Theory Of Planned Behaviour Ajzen

Okay, Leute, mal ehrlich: Hat jemand von euch jemals wirklich das getan, was er sich fest vorgenommen hat? Also, wirklich IMMER? Ich meine, ich plane, jeden Morgen um 6 Uhr joggen zu gehen. Funktioniert das? Ähm, nein. Meistens nicht. Und genau da kommt diese ganze Theorie ins Spiel. Die Theory of Planned Behaviour, kurz TPB, von Ajzen. Ein Name, der sich anhört, als wäre er direkt aus einem skandinavischen Krimi entsprungen.
Im Grunde sagt Ajzen mit seiner Theorie: Dein Verhalten hängt von deinen Absichten ab. Klingt logisch, oder? Aber dann wird's komplizierter. Deine Absichten hängen nämlich davon ab, was du über die Sache denkst. Und was andere darüber denken. Und wie leicht oder schwer du denkst, es umzusetzen. Puh!
Nehmen wir mal an, du willst dich gesünder ernähren. Super Idee! Deine Einstellung dazu ist wahrscheinlich positiv. Du denkst, es ist gut für dich. ABER: Was, wenn deine Freunde jeden Abend Pizza bestellen? Plötzlich spürst du den sozialen Druck, mitzumachen. Die TPB nennt das subjektive Norm. Klingt fancy, bedeutet aber nur, dass du dich nach dem richtest, was andere tun (oder von dir erwarten).
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Und dann gibt's noch die wahrgenommene Verhaltenskontrolle. Das ist dein Gefühl, ob du die Sache überhaupt hinkriegst. Du willst gesünder essen, aber du kannst nicht mal ein Ei kochen? Dann wird's schwierig. Du fühlst dich hilflos und denkst: "Ach, lass ich's lieber gleich sein."
Hier kommt meine, zugegeben etwas unpopuläre, Meinung: Ist das nicht alles ein bisschen... offensichtlich? Entschuldigung, Ajzen, aber ich glaube, meine Oma hätte das auch gewusst. Sie hätte vielleicht gesagt: "Kind, wenn du etwas wirklich willst, dann machst du es auch. Und wenn deine Freunde dich davon abhalten, sind es keine guten Freunde."

Klar, die TPB ist wissenschaftlich fundiert und so. Aber manchmal habe ich das Gefühl, wir brauchen keine komplizierten Modelle, um zu verstehen, warum wir tun, was wir tun. Manchmal ist es einfach Faulheit. Oder soziale Angst. Oder der unwiderstehliche Duft von frisch gebackener Pizza.
Aber vielleicht liegt ja genau da die Krux. Die Theorie erklärt, warum wir faul sind, oder soziale Angst haben. Sie gibt uns quasi einen Namen für unsere Ausreden. "Entschuldigen Sie, ich konnte nicht ins Fitnessstudio gehen. Meine wahrgenommene Verhaltenskontrolle war zu niedrig!" Klingt doch viel besser als "Ich war zu faul", oder?
Also, was lernen wir daraus?
Erstens: Wir sind alle kompliziert. Zweitens: Ajzens Theory of Planned Behaviour ist vielleicht nicht die bahnbrechendste Erkenntnis aller Zeiten, aber sie kann uns helfen, unsere eigenen Entscheidungen besser zu verstehen. Und drittens: Pizza ist wirklich verdammt lecker.

Und jetzt kommt der Knüller: Angenommen, ich würde jetzt sagen, dass ich ab morgen nur noch Brokkoli esse? Würdet ihr mir glauben? Vermutlich nicht. Und wahrscheinlich würde ich es auch nicht tun. Aber vielleicht... nur vielleicht... hilft mir Ajzens Theorie ja dabei, meine Vorsätze zumindest ein bisschen besser umzusetzen. Oder zumindest eine bessere Ausrede zu finden, wenn ich es wieder nicht tue.
Vielleicht ist die TPB ja doch nicht so unnütz, wie ich anfangs dachte. Vielleicht ist sie einfach eine wissenschaftliche Erklärung dafür, dass wir Menschen eben... Menschen sind. Fehlerhaft, widersprüchlich und ständig auf der Suche nach der perfekten Pizza.

Okay, genug philosophiert. Wer hat Hunger?
PS: Ich behaupte immer noch, meine Oma hatte Recht.
