Warum Ist Ein Regenbogen Ein Bogen

Stell dir vor, du stehst nach einem heftigen Sommerregen im Garten. Die Sonne blinzelt durch die Wolken und plötzlich... BÄM! Ein Regenbogen spannt sich über den Himmel. Meine kleine Nichte, vielleicht so fünf Jahre alt, zeigt mit offenem Mund darauf und fragt: "Warum ist der Bogen, Tante?" Tja, gute Frage, kleine Maus, gute Frage! Und die bringt uns genau zum Punkt: Warum ist ein Regenbogen eigentlich immer ein Bogen und nie... sagen wir mal, ein Quadrat? Oder ein Dreieck? (Ein Regenbogen-Dreieck. Das wär' mal was, oder?)
Die Antwort ist eigentlich eine ziemlich coole Mischung aus Physik und Geometrie. Keine Sorge, wir werden es nicht zu kompliziert machen. Versprochen! Aber ein bisschen Lichtbrechung und Reflexion müssen wir schon ins Spiel bringen.
Das Geheimnis der Tropfen
Die Hauptdarsteller in unserer Regenbogen-Geschichte sind natürlich die Regentropfen. Stell sie dir als kleine, winzige Prismen vor. Wenn das Sonnenlicht in so einen Tropfen eintritt, passiert etwas ziemlich Spektakuläres: Es wird gebrochen. Das bedeutet, es ändert seine Richtung. Und das nicht nur ein bisschen, sondern ziemlich heftig. (Denk an den Effekt, wenn du einen Strohhalm in ein Glas Wasser steckst. Der sieht dann auch so komisch gebogen aus, oder? Ähnliches Prinzip!)
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Aber das ist noch nicht alles! Das weiße Sonnenlicht ist ja eigentlich gar nicht weiß. Es besteht aus allen Farben des Regenbogens! Und jede dieser Farben wird ein bisschen anders gebrochen. Dadurch werden die Farben quasi aufgefächert. So wie bei einem Prisma im Physikunterricht. Erinnerst du dich? Seufz. Schulzeit...
Nach der Brechung im Tropfen wird das Licht auch noch an der Innenseite des Tropfens reflektiert – wie in einem winzigen Spiegel. Und dann tritt es wieder aus dem Tropfen aus. Und peng! Da ist es: das farbenfrohe Licht, das wir als Regenbogen sehen.

Der Winkel macht's!
Jetzt kommt der Clou! Das Licht tritt in einem ganz bestimmten Winkel aus dem Regentropfen aus – nämlich ungefähr 42 Grad gegenüber dem einfallenden Sonnenlicht. Dieser Winkel ist entscheidend. Und hier kommt die Geometrie ins Spiel. (Keine Angst, du brauchst jetzt keinen Zirkel und kein Lineal!)
Weil das Licht immer in diesem 42-Grad-Winkel austritt, formen alle Tropfen, von denen du das Licht siehst, einen Kreisbogen um den Punkt am Himmel, der der Sonne genau gegenüberliegt. Dein Kopf ist quasi der Mittelpunkt dieses Kreises. Deshalb siehst du den Regenbogen als Bogen. (Okay, zugegeben, eigentlich ist es ein ganzer Kreis, aber der Boden verdeckt meistens die untere Hälfte. Außer vielleicht, du stehst auf einem Berg oder in einem Flugzeug!) Stell dir einfach vor, du malst mit einem unsichtbaren Laserstrahl einen Kreis um den Punkt gegenüber der Sonne. Die Tropfen, die auf dieser Kreislinie liegen, erzeugen den Regenbogen.

Kurz gesagt: Der 42-Grad-Winkel, in dem das Licht aus den Tropfen austritt, erzwingt die Bogenform. Wäre der Winkel anders, würde der Regenbogen auch anders aussehen. Aber die Natur hat sich nun mal für den Bogen entschieden. (Gott sei Dank, oder? Ein quadratischer Regenbogen wäre irgendwie... komisch.)
Warum sehen wir nicht immer einen Regenbogen?
Gute Frage! Damit ein Regenbogen entstehen kann, müssen ein paar Bedingungen erfüllt sein: Erstens, es muss regnen. (Überraschung!) Zweitens, die Sonne muss scheinen. Und drittens, die Sonne muss hinter dir sein. Du musst also mit dem Rücken zur Sonne stehen, um den Regenbogen sehen zu können. Wenn die Sonne vor dir ist, siehst du höchstens einen Schatten von dir selbst. (Oder vielleicht gar nichts, wenn die Sonne zu hell ist.)

Denk dran: Der Regenbogen ist immer da, wenn die Bedingungen stimmen. Wir können ihn nur nicht immer sehen. (Ist doch philosophisch, oder?)
Also, das nächste Mal, wenn du einen Regenbogen siehst, kannst du deiner Nichte (oder deinem Neffen, oder deinem Nachbarn, oder wem auch immer) ganz lässig erklären, warum er ein Bogen ist. Und du kannst dir insgeheim denken: "Ha! Physik und Geometrie. Hab ich doch drauf!" (Oder du googelst es einfach nochmal. Ist ja auch okay.)
