Was Ist Der Unterschied Zwischen Hämophilie A Und B

Okay, Hand aufs Herz: Wer von euch kann mir auf Anhieb den Unterschied zwischen Hämophilie A und Hämophilie B erklären? Niemand? Keine Sorge, damit seid ihr in bester Gesellschaft! Selbst Ärzte (außer vielleicht die Spezialisten) müssen da manchmal kurz nachdenken. Klingt kompliziert? Ist es aber eigentlich gar nicht, wenn man’s mal runterbricht auf eine verständliche Geschichte.
Stellt euch vor, euer Blut ist wie eine kleine Pizzabäckerei. Diese Bäckerei hat die Aufgabe, jede kleine Verletzung (sagen wir, einen Schnitt beim Gemüseschnippeln) schnell wieder zu flicken. Dafür braucht sie verschiedene Zutaten, also Faktoren, die dafür sorgen, dass das Blut gerinnt und die Wunde versiegelt wird. Bei der Hämophilie (auch Bluterkrankheit genannt) fehlt eine dieser Zutaten, oder sie ist nicht richtig aktiv. Blöd gelaufen, die Pizza wird nicht fertig gebacken!
Jetzt kommt der Clou: Bei Hämophilie A fehlt Faktor VIII (Faktor Acht). Das ist sozusagen der Mozzarella-Käse der Blutgerinnung. Ohne Mozzarella wird die Pizza zwar auch irgendwie, aber eben nicht so richtig lecker und vor allem: Sie blutet aus, wenn man sie anschneidet! Klingt dramatisch, oder? Ist es auch, wenn man unbehandelt bleibt. Zum Glück gibt’s heutzutage gute Medikamente, die den fehlenden Faktor ersetzen.
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Hämophilie B: Der Parmesan-Ersatz
Und was ist dann Hämophilie B? Tja, da fehlt nicht der Mozzarella, sondern der Parmesan! Also Faktor IX (Faktor Neun). Ohne Parmesan fehlt der Pizza vielleicht ein bisschen Würze, aber sie wird trotzdem fertig. Ähnlich ist es bei der Hämophilie B. Die Symptome können ähnlich sein wie bei A, aber manchmal sind sie auch milder. Das hängt davon ab, wie viel von dem fehlenden Faktor noch da ist.
Merkt ihr was? Es geht immer um fehlende Zutaten, aber eben um verschiedene. Ein bisschen wie bei einem Kochrezept. Fehlt das Salz, schmeckt das Essen fad. Fehlt der Pfeffer, fehlt die Schärfe. Beides blöd, aber eben nicht das Gleiche!

Manchmal liest man auch den Begriff Christmas-Krankheit für Hämophilie B. Klingt festlich, oder? Aber der Name kommt nicht von Weihnachten, sondern von einem Patienten namens Stephen Christmas, bei dem diese Form der Hämophilie entdeckt wurde. Armer Kerl, trägt jetzt für immer den Namen einer Krankheit – aber wenigstens hat er damit zur Forschung beigetragen.
Wie wahrscheinlich ist das Ganze?
Hämophilie ist relativ selten. Hämophilie A ist häufiger als Hämophilie B. Betroffen sind fast ausschließlich Männer, weil die Krankheit über das X-Chromosom vererbt wird. Frauen können aber Trägerinnen sein und das Gen an ihre Söhne weitergeben. Das führt manchmal zu lustigen (oder eher weniger lustigen) Familiengeschichten, wenn plötzlich ein entfernter Cousin aufkreuzt und sagt: "Hey, ich hab’ auch Hämophilie!"

Stellt euch vor, ihr seid auf einem Familientreffen und plötzlich outen sich mehrere Verwandte als "Pizza-Bäcker mit Zutaten-Mangel". Da wird der Kuchen-Klatsch zur medizinischen Konferenz!
Wichtig ist: Hämophilie ist keine ansteckende Krankheit. Man kann sie nicht "einfangen". Es ist ein Gendefekt, mit dem man geboren wird. Und dank moderner Medizin können Menschen mit Hämophilie A und Hämophilie B heutzutage ein fast normales Leben führen. Sie müssen halt nur aufpassen, dass sie sich nicht zu doll verletzen und ihre Medikamente regelmäßig nehmen. Dann steht der Pizza (oder dem Leben) nichts mehr im Wege!
"Die Medizin macht Fortschritte, aber manchmal ist eine gute Pizza einfach die beste Therapie." – Unbekannter Hämophilie-Patient
Also, das nächste Mal, wenn ihr eine Pizza esst, denkt dran: Mozzarella und Parmesan sind nicht das Gleiche, aber beide wichtig. Und genauso ist es mit den Faktoren VIII und IX bei der Blutgerinnung. Und falls ihr mal jemandem begegnet, der von Hämophilie betroffen ist, wisst ihr jetzt, dass es da Unterschiede gibt – und dass man darüber auch mal schmunzeln kann.
