Was Tun Bei Asthma Anfall

Ein Asthmaanfall kann eine beängstigende Erfahrung sein, sowohl für die betroffene Person als auch für die umstehenden Angehörigen. Der plötzliche Kampf um Luft, die Enge in der Brust – es ist verständlich, dass Panik aufkommt. Aber es ist wichtig, Ruhe zu bewahren und die richtigen Schritte zu unternehmen, um die Situation zu meistern. In diesem Artikel möchten wir Ihnen helfen, sich in einem solchen Notfall besser zu orientieren und Ihnen zeigen, wie Sie am besten reagieren können.
Was passiert bei einem Asthmaanfall?
Bevor wir uns den Sofortmaßnahmen widmen, ist es hilfreich zu verstehen, was genau während eines Asthmaanfalls passiert. Die Atemwege verengen sich, oft aufgrund einer Entzündung, einer Verkrampfung der Bronchialmuskulatur und einer vermehrten Schleimproduktion. Dadurch wird der Luftstrom in die und aus der Lunge behindert, was zu Atemnot, Husten und pfeifenden Atemgeräuschen führt.
Sofortmaßnahmen bei einem Asthmaanfall
Die folgenden Schritte sind entscheidend, um einem Betroffenen während eines Asthmaanfalls zu helfen:
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- Ruhe bewahren: Panik verschlimmert die Situation. Versuchen Sie, ruhig zu bleiben und auch die betroffene Person zu beruhigen. Sprechen Sie langsam und ermutigend.
- Aufrechte Position: Helfen Sie der Person, sich aufrecht hinzusetzen oder leicht nach vorne zu beugen. Dies erleichtert das Atmen.
- Notfallmedikation: Das wichtigste ist die sofortige Anwendung des Notfall-Inhalators (meist ein Beta-2-Sympathomimetikum wie Salbutamol). Stellen Sie sicher, dass die Person den Inhalator korrekt anwendet.
Die Deutsche Atemwegsliga empfiehlt, bei Bedarf 2-4 Hübe des Inhalators zu verabreichen.
- Spacer verwenden: Wenn vorhanden, nutzen Sie einen Spacer (ein Vorschaltgerät für den Inhalator). Er erleichtert die Inhalation des Medikaments, besonders für Kinder und ältere Menschen.
- Atemtechnik: Ermutigen Sie die Person, die Lippenbremse anzuwenden. Dabei atmet man durch die Nase ein und langsam durch leicht geöffnete Lippen aus. Dies hilft, die Atemwege offen zu halten.
- Auslöser entfernen: Versuchen Sie, mögliche Auslöser des Asthmaanfalls zu identifizieren und zu beseitigen (z.B. Rauch, Staub, Pollen).
Wann muss der Notruf gewählt werden?
Es gibt Situationen, in denen ein Asthmaanfall lebensbedrohlich sein kann und sofortige medizinische Hilfe erforderlich ist. Wählen Sie umgehend den Notruf (112), wenn:

- Die Symptome sich trotz Anwendung des Notfall-Inhalators nicht bessern oder sogar verschlimmern.
- Die Person Schwierigkeiten hat zu sprechen oder zu gehen.
- Die Lippen oder das Gesicht blau anlaufen (Zyanose).
- Die Person bewusstlos wird.
- Es sich um den ersten Asthmaanfall handelt und keine Diagnose vorliegt.
Was tun, wenn kein Notfall-Inhalator vorhanden ist?
Auch wenn kein Inhalator zur Hand ist, können Sie versuchen, die Symptome zu lindern:
- Ruhe bewahren: Wie bereits erwähnt, ist Ruhe das A und O.
- Aufrechte Position: Helfen Sie der Person, sich aufrecht hinzusetzen.
- Frische Luft: Sorgen Sie für eine gute Belüftung des Raumes.
- Warme Getränke: Warme, ungesüßte Getränke können helfen, die Atemwege zu entspannen.
- Arzt rufen: Wenn sich die Symptome nicht bessern, rufen Sie umgehend einen Arzt oder den Notruf.
Langfristige Asthma-Kontrolle
Ein Asthmaanfall ist ein Warnsignal, dass die Asthma-Kontrolle möglicherweise nicht optimal ist. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über:

- Anpassung der Medikation: Möglicherweise muss die Dauermedikation angepasst werden.
- Auslöser identifizieren: Versuchen Sie, Ihre individuellen Auslöser zu identifizieren und zu meiden.
- Asthma-Schulung: Eine Asthma-Schulung kann Ihnen helfen, Ihre Erkrankung besser zu verstehen und zu managen.
- Regelmäßige Kontrolluntersuchungen: Gehen Sie regelmäßig zu Ihrem Arzt, um Ihre Lungenfunktion überprüfen zu lassen und Ihre Therapie anzupassen.
Wichtig: Die Informationen in diesem Artikel dienen nur zu Informationszwecken und ersetzen keine professionelle medizinische Beratung. Konsultieren Sie immer einen Arzt oder Apotheker, wenn Sie Fragen zu Asthma oder dessen Behandlung haben.
Wir hoffen, dass Ihnen dieser Artikel geholfen hat, sich besser auf den Fall eines Asthmaanfalls vorzubereiten. Haben Sie noch Fragen oder Anregungen zu diesem Thema? Schreiben Sie es in die Kommentare!
