Einwohnerzahl der Gemeinde richtet. Je mehr Einwohner, desto höher die Besoldungsgruppe. Klingt logisch, oder? (Kleiner Tipp: Sucht mal nach "Besoldungstabelle Bürgermeister" für euer Bundesland. Da findet ihr die genauen Zahlen!)
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Für eine Gemeinde mit rund 5000 Einwohnern liegt der Bürgermeister meistens in den Besoldungsgruppen A12 bis A14. Was das in Euro bedeutet? Das schwankt, aber wir können mal von ungefähr 5.000 bis 7.500 Euro brutto im Monat ausgehen. Nicht schlecht, Herr Specht!
Weitere Faktoren, die das Gehalt beeinflussen
Aber Achtung, das ist nur die halbe Wahrheit. Denn es gibt noch andere Faktoren, die das Gehalt des Bürgermeisters beeinflussen können:

- Bundesland: Jedes Bundesland hat seine eigenen Besoldungstabellen. In Bayern wird tendenziell etwas besser bezahlt als in Brandenburg, um es mal vereinfacht auszudrücken.
- Amtszulage: Manche Bürgermeister bekommen noch eine zusätzliche Amtszulage, beispielsweise weil ihre Gemeinde besonders wichtig ist oder weil sie besonders viele Aufgaben haben.
- Dienstwagen: Ein Dienstwagen ist auch so eine Sache. Er ist zwar kein direktes Gehalt, aber natürlich ein geldwerter Vorteil. Und wer würde nicht gerne einen schicken Wagen fahren, den er nicht selbst bezahlen muss? (Okay, vielleicht doch nicht jeder… aber die meisten, oder?)
- Erfahrung: Wie lange der Bürgermeister schon im Amt ist, spielt auch eine Rolle. Mit zunehmender Erfahrung steigt das Gehalt in der Regel an.
Was bleibt nach Steuern und Sozialabgaben übrig?
Kommen wir zum unangenehmen Teil: Steuern und Sozialabgaben. Von den 5.000 bis 7.500 Euro brutto bleiben netto natürlich weniger übrig. Je nach Steuerklasse und individuellen Umständen können das dann etwa 3.000 bis 4.500 Euro netto sein. Immer noch ein ordentliches Sümmchen, aber eben nicht mehr ganz so viel, wie man vielleicht denkt.
Und vergessen wir nicht: Bürgermeister sein ist kein Zuckerschlecken. Da ist man ständig im Einsatz, muss sich mit allen möglichen Problemen herumschlagen und steht immer im Rampenlicht. Da muss man schon ein dickes Fell haben und Spaß an der Sache.

Ist das Gehalt gerechtfertigt?
Die Frage ist natürlich, ob das Gehalt eines Bürgermeisters gerechtfertigt ist. Das ist Ansichtssache. Manch einer wird sagen, dass es zu viel ist, andere werden sagen, dass es angemessen ist für die Verantwortung, die der Bürgermeister trägt.
Fakt ist: Ein guter Bürgermeister kann viel für seine Gemeinde bewirken. Er kann die Lebensqualität verbessern, die Wirtschaft ankurbeln und die Gemeinde zukunftsfähig machen. Und das ist doch eigentlich unbezahlbar, oder?
Also, wenn ihr das nächste Mal auf einem Dorffest seid und euch mit dem Metzger über das Bürgermeistergehalt unterhaltet, könnt ihr jetzt mitreden! Und wer weiß, vielleicht werdet ihr ja selbst mal Bürgermeister… dann wisst ihr zumindest, was euch finanziell erwartet. (Viel Erfolg!)
