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Unwort Des Jahres 2019 Deutschland


Unwort Des Jahres 2019 Deutschland

Na, auch schon mal so richtig die Augen gerollt, als jemand ein Wort benutzt hat, das sich anfühlte wie ein Kaktus im Gehirn? Willkommen im Club! Denn genau das ist das Feld, auf dem sich das "Unwort des Jahres" tummelt. Und 2019, oh boy, da hatten wir einen Knaller.

"Klimahysterie" – Klingt dramatisch, ist aber... naja.

Das Unwort 2019 war "Klimahysterie". Ja, genau. Das Wort, das so klingt, als ob Greta Thunberg persönlich mit einer Trillerpfeife durch die Straßen rennt und jedem ins Ohr schreit, dass der Himmel einstürzt.

Aber mal ehrlich, "Hysterie" ist so ein Wort, das man heutzutage fast nur noch ironisch benutzt. Denk mal drüber nach: "Oh Gott, mein Kaffee ist kalt! Reine Hysterie!" Oder: "Ich habe die letzte Packung Schokokekse verpasst! Klimahysterie, ich sag's euch!"

Die Sache ist, dass das Wort "Hysterie" oft benutzt wird, um echte Sorgen und Ängste abzuwerten. Und beim Thema Klima geht's ja nun wirklich nicht um kalten Kaffee, oder?

Stell dir vor, du sitzt beim Abendessen und dein Onkel Günther brüllt: "Diese ganze Klimahysterie! Die wollen uns doch nur das Autofahren verbieten!" Dann weißt du, okay, hier ist jemand, der entweder schlecht informiert ist oder einfach nur die Ohren zumacht, wenn es unbequem wird.

Das Unwort des Jahres 2019
Das Unwort des Jahres 2019

Warum "Klimahysterie" so ein Griff ins Klo war

Das Problem mit dem Wort ist, dass es bagatellisiert. Es suggeriert, dass die Klimakrise eine übertriebene Reaktion ist, ein hysterischer Ausbruch von Leuten, die einfach nur Aufmerksamkeit wollen.

Dabei geht es um handfeste Fakten: steigende Meeresspiegel, schmelzende Gletscher, Dürren, Hitzewellen... Das ist keine Panikmache, das ist die Realität. Und wer diese Realität ignoriert, indem er von "Klimahysterie" spricht, der spielt ein gefährliches Spiel.

Deutschland: "Klimahysterie" ist Unwort des Jahres
Deutschland: "Klimahysterie" ist Unwort des Jahres

Es ist wie bei einer Kochshow, wo jemand die Sahne aus dem Kühlschrank holt und sagt: "Ach, diese Sahne ist doch eh nur leicht abgelaufen!" Und dann wundert man sich, warum der Kuchen nach Fuß riecht. Die Klimakrise ist kein bisschen abgelaufen, sie ist brandaktuell und wir müssen was tun!

Die Jury und ihre Begründung

Die Jury, die das Unwort kürt, hat das natürlich auch so gesehen. Sie argumentierte, dass "Klimahysterie" die dringende Debatte über den Klimawandel abwürgt und die berechtigten Ängste der Bevölkerung ins Lächerliche zieht.

Klimahysterie ist Unwort des Jahres 2019 - Karikaturen und Cartoons
Klimahysterie ist Unwort des Jahres 2019 - Karikaturen und Cartoons

Und ganz ehrlich, wer kann da widersprechen? Es ist einfacher, die Leute als hysterisch abzustempeln, als sich mit den komplexen Ursachen und Folgen des Klimawandels auseinanderzusetzen.

Was wir daraus lernen können

Vielleicht ist die wichtigste Lektion, die wir aus dem Unwort des Jahres ziehen können, dass Sprache eine Macht hat. Worte können verbinden, aber sie können auch spalten. Sie können informieren, aber auch desinformieren.

Unwort des Jahres gewählt | Sachsen Fernsehen
Unwort des Jahres gewählt | Sachsen Fernsehen

Wenn wir über den Klimawandel sprechen, sollten wir uns bemühen, präzise und respektvoll zu sein. Anstatt Leute als hysterisch zu bezeichnen, sollten wir zuhören, diskutieren und gemeinsam nach Lösungen suchen.

Denk mal drüber nach, wenn du das nächste Mal von "Klimahysterie" hörst. Vielleicht kannst du ja Onkel Günther sanft darauf hinweisen, dass es nicht um Hysterie geht, sondern um die Zukunft unseres Planeten. Und vielleicht, nur vielleicht, rollt er dann nicht mehr ganz so doll mit den Augen.

Denn am Ende wollen wir doch alle einen Planeten, auf dem man auch in Zukunft noch unbeschwert Schokokekse essen kann, oder?

"Klimahysterie" ist Unwort des Jahres 2019 - Panorama - Badische Zeitung Unwort des Jahres: „Anti-Abschiebe-Industrie“ - DAZ

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