Wann Wurde Die Mikrowelle Erfunden

Hand aufs Herz: Wer von uns liebt es nicht, wenn es mal schnell gehen muss? Ob es das Aufwärmen von übrig gebliebenem Essen, das schnelle Zubereiten einer Tasse Tee oder das Auftauen von Gefrorenem ist – die Mikrowelle ist aus unserem Alltag kaum noch wegzudenken. Sie ist der Inbegriff von Komfort und Zeitersparnis in der Küche.
Aber woher kommt diese praktische Küchenhilfe eigentlich? Wann wurde sie erfunden? Und von wem? Die Geschichte der Mikrowelle ist überraschenderweise eng mit dem Zweiten Weltkrieg verbunden. Genauer gesagt mit der Entwicklung von Radarsystemen. Im Jahr 1945 machte der amerikanische Ingenieur Percy Spencer, der bei der Firma Raytheon arbeitete, eine interessante Entdeckung. Er bemerkte, dass ein Schokoriegel in seiner Tasche schmolz, während er in der Nähe eines laufenden Radarsystems stand. Neugierig geworden, experimentierte Spencer weiter und stellte fest, dass Mikrowellenenergie zum Erhitzen von Lebensmitteln genutzt werden konnte.
Das Prinzip dahinter ist eigentlich recht simpel: Mikrowellen sind elektromagnetische Wellen, die Wasser-, Fett- und Zuckermoleküle in den Lebensmitteln in Schwingung versetzen. Diese Schwingung erzeugt Wärme, die das Essen von innen nach außen erhitzt. Das ist der Grund, warum die Mikrowelle so viel schneller ist als ein herkömmlicher Ofen.
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Die erste kommerzielle Mikrowelle, der "Radarange", war allerdings alles andere als handlich. Sie war fast zwei Meter hoch, wog über 300 Kilogramm und kostete ein Vermögen. Es dauerte noch einige Jahre, bis die Mikrowelle in einer kompakteren und erschwinglicheren Version für den Hausgebrauch erhältlich war. In den 1970er Jahren erlebte sie dann ihren Durchbruch und wurde zu einem festen Bestandteil in vielen Küchen.
Heutzutage gibt es unzählige Anwendungsmöglichkeiten für die Mikrowelle. Neben dem Aufwärmen und Auftauen können wir mit ihr Popcorn machen, Kartoffeln garen oder sogar ganze Gerichte zubereiten. Die Bandbreite ist enorm.

Damit die Mikrowelle aber auch optimal genutzt werden kann, hier noch ein paar praktische Tipps:
- Verwende mikrowellengeeignetes Geschirr. Metall und bestimmte Kunststoffe können Schaden nehmen.
- Decke das Essen beim Erhitzen ab, um Spritzer zu vermeiden und die Feuchtigkeit zu bewahren.
- Rühre das Essen während des Erhitzens gelegentlich um, damit es gleichmäßig warm wird.
- Achte beim Auftauen darauf, das Lebensmittel anschließend direkt weiterzuverarbeiten, da es schnell verderben kann.
- Reinige die Mikrowelle regelmäßig, um unangenehme Gerüche und Bakterienbildung zu vermeiden. Ein Schälchen mit Zitronenwasser kann hier Wunder wirken!
Die Mikrowelle hat sich von einem kuriosen Zufallsfund zu einem unverzichtbaren Küchenhelfer entwickelt. Sie spart uns Zeit, erleichtert uns den Alltag und bietet uns unzählige Möglichkeiten. Und das alles, weil ein Schokoriegel in der Tasche eines neugierigen Ingenieurs geschmolzen ist. Eine erstaunliche Geschichte, oder?
