Und Meine Ja Nicht Allah Sei Unachtsam

Stell dir vor, du bist im Supermarkt. Völlig vertieft in die Suche nach dem perfekten Avocado-Reifegrad (sind wir nicht alle manchmal?), als plötzlich ein Kind an deinem Hosenbein zerrt. “Mama! Mama! Guck mal!” Du bist genervt, denn Avocado-Notfall, aber dann siehst du, was das Kind so begeistert: Ein winziger Marienkäfer krabbelt über eine Wassermelone. In diesem Moment… peng… bist du wieder da. Im Hier und Jetzt. Du hast einen Moment der absoluten Achtsamkeit erlebt.
Und genau darum geht’s heute: Um Achtsamkeit. Oder, um es etwas dramatischer (und mit einem kleinen Augenzwinkern) auszudrücken: Und meine ja nicht, Allah sei unachtsam! (Okay, vielleicht nicht Allah, aber irgendetwas Wichtiges halt.)
Was zum Henker bedeutet das überhaupt?
Ich geb’s zu, der Titel ist etwas reißerisch. Aber er soll wachrütteln! Denn im Grunde geht es darum, dass wir oft total im Autopilot-Modus durchs Leben rauschen. Wir checken ständig unser Handy, denken über die To-Do-Liste nach, während wir eigentlich gerade Abendessen kochen (und ja, ich spreche aus Erfahrung!). Wir sind überall, nur nicht da, wo wir gerade sind.
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Und das ist ein Problem. Nicht nur, weil wir dadurch die kleinen Marienkäfer-Momente verpassen (schade drum!), sondern auch, weil wir uns dadurch selbst aus den Augen verlieren. Stress, Überforderung, das Gefühl, fremdbestimmt zu sein… all das sind oft die Folgen davon, wenn wir nicht achtsam sind.
Achtsamkeit bedeutet, bewusst wahrzunehmen, was gerade passiert. Ohne zu urteilen. Ohne sich von Gedanken und Gefühlen mitreißen zu lassen. Einfach nur… da sein. Im Moment. (Ja, ich weiß, klingt total esoterisch. Aber es funktioniert! Versprochen!)

Denk mal drüber nach: Wann hast du das letzte Mal bewusst deinen Kaffee getrunken? Wirklich gerochen, wie er duftet? Gespürt, wie er warm deine Kehle runterläuft? Oder warst du wieder nur dabei, E-Mails zu checken?
Wie werde ich denn jetzt achtsamer?
Gute Frage! Und die Antwort ist: Übung macht den Meister. Oder die Meisterin. Oder das diverse Meister-Wesen. Wie auch immer, es braucht Zeit und Geduld. Aber keine Sorge, du musst jetzt nicht gleich in ein Schweigekloster ziehen (es sei denn, du willst!).

Hier ein paar einfache Tipps, die du sofort in deinen Alltag einbauen kannst:
- Atemübungen: Klingt langweilig? Ist es aber nicht! Schon ein paar tiefe Atemzüge können Wunder wirken. Setz dich einfach hin, schließ die Augen und konzentriere dich auf deinen Atem. Spüre, wie die Luft in deine Lungen strömt und wieder entweicht. (Ja, auch wenn es sich komisch anfühlt, am Anfang.)
- Achtsames Essen: Leg dein Handy weg! Schalte den Fernseher aus! Und konzentriere dich voll und ganz auf dein Essen. Kaue langsam, schmecke die Aromen, spüre die Texturen. Du wirst erstaunt sein, wie viel intensiver du dein Essen dadurch wahrnimmst.
- Achtsames Gehen: Nimm dir vor, bei deinem nächsten Spaziergang bewusst jeden Schritt zu spüren. Wie berührt dein Fuß den Boden? Welche Muskeln sind angespannt? Welche entspannt? (Achtung: Nicht über Stolpersteine stolpern vor lauter Achtsamkeit!)
- Dankbarkeitstagebuch: Schreib jeden Abend drei Dinge auf, für die du dankbar bist. Das können große Dinge sein, aber auch kleine, alltägliche Dinge. (Ein leckerer Kaffee, ein nettes Gespräch, ein sonniger Tag…)
Wichtig ist: Sei nicht zu streng mit dir! Achtsamkeit ist kein Wettbewerb. Es geht darum, sich immer wieder daran zu erinnern, im Moment zu sein. Und wenn du mal wieder im Autopilot-Modus bist, ist das auch okay. Hauptsache, du bemerkst es und kannst dich wieder zurückholen.
Also, los geht’s! Lass uns gemeinsam versuchen, ein bisschen achtsamer durchs Leben zu gehen. Und denk dran: Auch wenn du denkst, niemand merkt es, wenn du unachtsam bist… Und meine ja nicht… 😉
