Tenses Of Passive Voice

Die Passive Voice, auch Passiv genannt, ist eine grammatikalische Konstruktion, bei der das Subjekt eines Satzes nicht die Handlung ausführt, sondern von der Handlung betroffen ist. Statt zu sagen "Der Hund frisst den Knochen", sagt man im Passiv "Der Knochen wird vom Hund gefressen". Das Passiv ist nützlich, um den Fokus auf das Objekt der Handlung zu lenken oder wenn der Handelnde unbekannt oder unwichtig ist. Die Bildung der verschiedenen Passivformen hängt eng mit den Zeitformen zusammen. Ein Verständnis dieser Zusammenhänge ist entscheidend für die korrekte Anwendung des Passivs im Deutschen.
Präsens Passiv (Gegenwartspassiv)
Das Präsens Passiv wird mit der Hilfsverbform "werden" im Präsens und dem Partizip Perfekt des Vollverbs gebildet. Die Struktur ist also: werden (Präsens) + Partizip Perfekt.
Beispiel: Das Haus wird gebaut. (Das Haus wird momentan gebaut.)
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Hier "wird" ist die Präsensform von "werden" und "gebaut" ist das Partizip Perfekt von "bauen". Dieses Passiv betont, dass die Handlung des Bauens im Moment stattfindet.
Präteritum Passiv (Vergangenheitspassiv)
Das Präteritum Passiv wird analog zum Präsens Passiv gebildet, nur dass "werden" im Präteritum (oft auch Imperfekt genannt) steht. Die Formel lautet: wurden + Partizip Perfekt.
Beispiel: Das Haus wurde gebaut. (Das Haus wurde in der Vergangenheit gebaut.)

"Wurde" ist die Präteritumform von "werden", und das Partizip Perfekt bleibt gleich ("gebaut"). Es beschreibt eine Handlung, die in der Vergangenheit abgeschlossen wurde.
Perfekt Passiv
Das Perfekt Passiv ist etwas komplexer, da es das Hilfsverb "sein" im Präsens benötigt, das Partizip Perfekt des Vollverbs und das Partizip Perfekt von "werden", welches "worden" ist. Die Formel lautet: sein (Präsens) + Partizip Perfekt + worden.
Beispiel: Das Haus ist gebaut worden. (Das Haus ist fertig gebaut.)
Hier "ist" ist die Präsensform von "sein", "gebaut" ist das Partizip Perfekt von "bauen" und "worden" das Partizip Perfekt von "werden". Es betont das Ergebnis der Handlung, nämlich dass das Haus fertig gebaut ist.

Plusquamperfekt Passiv
Das Plusquamperfekt Passiv ähnelt dem Perfekt Passiv, verwendet aber die Präteritumform von "sein". Die Formel: war + Partizip Perfekt + worden.
Beispiel: Das Haus war gebaut worden. (Das Haus war bereits gebaut.)
"War" ist die Präteritumform von "sein". Es beschreibt eine Handlung, die vor einem bestimmten Zeitpunkt in der Vergangenheit abgeschlossen war.

Futur I Passiv
Das Futur I Passiv verwendet die Futur I Form von "werden" zusammen mit dem Partizip Perfekt des Vollverbs und "werden" im Infinitiv. Die Formel lautet: werden (Futur I) + Partizip Perfekt + werden (Infinitiv).
Beispiel: Das Haus wird gebaut werden. (Das Haus wird gebaut werden.)
"Wird" (Futur I) und "werden" (Infinitiv) zusammen mit dem Partizip Perfekt "gebaut" zeigen an, dass die Handlung in der Zukunft stattfinden wird.
Futur II Passiv
Das Futur II Passiv ist die komplexeste Form und wird mit der Futur II Form von "sein", dem Partizip Perfekt des Vollverbs und "worden" gebildet. Die Formel: wird + sein (Infinitiv) + Partizip Perfekt + worden + sein (Infinitiv).

Beispiel: Das Haus wird gebaut worden sein. (Das Haus wird bis dahin gebaut worden sein.)
Hier "wird ... worden sein" drückt eine Vermutung aus, dass eine Handlung bis zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft abgeschlossen sein wird.
Zusammenfassung der Passiv-Zeitformen
Um die Passiv-Zeitformen zu verinnerlichen, ist es hilfreich, die grundlegenden Strukturen zu verstehen:
- Präsens Passiv: werden (Präsens) + Partizip Perfekt
- Präteritum Passiv: wurden + Partizip Perfekt
- Perfekt Passiv: sein (Präsens) + Partizip Perfekt + worden
- Plusquamperfekt Passiv: war + Partizip Perfekt + worden
- Futur I Passiv: werden (Futur I) + Partizip Perfekt + werden (Infinitiv)
- Futur II Passiv: wird + sein (Infinitiv) + Partizip Perfekt + worden + sein (Infinitiv)
Die korrekte Anwendung der Passiv-Zeitformen ermöglicht es, präzise und stilistisch differenziert auszudrücken, wann eine Handlung stattfindet oder stattgefunden hat und wie sie sich auf das Subjekt auswirkt. Regelmäßige Übung ist der Schlüssel zur Beherrschung dieser wichtigen grammatikalischen Konstruktion.
