Was Macht Man Beim Rehasport

Okay, mal ehrlich, wer denkt beim Wort Rehasport schon an Party? Wahrscheinlich niemand. Eher an Krankengymnastik, Schweiß und Stöhnen. Aber lasst mich euch eines sagen: Rehasport ist oft viel lustiger (und weniger schmerzhaft) als man denkt!
Ich erinnere mich noch gut an meinen ersten Rehasport-Kurs. Ich hatte mir beim Versuch, einen besonders eleganten (oder eben auch nicht so eleganten) Hüftschwung auf einer Hochzeit hinzulegen, irgendwie den Rücken verrenkt. Autsch! Mein Arzt verschrieb mir Rehasport. Ich dachte: "Super. Das wird der absolute Knaller. Nicht."
Stellt euch vor: Ein Raum voller Menschen jeden Alters, alle mit mehr oder weniger kleinen Wehwehchen. Einige schleichen, andere humpeln, und wieder andere scheinen einfach nur froh zu sein, überhaupt aus dem Haus gekommen zu sein. Und mittendrin eine junge, dynamische Physiotherapeutin, die uns mit einem strahlenden Lächeln begrüßt und uns verspricht, dass wir uns nach dieser Stunde wie neugeboren fühlen werden. Ob sie das selbst glaubt?
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Die ersten Übungen waren, nun ja, sagen wir mal "interessant". Armkreisen, Beinheben, Kopfrollen. Man könnte meinen, wir bereiten uns auf einen Auftritt beim Synchronschwimmen vor (nur ohne Wasser und mit deutlich weniger Anmut). Aber dann passierte es. Irgendjemand fing an zu kichern. Und dann noch jemand. Und plötzlich lachten wir alle. Über uns selbst, über die komischen Bewegungen, über die Geräusche, die unsere Körper von sich gaben. Es war herrlich!
Das Unerwartete
Was viele nicht wissen: Rehasport ist nicht nur gut für den Körper, sondern auch für die Seele. Man trifft auf Gleichgesinnte, tauscht sich aus, leidet (und lacht) gemeinsam. Da entstehen Freundschaften, kleine Flirts und jede Menge lustige Anekdoten. Ich habe im Rehasport eine Frau kennengelernt, die mir erzählte, sie habe dort ihren Mann kennengelernt. Er hatte sich beim Versuch, ihr einen Stuhl anzubieten, den Rücken verrenkt. Romantik pur, oder?

"Ich dachte, ich gehe zum Rehasport, um meinen Rücken zu kurieren. Stattdessen habe ich meinen Mann und eine neue Leidenschaft für Wassergymnastik gefunden!" - Zitat einer begeisterten Rehasportlerin
Und dann sind da natürlich die Übungen selbst. Klar, es gibt auch anstrengende Momente. Aber es gibt auch Übungen, die einfach nur Spaß machen. Zum Beispiel, wenn man mit einem Gymnastikball herumhüpfen darf oder wenn man versucht, mit den Füßen eine Murmel aufzuheben. Das sieht nicht nur urkomisch aus, sondern ist auch noch gut für die Koordination.
Ich erinnere mich an eine Übung, bei der wir alle im Kreis standen und uns gegenseitig einen Luftballon zuwerfen mussten. Wer ihn fallen ließ, musste eine Runde Liegestütze machen. Ihr könnt euch vorstellen, wie das aussah! Ein wildes Durcheinander von Armen und Beinen, hysterischem Gelächter und dem ständigen Bangen, der Nächste zu sein, der auf dem Boden landet.

Mehr als nur Bewegung
Rehasport ist mehr als nur Bewegung. Es ist eine Gemeinschaft, ein Ort, an dem man sich verstanden fühlt und an dem man wieder lernt, seinen Körper zu lieben – trotz aller Zipperlein. Es ist eine Erinnerung daran, dass man nicht allein ist und dass es immer einen Weg gibt, sich besser zu fühlen – körperlich und seelisch.
Also, wenn euch euer Arzt mal Rehasport verschreibt, seht es nicht als Strafe, sondern als Chance. Eine Chance, neue Leute kennenzulernen, über euch selbst zu lachen und eurem Körper etwas Gutes zu tun. Und wer weiß, vielleicht findet ihr ja auch eure neue Leidenschaft oder sogar die große Liebe. Im Rehasport ist alles möglich!

Und falls ihr euch jetzt fragt, ob mein Rücken wieder in Ordnung ist: Ja, ist er. Dank Rehasport. Und seitdem tanze ich auf Hochzeiten mit noch mehr Elan (und hoffentlich weniger Rückenschmerzen). Aber das ist eine andere Geschichte...
Ach ja, und falls ihr mal einen Kursleiter Herrn Schmidt trefft, fragt ihn mal nach seiner Geschichte mit dem Theraband. Es ist zum Schreien komisch!
