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Two Kinds Amy Tan Story


Two Kinds Amy Tan Story

Okay, Leute, setzt euch, bestellt einen Kaffee (oder zwei, je nachdem, wie viele "perfekte" Kinder ihr habt), denn ich erzähle euch jetzt eine Geschichte. Eine Geschichte über Mütter, Töchter und den unaufhaltsamen Wunsch, genau das Gegenteil von dem zu sein, was Mama will. Wir reden über Amy Tans Kurzgeschichte "Two Kinds".

Die Mutter aller "Tiger Moms" (oder fast)

Stellt euch vor: Eine chinesische Immigrantin, frisch in Amerika, voller Träume und dem festen Glauben, dass ihre Tochter ein Wunderkind werden kann. Jede Woche neue Talente. Pianistin? Klar! Schauspielerin? Warum nicht? Nur die nächste Shirley Temple oder eine Mozart mit Zöpfen, halt. Wir reden hier von einer Mutter, die so motiviert ist, dass sie fast schon den Staubsauger mit auf die Bühne schleppen würde, nur um sicherzustellen, dass er auch perfekt sauber ist. Übertreibung? Vielleicht. Aber nur ein bisschen.

Die Mutter, Jing-mei's Mutter, ist der festen Überzeugung, dass in Amerika alles möglich ist. "Du kannst werden, was du willst!" ist ihr Mantra. Was sie aber nicht erwähnt, ist, dass du werden kannst, was sie will. Und das ist der Haken, meine Freunde. Der ganz große Haken.

Jing-mei: Die professionelle Anti-Wunderkind

Betretet die Bühne: Jing-mei, unsere Protagonistin. Ein kleines Mädchen mit der typischen Reaktion auf elterlichen Übereifer: absoluter Widerstand. Jede Woche eine neue Qual. Klavierstunden, Sprechübungen, Gedächtnistraining – Jing-mei sabotiert sie alle. Nicht aus Bosheit, sondern aus purer, kindlicher Verzweiflung. Sie will einfach nur ein normales Kind sein, nicht das nächste große Ding, das von den Seiten des "People Magazine" strahlt. Und das ist, wo der Spaß anfängt.

Stellt euch vor, wie sie absichtlich falsche Töne auf dem Klavier spielt, wie sie bei den Sprechübungen nuschelt, als hätte sie einen Mund voller Murmeln. Es ist fast schon eine Kunstform, die sie da entwickelt, eine Meisterschaft im Nicht-Leisten. Und das alles, um ihre Mutter in den Wahnsinn zu treiben. Ich meine, wer von uns hat nicht mal versucht, seine Eltern mit Absicht zu nerven? Nur Jing-mei macht das quasi beruflich.

PPT - Two Kinds by Amy Tan PowerPoint Presentation - ID:458660
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Der Klavierabend des Grauens

Der Höhepunkt des Ganzen ist natürlich der Klavierabend. Jing-mei wird gezwungen, vor Publikum zu spielen, nachdem sie, sagen wir mal, nicht ganz so fleißig geübt hat. Das Ergebnis? Ein Desaster epischen Ausmaßes. Sie spielt so schlecht, dass selbst Beethoven im Grabe rotieren würde. Und das Schlimmste: Ihre Mutter ist im Publikum. Der Blick ihrer Mutter, der sie danach trifft? Wahrscheinlich schlimmer als jede Strafe. Ich wette, sie hat danach wochenlang kein Eis mehr bekommen.

"Pleading Child" und "Perfectly Contented" – oder doch nicht?

Nach dem Fiasko gibt Jing-mei das Klavierspielen auf. Es kommt zu einem großen Streit mit ihrer Mutter, in dem vernichtende Worte fallen. Worte, die narben hinterlassen. Erst viele Jahre später, nach dem Tod ihrer Mutter, findet Jing-mei die Noten für die beiden Stücke wieder, die sie damals gelernt hat: "Pleading Child" und "Perfectly Contented".

Two Kinds by Amy Tan PDF Download
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Jetzt kommt der Clou: Sie erkennt, dass es eigentlich zwei Teile desselben Stücks sind. Dass sie beide Seiten ihrer Persönlichkeit repräsentieren. Das "Pleading Child" ist das Kind, das nach Anerkennung und Liebe sucht, und das "Perfectly Contented" ist das Kind, das sich mit sich selbst zufrieden gibt, auch wenn es nicht den Erwartungen anderer entspricht. Ist das nicht tiefgründig? Ich musste fast weinen (fast!).

Die Moral von der Geschicht' (oder so ähnlich)

Was lernen wir daraus? Erstens: Erwarte nicht von deinen Kindern, dass sie deine unerfüllten Träume ausleben. Lass sie ihren eigenen Weg gehen, auch wenn er nicht so glänzend und glamourös ist, wie du ihn dir vorgestellt hast. Zweitens: Klavierabende sind gefährlich. Sie können zu lebenslangen Traumata führen. Und drittens: Manchmal, erst später im Leben, verstehen wir, was unsere Eltern eigentlich gemeint haben. Und manchmal auch nicht. Aber das ist okay.

„Two Kinds“ ist eine Geschichte über kulturelle Unterschiede, über den Druck, perfekt zu sein, und über die Schwierigkeit, seinen eigenen Weg zu finden. Und es ist auch eine Geschichte darüber, dass Mütter manchmal einfach nur ein bisschen verrückt sind. Aber meistens lieben sie uns trotzdem. Sogar, wenn wir mit Absicht falsche Töne auf dem Klavier spielen. Und das ist die eigentliche Lektion, meine Freunde. Das ist die eigentliche Lektion.

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