Vom Ende Der Einsamkeit Von Benedict Wells

Okay, Freunde, mal ehrlich. Wir reden über "Vom Ende der Einsamkeit" von Benedict Wells. Ein Buch, das so viele Leute lieben. Sie schwärmen davon! Tränen fließen! Herzschmerz! Und ich? Ich sitze hier und denke... "Meh."
Ich weiß, ich weiß. Das ist fast schon Blasphemie. Aber hey, unpopular opinion incoming! Seid gewarnt!
Die Sache mit der Einsamkeit
Ja, Einsamkeit ist ein Scheißgefühl. Das wissen wir alle. Ob man nun als Kind ein bisschen komisch war oder als Erwachsener mit Netflix und Tiefkühlpizza auf dem Sofa versauert. Wir alle kennen das Gefühl, nicht ganz dazuzugehören.
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Und Wells schreibt darüber. Sehr ausführlich. Mit vielen melancholischen Rückblenden und tragischen Ereignissen. Aber irgendwie... hat es mich nicht gepackt. War es zu viel Drama? Zu viel "Oh, armes, armes Leben!"? Vielleicht. Vielleicht bin ich auch einfach zu abgestumpft.
Die Geschichte der drei Geschwister Jules, Marty und Liz ist zweifellos traurig. Der frühe Tod der Eltern. Das Internat. Die Schwierigkeiten, sich im Leben zurechtzufinden. Alles Mist. Absolut. Aber fühlte es sich echt an? Irgendwie... nicht so ganz. Es wirkte konstruiert. Wie ein Drehbuch für einen Hollywood-Film, der auf die Tränendrüse drückt.

Die unendliche Melancholie
Das Buch ist voll von wunderschönen Sätzen. Zitate, die man sich am liebsten ausdrucken und an den Kühlschrank pinnen würde. Über die Liebe. Über das Leben. Über... na ja, die Einsamkeit eben. Aber nach einer Weile war es einfach zu viel. Zu viel Poesie. Zu viel Pathos. Ich brauchte mal ein bisschen Albernheit! Einen Furzwitz! Irgendwas, um die Schwere zu brechen!
Ich bin ja nicht gegen Melancholie. Im Gegenteil! Ein bisschen Weltschmerz gehört doch dazu. Aber hier war es so, als ob jemand einen ganzen Eimer Melancholie über mich ausgekippt hätte. Und dann noch einen. Und noch einen!

Vielleicht bin ich einfach kein Fan von Büchern, die so sehr auf die Emotionen abzielen. Ich mag es, wenn Bücher mich zum Nachdenken bringen. Mich überraschen. Mich unterhalten. Aber ich mag es nicht, wenn sie versuchen, mich zu manipulieren. Und irgendwie hatte ich das Gefühl, dass "Vom Ende der Einsamkeit" das versucht hat.
Die Sache mit der Liebe
Die Liebesgeschichte zwischen Jules und Alva? War okay. Nicht umwerfend. Nicht unvergesslich. Einfach... okay. Ich habe nicht wirklich mitgefiebert. Ich habe nicht mitgelitten. Es hat mich einfach nicht berührt. Sorry, Alva!
Vielleicht liegt es daran, dass ich selbst nicht so der große Romantiker bin. Ich glaube eher an praktische Liebe. An Liebe, die im Alltag funktioniert. An Liebe, die auch mal Streit aushält. Und die Liebe in diesem Buch wirkte so... idealisiert. So perfekt. So unrealistisch.

"Die Liebe ist das Ende der Einsamkeit."
Das ist ja eine schöne Aussage. Aber stimmt das wirklich? Ich bin mir da nicht so sicher. Ich glaube, man kann auch in einer Beziehung einsam sein. Man kann sich auch von seinem Partner missverstanden fühlen. Und manchmal ist es vielleicht sogar besser, allein zu sein, als in einer unglücklichen Beziehung.

Das Fazit
Okay, bevor ihr mich jetzt steinigt: Ich sage nicht, dass "Vom Ende der Einsamkeit" ein schlechtes Buch ist. Es ist gut geschrieben. Es ist emotional. Es hat eine wichtige Botschaft. Aber es ist einfach nicht mein Buch. Es hat mich nicht so berührt, wie es so viele andere Menschen berührt hat. Und das ist okay.
Geschmäcker sind verschieden. Und manchmal, ganz selten, habe ich einfach eine andere Meinung als die Mehrheit. Und das ist auch okay. Oder? Sagt mir bitte, dass das okay ist! Sonst fühle ich mich nämlich... einsam. Ironischerweise.
Also, was meint ihr? Bin ich der einzige Mensch auf der Welt, der dieses Buch nicht so toll fand? Oder gibt es da draußen noch andere "Meh"-Sager?
