Von Tuten Und Blasen Keine Ahnung Bedeutung

Kennt ihr das? Dieses Gefühl, wenn jemand mit Fachbegriffen um sich wirft und man innerlich nur denkt: „Von Tuten und Blasen...äh...naja, ihr wisst schon.“
Die Kunst des Nichtswissens (und warum sie okay ist)
Lasst uns ehrlich sein. Niemand, wirklich niemand, weiß alles. Und wer behauptet, alles zu wissen, der lügt – wahrscheinlich sich selbst am meisten. Wir alle haben Wissenslücken. Manche sind winzig, wie die genaue Zusammensetzung von Spülmittel. Andere sind riesig, wie die Relativitätstheorie. Und rate mal was? Das ist völlig in Ordnung!
Ich plädiere hiermit offiziell für mehr Akzeptanz von Unwissenheit. Ja, ich weiß, das klingt revolutionär. Aber denkt mal drüber nach. Wie viele Gespräche habt ihr schon geführt, in denen ihr nur genickt und gelächelt habt, während jemand über Themen geredet hat, von denen ihr null Ahnung hattet?
Must Read
Ich habe das schon so oft gemacht, dass ich mir fast schon eine Goldmedaille im "Professionellen Nicken" verleihen könnte. Und wisst ihr was das Schlimmste ist? Oft traut man sich dann auch nicht zu fragen! Aus Angst, dumm dazustehen. Dabei ist dumm sein viel weniger schlimm als dumm bleiben. Meine – vielleicht unbeliebte – Meinung?
Ein Freund von mir, nennen wir ihn mal Günther, ist ein Meister darin, so zu tun, als ob er alles wüsste. Er redet über Quantenphysik wie andere über das Wetter. Das Problem? Günther hat (sorry, Günther!) von Tuten und Blasen keine Ahnung von Quantenphysik. Aber er redet einfach so selbstbewusst, dass man es ihm fast glaubt.

"Von Tuten und Blasen keine Ahnung": Eine kleine Liebeserklärung
Die Redewendung „Von Tuten und Blasen keine Ahnung haben“ ist doch eigentlich total charmant. Sie ist ehrlich, direkt und irgendwie auch ein bisschen witzig. Sie sagt uns: „Hey, ich bin nicht perfekt. Ich weiß nicht alles. Na und?“
Warum sollten wir uns also schämen, wenn wir etwas nicht wissen? Es ist doch viel spannender, etwas Neues zu lernen! Anstatt so zu tun, als ob wir Experten wären, können wir einfach zugeben, dass wir keine Ahnung haben und dann fragen. Man lernt so viel mehr!
Und mal ehrlich: Ist es nicht auch ein bisschen ermüdend, immer alles wissen zu müssen? Ich finde, wir sollten uns alle ein bisschen mehr entspannen und akzeptieren, dass es in Ordnung ist, nicht alles zu verstehen.

Stellt euch vor: Eine Welt, in der alle zugeben, wenn sie etwas nicht wissen. Eine Welt, in der man sich nicht schämen muss, eine „dumme“ Frage zu stellen. Eine Welt, in der Günther einfach zugibt, dass er keine Ahnung von Quantenphysik hat (sorry nochmal, Günther!).
Die Vorteile des Nichtswissens (ja, es gibt sie!)
Ich behaupte, dass Unwissenheit sogar Vorteile hat. Sie macht uns neugierig. Sie öffnet uns für neue Ideen. Sie zwingt uns, Fragen zu stellen und zu lernen. Und sie macht uns menschlicher.

Also, das nächste Mal, wenn jemand mit Fachbegriffen um sich wirft und ihr innerlich nur "Von Tuten und Blasen…" denkt, dann lächelt. Nickt. Und dann fragt einfach nach. Es gibt nichts Schlimmeres, als so zu tun, als ob man etwas versteht, wenn man es nicht tut.
Und vielleicht, nur vielleicht, wird euer Gegenüber erleichtert sein, dass endlich jemand ehrlich ist. Denn wer weiß, vielleicht hat er oder sie ja auch von Tuten und Blasen keine Ahnung, worüber er oder sie da gerade redet!
Ich hoffe, meine – vielleicht etwas provokante – Meinung hat euch zum Schmunzeln gebracht. Und denkt dran: Es ist okay, nicht alles zu wissen. Hauptsache, man bleibt neugierig!
