free web page hit counter

Was Sollte Man Bei Divertikulitis Nicht Essen


Was Sollte Man Bei Divertikulitis Nicht Essen

Divertikulitis ist eine schmerzhafte Erkrankung, die auftritt, wenn sich kleine Ausstülpungen im Dickdarm, sogenannte Divertikel, entzünden oder infizieren. Die Ernährung spielt eine entscheidende Rolle bei der Behandlung und Vorbeugung von Divertikulitis-Schüben. Während einer akuten Entzündung ist es besonders wichtig, bestimmte Nahrungsmittel zu vermeiden, um den Darm zu entlasten und die Heilung zu fördern.

Was ist Divertikulitis genau?

Bevor wir auf die spezifischen Lebensmittel eingehen, die man bei Divertikulitis vermeiden sollte, ist es wichtig, die Erkrankung selbst zu verstehen. Divertikel sind kleine, sackartige Ausstülpungen, die sich in der Wand des Dickdarms bilden können. Diese Ausstülpungen sind an sich harmlos und viele Menschen leben jahrelang mit Divertikeln, ohne es zu wissen – dieser Zustand wird als Divertikulose bezeichnet.

Wenn sich jedoch Kot oder Bakterien in diesen Divertikeln ansammeln und eine Entzündung verursachen, spricht man von Divertikulitis. Diese Entzündung kann zu Symptomen wie Bauchschmerzen (meist im linken Unterbauch), Fieber, Übelkeit, Erbrechen und Veränderungen der Stuhlgewohnheiten führen.

Was man bei einem akuten Schub vermeiden sollte

Während eines akuten Divertikulitis-Schubs ist es das oberste Ziel, den Darm so wenig wie möglich zu belasten und ihm Zeit zur Heilung zu geben. Das bedeutet in der Regel eine Umstellung auf eine flüssige oder leicht verdauliche Diät.

Folgende Lebensmittel sollten vermieden werden:

Was darf man bei Divertikulitis nicht essen
Was darf man bei Divertikulitis nicht essen
  • Ballaststoffreiche Lebensmittel: Obwohl Ballaststoffe für die langfristige Darmgesundheit wichtig sind, können sie während eines akuten Schubs die Entzündung verschlimmern. Dazu gehören:
    • Vollkornprodukte (Vollkornbrot, Vollkornreis, Haferflocken)
    • Nüsse und Samen
    • Obst und Gemüse mit Schale oder Kernen
    • Hülsenfrüchte (Bohnen, Linsen, Erbsen)
  • Fettreiche Lebensmittel: Fettreiche Lebensmittel können schwer verdaulich sein und zu Blähungen und Unwohlsein führen. Vermeiden Sie:
    • Frittierte Speisen
    • Fettiges Fleisch (z.B. Speck, Wurst)
    • Sahne und fettreiche Milchprodukte
  • Scharfe Speisen: Scharfe Gewürze und Speisen können den Darm reizen und die Entzündung verstärken.
  • Alkohol und Koffein: Diese Substanzen können den Darm ebenfalls reizen und die Symptome verschlimmern.
  • Bestimmte Obst- und Gemüsesorten: Obwohl Obst und Gemüse generell gesund sind, sollten während eines akuten Schubs bestimmte Sorten vermieden werden, da sie schwer verdaulich sein können oder viele Kerne enthalten. Dazu gehören:
    • Popcorn (wegen der harten Schalen)
    • Erdbeeren und Himbeeren (wegen der kleinen Kerne)
    • Tomaten (wegen der Kerne und der Säure)
    • Mais

Was man stattdessen essen kann:

Während eines akuten Schubs ist eine flüssige oder leicht verdauliche Diät empfehlenswert. Dazu gehören:

Was darf man bei Divertikulitis nicht essen
Was darf man bei Divertikulitis nicht essen
  • Klare Brühe (z.B. Hühnerbrühe oder Gemüsebrühe)
  • Gefilterter Saft (ohne Fruchtfleisch)
  • Tee
  • Gekochtes, weißes Reis
  • Weiches, gekochtes Gemüse ohne Schale (z.B. Kartoffeln, Karotten)
  • Gekochtes, mageres Fleisch (z.B. Hühnchen oder Fisch)

Langfristige Ernährung bei Divertikulose und zur Vorbeugung von Schüben

Nachdem der akute Schub abgeklungen ist, ist es wichtig, die Ernährung langfristig anzupassen, um weitere Schübe zu verhindern. Die wichtigste Empfehlung ist eine ballaststoffreiche Ernährung. Ballaststoffe helfen, den Stuhl weich zu halten und die Darmbewegung zu fördern, wodurch das Risiko verringert wird, dass sich Kot in den Divertikeln ansammelt.

Empfehlungen für die langfristige Ernährung:

  • Erhöhen Sie die Ballaststoffzufuhr: Fügen Sie Ihrer Ernährung langsam mehr Ballaststoffe hinzu, um Blähungen und Unwohlsein zu vermeiden. Gute Ballaststoffquellen sind:
    • Vollkornprodukte (Vollkornbrot, Vollkornreis, Haferflocken)
    • Obst und Gemüse
    • Hülsenfrüchte (Bohnen, Linsen, Erbsen)
    • Nüsse und Samen (in Maßen)
  • Trinken Sie ausreichend Flüssigkeit: Ballaststoffe benötigen Flüssigkeit, um richtig zu funktionieren. Trinken Sie mindestens 2 Liter Wasser pro Tag.
  • Vermeiden Sie stark verarbeitete Lebensmittel: Diese Lebensmittel sind oft arm an Ballaststoffen und können die Darmgesundheit beeinträchtigen.
  • Essen Sie regelmäßig: Regelmäßige Mahlzeiten können helfen, die Darmbewegung zu regulieren.
  • Beachten Sie individuelle Auslöser: Manche Menschen stellen fest, dass bestimmte Lebensmittel ihre Symptome verschlimmern. Beobachten Sie Ihre Reaktion auf verschiedene Lebensmittel und vermeiden Sie gegebenenfalls solche Auslöser.

Wichtiger Hinweis

Die hier genannten Empfehlungen dienen lediglich der Information und ersetzen keine ärztliche Beratung. Konsultieren Sie immer Ihren Arzt oder einen Ernährungsberater, um eine individuelle Ernährungsplanung zu erstellen, die auf Ihre spezifischen Bedürfnisse zugeschnitten ist. Bei anhaltenden oder starken Beschwerden sollten Sie umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Divertikulitis und Ernährung: Was darf man essen? Richtig essen bei Divertikulitis - Die optimale Ernährung für ein Was essen bei akuter Divertikulitis Was essen bei akuter Divertikulitis

You might also like →