Ulysses Lord Alfred Tennyson
Kennst du das Gefühl, wenn du Sonntagabends auf der Couch sitzt und denkst: "Morgen wieder Montag... schon wieder der gleiche Trott!"? Genau dieses Gefühl, nur viel, viel epischer, hat Ulysses, der Held aus der griechischen Mythologie, auch gehabt. Und Alfred Lord Tennyson, ein britischer Dichterfürst, hat dieses Gefühl in seinem berühmten Gedicht "Ulysses" so genial auf den Punkt gebracht, dass es auch heute noch relevant ist.
Warum interessiert mich das überhaupt?
Klar, griechische Mythologie klingt erstmal nach verstaubten Büchern und Lateinunterricht. Aber denk mal drüber nach: Jeder von uns hat Träume und Ziele. Jeder von uns kennt das Gefühl der Routine und der Sehnsucht nach etwas Neuem. Und genau darum geht es in "Ulysses"! Es geht um Lebenslust, um Abenteuerlust und um die Unfähigkeit, stillzusitzen.
Stell dir vor, du hast jahrelang im selben Büro gearbeitet. Du kennst jeden Handgriff, jede Kaffeetasse, jeden Kollegen. Alles ist sicher und bequem. Aber tief im Inneren nagt dieses Gefühl: "Da muss doch noch mehr sein!". Genau das ist Ulysses' Situation. Er ist König, er hat seinen Sohn Telemachus als Nachfolger eingesetzt, er könnte sich eigentlich entspannt zurücklehnen und das Leben genießen. Aber er kann es eben nicht.
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So wie wir manchmal Netflix ausschalten und uns denken: "Ich sollte mal wieder was Sinnvolles tun!", so denkt Ulysses: "Ich muss wieder raus aufs Meer! Ich muss neue Welten entdecken!".
Wer war dieser Tennyson eigentlich?
Alfred Lord Tennyson (1809-1892) war so etwas wie der Popstar der viktorianischen Dichtung. Er war Poet Laureate, also Dichterlorbeerträger, was bedeutet, dass er der offizielle Hofdichter der britischen Monarchie war. Seine Gedichte waren unglaublich populär, weil sie große Themen wie Liebe, Verlust, Tod und Heldentum auf eine verständliche und bewegende Art behandelt haben.

Man könnte sagen, er war der Ed Sheeran seiner Zeit – nur mit mehr Jambus und weniger Gitarre.
Was macht "Ulysses" so besonders?
Das Gedicht ist ein dramatischer Monolog, das heißt, Ulysses redet die ganze Zeit. Er erzählt uns von seiner Sehnsucht, von seiner Unruhe und von seinem Plan, noch einmal in See zu stechen. Und das tut er mit einer Sprache, die unglaublich kraftvoll und inspirierend ist.

Nehmen wir zum Beispiel die berühmte Zeile: "To strive, to seek, to find, and not to yield." (Streben, suchen, finden und nicht aufgeben). Klingt doch nach einem guten Motto, oder? Das ist wie ein motivierender Spruch auf einer Tasse, nur eben viel poetischer und zeitloser.
"Ulysses" ist eine Hymne an das Leben, an die Neugier und an den Mut, neue Wege zu gehen. Es ist eine Ermutigung, sich nicht mit dem Status quo zufrieden zu geben, sondern immer weiter nach vorne zu streben – egal wie alt man ist.

Ulysses im Alltag – Inspiration für jedermann!
Vielleicht denkst du jetzt: "Okay, schönes Gedicht, aber was habe ich davon im Alltag?". Eine ganze Menge! "Ulysses" kann uns daran erinnern, dass:
- Es nie zu spät ist, etwas Neues zu lernen: Ulysses ist alt, aber er will trotzdem die Welt sehen. Warum sollte das für dich anders sein?
- Routine uns abstumpfen kann: Ulysses flieht vor der Langeweile des Königsdaseins. Vielleicht solltest du auch mal deine Gewohnheiten hinterfragen.
- Es wichtig ist, Träume zu haben: Ulysses' Traum ist es, die Welt zu erkunden. Was ist dein Traum?
Denk an Ulysses, wenn du das nächste Mal vor einer Entscheidung stehst. Wenn du dich fragst, ob du etwas Neues ausprobieren sollst oder lieber beim Alten bleiben. Sei mutig, sei neugierig und gib niemals auf!

Das Gedicht ist eine Einladung, das Leben in vollen Zügen zu genießen und sich nicht von Angst oder Bequemlichkeit aufhalten zu lassen. Wie Ulysses sagt: "Death closes all: but something ere the end, Some work of noble note, may yet be done." (Der Tod schließt alles: doch vor dem Ende mag noch eine edle Tat vollbracht werden.)
Also, worauf wartest du noch? Starte dein eigenes Abenteuer! Auch wenn es nur ein kleiner Ausflug aus deiner Komfortzone ist – es lohnt sich!
Und wenn du dich das nächste Mal wieder Sonntagsabends auf der Couch findest, denk an Ulysses und sag dir: "Morgen fange ich an, zu streben, zu suchen, zu finden und nicht aufzugeben!"
