The Tell Tale Heart Theme Analysis

Okay, lasst uns mal über Edgar Allan Poes "Das verräterische Herz" quatschen. Ihr kennt die Geschichte, oder? Irgendjemand ist total genervt von dem Auge eines alten Mannes und beschließt, ihn zu meucheln. Klingt düster, ist düster, aber lasst uns mal ein bisschen tiefer graben und schauen, was da wirklich abgeht. Denn unter der gruseligen Oberfläche versteckt sich einiges, über das man schmunzeln (oder zumindest nachdenken) kann.
Die tickende Bombe im Kopf
Der Typ in der Geschichte, nennen wir ihn mal Erzähler, ist total davon überzeugt, dass er kerngesund im Kopf ist. "Ich bin nicht verrückt!", schreit er uns förmlich entgegen. Aber mal ehrlich, wer das so betonen muss, der hat schon verloren. Die ganze Geschichte ist wie ein einziger Beweis dafür, dass er eben doch nicht alle Tassen im Schrank hat. Er hört ein Geräusch, das ihn in den Wahnsinn treibt – das tickende Herz des toten alten Mannes. Aber ist das wirklich das Herz? Oder tickt da eher eine Bombe in seinem eigenen Kopf?
Denkt mal drüber nach: Die ganze Geschichte ist aus seiner Sicht geschrieben. Wir sehen die Welt durch seine verdrehte Linse. Vielleicht ist das Auge des alten Mannes gar nicht so schlimm. Vielleicht ist das Herz gar nicht so laut. Vielleicht... vielleicht ist das alles nur in seinem Kopf! Und das ist der eigentliche Clou: Die Geschichte ist weniger ein Krimi, sondern vielmehr eine Studie über den Wahnsinn. Ein Wahnsinn, der so überzeugend dargestellt ist, dass wir uns fast selbst davon anstecken lassen.
Must Read
Das Auge – Symbol für... was eigentlich?
Das Auge des alten Mannes! Das ist der Auslöser für alles. Aber warum das Auge? Poe war ein Meister der Symbole, also steckt da bestimmt mehr dahinter. Ist es ein Symbol für Schuld? Für Überwachung? Für das eigene schlechte Gewissen, das uns immer im Auge behält? Oder vielleicht ist es auch einfach nur... ein blödes Auge, das dem Erzähler tierisch auf die Nerven geht.
Es ist lustig, wie sich der Erzähler an diesem Detail aufhängt. So viele andere Dinge könnten ihn stören, aber es ist dieses eine, blöde Auge, das ihn in den Abgrund treibt. Das zeigt, wie irrational Wahnsinn sein kann. Es ist nicht immer ein logischer Prozess. Manchmal ist es einfach nur ein kleines Detail, das einen über den Rand schubst.

Die tickende Uhr und die Polizeidioten
Und dann kommt die Polizei. Der Erzähler ist total stolz auf sich, weil er die Leiche so perfekt versteckt hat. Er lädt die Polizisten ein, setzt sich mit ihnen gemütlich zusammen... und dann fängt das Herz wieder an zu ticken. Oder eben das, was er dafür hält.
Die Szene ist fast schon komisch. Der Erzähler wird immer nervöser, die Polizisten merken nichts. Man fragt sich, ob die eigentlich einen Job haben oder einfach nur da sitzen, um höflich zu sein. Man möchte ihnen fast zurufen: "Hört doch mal genauer hin! Da tickt was!" Aber das wäre ja langweilig, oder? Die Spannung entsteht ja gerade dadurch, dass der Erzähler immer mehr durchdreht und die Polizisten weiterhin brav nicken.

Das Ende ist dann sowieso der Knaller. Der Erzähler gesteht alles! Er kann das Ticken nicht mehr ertragen. Er reißt die Dielen hoch und schreit seine Schuld heraus. Ein dramatischer Höhepunkt, der aber auch irgendwie... erleichternd ist. Endlich ist es vorbei! Endlich hat das Ticken ein Ende!
Was lernen wir daraus?
Also, was nehmen wir aus "Das verräterische Herz" mit? Erstens: Sei nett zu alten Männern, besonders wenn sie komische Augen haben. Zweitens: Wenn du eine Leiche verstecken musst, sei besser im Verstecken als dieser Typ. Und drittens: Wahnsinn ist eine ernste Sache, aber man kann auch darüber lachen – oder zumindest schmunzeln. Denn Poe hat uns nicht nur eine gruselige Geschichte erzählt, sondern auch eine Geschichte über die Absurdität des menschlichen Geistes. Und das ist, auf eine verdrehte Art und Weise, ziemlich genial.

Vergesst also das nächste Mal, wenn ihr "Das verräterische Herz" lest, nicht, auch zwischen den Zeilen zu schauen. Denn dort, zwischen dem Ticken und dem Wahnsinn, findet sich eine Geschichte, die uns zum Lachen, zum Nachdenken und vielleicht auch ein bisschen zum Gruseln bringt. Und das ist es, was Poe so einzigartig macht.
