Unterschied Zwischen Heizwert Und Brennwert

Habt ihr euch jemals gefragt, was wirklich hinter den Begriffen Heizwert und Brennwert steckt? Klingt kompliziert, ist es aber gar nicht! Stellt euch vor, ihr backt einen fantastischen Apfelkuchen. Der Heizwert ist wie der Energiegehalt des Kuchens, wenn ihr ihn direkt aus dem Ofen nehmt, dampfend und heiß. Der Brennwert hingegen ist, als ob ihr den Kuchen abkühlen lasst und auch noch den letzten Krümel, die ganze leckere Apfelfüllung und sogar den Duft, der sich im Raum verteilt, mit einberechnet. Also, alles was irgendwie mit diesem Kuchen zu tun hat!
Die Sache mit dem Wasserdampf
Der große Unterschied zwischen Heizwert und Brennwert liegt nämlich im Wasserdampf. Ja, richtig gelesen! Bei der Verbrennung von Brennstoffen entsteht nicht nur Wärme, sondern auch Wasserdampf. Der Heizwert ignoriert diesen Dampf frech. Er tut so, als ob er gar nicht existiert! Er sagt: "Pfff, Wasserdampf, wen interessiert's schon? Hauptsache, die Bude wird warm!" Der Brennwert hingegen ist da viel schlauber. Er sagt: "Hey, dieser Wasserdampf enthält noch Energie! Wenn wir den kondensieren, also wieder zu Wasser machen, kriegen wir noch mehr Wärme raus!"
Heizwert: Der Sparfuchs
Der Heizwert, auch unterer Heizwert genannt, ist quasi der Minimalist unter den Energiewerten. Er betrachtet nur die tatsächlich nutzbare Wärme, die beim Verbrennen entsteht, ohne den Wasserdampf zu berücksichtigen. Er ist der Typ, der im Restaurant nur das Hauptgericht bestellt und den leckeren Nachtisch ignoriert. "Brauch' ich nicht! Bin schon satt genug!" Ein bisschen verschwenderisch, oder?
Must Read
"Der Heizwert ist wie ein Marathonläufer, der schon nach 40 Kilometern aufgibt, weil er keine Lust mehr hat."
Brennwert: Der Allesfresser
Der Brennwert, auch oberer Heizwert genannt, ist das genaue Gegenteil! Er ist der Genießer, der alles mitnimmt, was er kriegen kann! Er betrachtet die gesamte Energie, die beim Verbrennen frei wird, inklusive der Energie, die im Wasserdampf steckt. Er ist der Typ, der im Restaurant das 5-Gänge-Menü bestellt, mit Weinbegleitung und Käseplatte hinterher! Und dann noch einen Espresso, versteht sich! Er will das Maximum rausholen! Er sagt: "Kein bisschen Energie soll verloren gehen! Alles wird genutzt!"
Warum ist das wichtig?
Warum ist das nun wichtig zu wissen? Ganz einfach: Wenn ihr euch eine neue Heizung kauft, solltet ihr darauf achten, dass sie einen hohen Brennwert hat. Denn das bedeutet, dass sie effizienter arbeitet und weniger Energie verschwendet. Moderne Brennwertkessel sind nämlich so konstruiert, dass sie den Wasserdampf tatsächlich kondensieren und die darin enthaltene Wärme nutzen. Das spart Geld und schont die Umwelt! Win-Win!

Stellt euch vor, ihr habt zwei Autos: Das eine Auto fährt mit Heizwert-Energie, das andere mit Brennwert-Energie. Das Auto mit Brennwert-Energie kommt viel weiter mit der gleichen Menge Sprit! Es ist einfach schlauer und effizienter!
Ein kleines Rechenbeispiel (ganz einfach!)
Sagen wir mal, ihr verbrennt Holz. Der Heizwert des Holzes beträgt 15 kWh/kg (Kilowattstunden pro Kilogramm). Das bedeutet, dass ihr pro Kilogramm Holz 15 kWh an Wärme erzeugt, wenn ihr den Wasserdampf ignoriert. Der Brennwert des Holzes könnte aber 17 kWh/kg betragen. Das bedeutet, dass ihr pro Kilogramm Holz sogar 17 kWh an Wärme erzeugt, wenn ihr den Wasserdampf auch noch nutzt! Das sind 2 kWh mehr! Und das summiert sich ganz schön, wenn ihr den ganzen Winter lang heizt!

Also, merkt euch: Der Brennwert ist euer Freund! Er hilft euch, Energie zu sparen und die Umwelt zu schonen. Und wer will das nicht?
Und jetzt geht raus und beeindruckt eure Freunde und Familie mit eurem neu erworbenen Wissen über Heizwert und Brennwert! Sie werden staunen!
