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Warum Dürfen Sie Jetzt Nicht Aussteigen


Warum Dürfen Sie Jetzt Nicht Aussteigen

Kennst du das Gefühl, wenn du im Bus sitzt, die Nase an der Scheibe, und die Haltestelle, genau deine Haltestelle, ist in Sichtweite? Du lehnst dich vor, bist innerlich schon halb draußen, und dann… Stau. Oder Ampelrot. Oder irgendwas anderes, das dich unweigerlich festhält.

Das ist ungefähr so, wie wenn du beim Bäcker stehst, dein Lieblingsbrötchen schon fast in der Hand hast, und die Dame vor dir entscheidet, plötzlich alle Sorten zu probieren. Man will aussteigen, raus aus der Situation, aber… geht nicht. Warum nicht?

Der innere Schweinehund und der äußere Zwang

Es gibt da zwei Hauptverdächtige, die uns in diesen Situationen fesseln: Der innere Schweinehund und der äußere Zwang. Der innere Schweinehund ist der Typ, der sagt: "Ach, komm, die letzten Meter schaffst du auch noch. Was soll schon passieren?" Er ist der Meister der Bequemlichkeit, der dich davon abhält, den bequemen Sitz zu verlassen, obwohl du eigentlich schon längst aussteigen solltest. Er ist wie der hartnäckige Kaugummi unter deinem Schuh – lästig, aber irgendwie auch vertraut.

Der äußere Zwang ist der Busfahrer, der dir sagt: "Bleiben Sie sitzen! Die Tür öffnet erst an der Haltestelle!" Oder die Ampel, die unerbittlich rot leuchtet. Das sind die Regeln des Spiels, die wir akzeptieren müssen, auch wenn wir innerlich protestieren. Stell dir vor, du würdest einfach aus dem fahrenden Bus springen, nur weil du ungeduldig bist! Wäre zwar ein epischer Abgang, aber wahrscheinlich nicht besonders gesund.

Ich erinnere mich da an eine Zugfahrt nach Hamburg. Ich hatte ein wichtiges Meeting, war schon spät dran, und der Zug… stand. Einfach so. Mitten auf der Strecke. Eine Durchsage kam, irgendwas mit einer "technischen Störung". Die Gesichter der Mitreisenden wurden immer länger, die Luft im Abteil immer dicker. Da war dieser eine Typ, der gefühlt jede Minute lautstark nachfragte, wann es denn weitergeht. Er wollte unbedingt aussteigen, zu Fuß weiterlaufen! Aber wohin? Mitten im Nirgendwo?

Warum Dürfen Sie Jetzt Nicht Überholen - Deutsch Time
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Die Kunst des Ausharrens

Manchmal, und das ist die bittere Wahrheit, müssen wir einfach ausharren. Wir müssen die Zähne zusammenbeißen, tief durchatmen und uns sagen: "Es wird vorbeigehen." Das ist wie beim Zahnarzt. Keiner geht gern hin, aber irgendwann ist die Behandlung vorbei und du kannst mit einem etwas schmerzenden, aber sauberen Gebiss wieder nach Hause gehen.

Es geht darum, die Ungewissheit zu akzeptieren. Wir wissen nicht, wie lange der Stau noch dauert, wann die Ampel endlich grün wird oder wann der Zug wieder fährt. Aber wir können uns entscheiden, wie wir mit dieser Ungewissheit umgehen. Wir können uns aufregen, schimpfen und hadern. Oder wir können versuchen, das Beste daraus zu machen. Ein Buch lesen, Musik hören, mit dem Sitznachbarn quatschen (wenn er nicht gerade auch so ungeduldig ist).

Bitte nicht aussteigen! | Lustige Bilder auf Spass.net
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Vielleicht ist es sogar eine Chance. Eine Chance, zur Ruhe zu kommen. Eine Chance, mal wieder in sich hineinzuhorchen. Eine Chance, die Welt um uns herum bewusster wahrzunehmen. Ja, ich weiß, klingt kitschig. Aber manchmal hilft es wirklich, sich das vor Augen zu führen.

Also, warum dürfen Sie jetzt nicht aussteigen? Weil es oft keinen Sinn macht. Weil die Konsequenzen größer wären als der Nutzen. Und weil das Leben manchmal eben so ist: Ein bisschen wie eine Busfahrt, bei der man auf die nächste Haltestelle wartet. Und wer weiß, vielleicht ist die nächste Haltestelle ja viel besser als erwartet.

Und wenn alles nichts hilft: Einfach tief durchatmen und sich vorstellen, wie man zu Hause auf dem Sofa liegt, mit einer Tasse Tee und einem guten Buch. Das hilft fast immer. Fast immer.

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