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Sturm Und Drang Liebeslyrik


Sturm Und Drang Liebeslyrik

Also, Leute, stellt euch vor, ihr sitzt mit mir in einem kleinen, verrauchten Café in Wien. Der Kaffee ist stark, die Torte sündhaft lecker und wir reden über... Literatur! Ja, ich weiß, klingt erstmal nach Staub und Langeweile. Aber wartet ab! Heute geht’s um eine Epoche, die so dramatisch und übertrieben war, dass selbst Shakespeare neidisch geworden wäre: Sturm und Drang – und speziell deren Liebeslyrik.

Sturm und Drang, das war so 'ne Art pubertäre Trotzphase der deutschen Literatur im 18. Jahrhundert. Alles war doof, die Aufklärung war spießig und die Welt ungerecht. Also schrieben ein paar junge Wildspunde Gedichte, die so voll Gefühl und Pathos waren, dass man am liebsten gleich in Ohnmacht fallen möchte. Man könnte sagen, es war die Geburtsstunde des Emo-Rock – nur eben mit Federkiel und Perücke.

Was ist denn so besonders an der Sturm und Drang-Liebe?

Stell dir vor, du bist ein junger Goethe (oder ein Möchtegern-Goethe), verliebt bis über beide Ohren. Aber nicht so brav und bürgerlich! Nein, deine Liebe ist so groß, so allumfassend, dass sie dich fast umbringt! Das geliebte Wesen ist nicht einfach nur "nett" oder "hübsch", sondern eine göttliche Erscheinung, ein Engel, ein Naturereignis! Und wehe, die Angebetete erwidert deine Gefühle nicht! Dann ist die Welt am Ende, die Sonne erlischt und du willst am liebsten gleich sterben. Drama, Baby, Drama!

Okay, ich übertreibe vielleicht ein bisschen. Aber nur ein bisschen! Die Sturm und Drang-Liebe war nämlich extrem. Es ging nicht um zarte Bande oder vorsichtiges Kennenlernen. Es ging um totale Hingabe, um leidenschaftliche Ekstase, um den Kampf gegen alle Konventionen. Und natürlich um Selbstmordgedanken, wenn's mal nicht so lief. Aber hey, wenigstens hatten sie Stoff für gute Gedichte!

Ein typisches Sturm und Drang-Liebesgedicht klingt ungefähr so: "Oh, mein Liebchen, du bist wie eine blühende Rose, deren Duft mein Herz in tausend Stücke reißt! Doch wehe, du wendest dich von mir ab, dann werde ich mich von der nächsten Klippe stürzen und meine Tränen werden das Meer überschwemmen!" Ihr merkt schon, dezent war anders.

Romanticism. - ppt download
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Typische Motive: Natur, Herzschmerz und Rebellion

Die Dichter des Sturm und Drang waren besessen von der Natur. Alles, was wild, ungezähmt und gewaltig war, fand seinen Weg in ihre Gedichte. Berge, Stürme, das Meer – alles wurde zur Metapher für die ungezügelten Gefühle, die in ihrer Brust tobten. Die Natur war aber auch ein Spiegel der eigenen Seele. Wenn's einem beschissen ging, dann tobte eben auch draußen der Sturm. Zufall? Ich glaube nicht!

Herzschmerz war natürlich ein Dauerbrenner. Das geliebte Wesen war unerreichbar, verheiratet, zu gut für einen selbst oder einfach nur uninteressiert. Aber kein Problem, denn Leiden war ja schließlich auch irgendwie geil. Je mehr man litt, desto größer war die Kunst! Klingt masochistisch? Vielleicht ein bisschen. Aber es war ja auch nur Poesie, oder?

Liebeslyrik in der Epoche des Sturm und Drang by Sarah Lübke on Prezi
Liebeslyrik in der Epoche des Sturm und Drang by Sarah Lübke on Prezi

Und dann war da noch die Rebellion. Die Sturm und Drang-Dichter hassten alles, was nach Konvention und Ordnung roch. Sie wollten frei sein, ihre Gefühle ausleben und sich nicht von irgendwelchen verstaubten Regeln einschränken lassen. Das führte oft zu Konflikten mit der Gesellschaft, aber hey, was wäre ein guter Dichter ohne ein bisschen Ärger?

Berühmte Beispiele und ihre Auswirkungen

Der bekannteste Sturm und Drang-Dichter war natürlich Johann Wolfgang von Goethe. Sein Roman "Die Leiden des jungen Werther" wurde zum Bestseller und löste eine regelrechte Werther-Welle aus. Junge Männer kleideten sich wie Werther, lasen seinen Roman und begingen – leider – auch Selbstmord, wenn's mit der Liebe nicht klappte. Ein bisschen viel Drama, oder? Aber Goethe hatte halt den Nerv der Zeit getroffen.

Goethes Liebeslyrik - "Sturm und Drang" bis zur "Weimarer Kl by Lea P
Goethes Liebeslyrik - "Sturm und Drang" bis zur "Weimarer Kl by Lea P

Auch Friedrich Schiller gehört zu den wichtigen Vertretern des Sturm und Drang. Seine Dramen waren voller Leidenschaft, Rebellion und dem Kampf für Freiheit. Und natürlich durfte auch die Liebe nicht fehlen, am besten eine, die zum Scheitern verurteilt war. Aber hey, was wäre ein gutes Drama ohne ein bisschen Tragik?

Die Sturm und Drang-Liebeslyrik hat die deutsche Literatur nachhaltig beeinflusst. Sie hat den Weg bereitet für die Romantik, die noch mehr Wert auf Gefühl, Fantasie und Individualität legte. Und sie hat uns gezeigt, dass Liebe eben nicht immer nur rosarot ist, sondern auch mal richtig weh tun kann. Aber hey, das ist ja auch irgendwie aufregend, oder?

So, meine Lieben, jetzt haben wir uns genug über Sturm und Drang-Liebeslyrik unterhalten. Zeit für noch ein Stück Torte und einen starken Kaffee! Und wer weiß, vielleicht inspiriert uns diese dramatische Epoche ja auch zu ein paar eigenen, leidenschaftlichen Gedichten. Hauptsache, wir stürzen uns nicht gleich von der nächsten Klippe!

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