Ach du meine Güte, liebe Freunde der deutschen Sprache! Seid ehrlich: Wann habt ihr das letzte Mal wirklich herzhaft gelacht, als ihr eine förmliche E-Mail begonnen habt? Vermutlich nie. Und wisst ihr, wer wahrscheinlich auch nie lacht? Die Leute, die mit "Sehr geehrte Damen und Herren" anfangen. Klingt irgendwie nach Staub und Paragraphen, oder?
Der steife Gruß aus dem letzten Jahrhundert
Stellt euch vor, ihr betretet eine Party. Alle tanzen, lachen, unterhalten sich angeregt. Und ihr? Ihr schreit: "Seid gegrüßt, hochwohlgeborene Anwesende!". Würdet ihr damit ins Gespräch kommen? Eher würdet ihr schief angeschaut und in eine Ecke mit Schnittchen und ungekühltem Sekt verbannt. Genau so fühlt sich "Sehr geehrte Damen und Herren" in manchen Kontexten an. Es ist steif, unpersönlich und signalisiert: "Achtung, hier kommt eine wichtige Botschaft, die keinen Spaß erlaubt!"
Aber mal ehrlich, so viele E-Mails sind dann auch wieder nicht sooo wichtig, dass sie eine derart pompöse Einleitung rechtfertigen. Vor allem nicht, wenn man bedenkt, dass heutzutage die meisten Leute ihre E-Mails auf dem Smartphone lesen, während sie in der U-Bahn stehen oder versuchen, ihre Kinder dazu zu bringen, Gemüse zu essen.
Alternativen, die Laune machen (und trotzdem professionell sind)
Okay, okay, ich will ja nicht nur meckern. Was können wir denn stattdessen sagen? Hier ein paar Vorschläge, die ein bisschen mehr Pep in die Bude bringen:
"Hallo zusammen," – Funktioniert fast immer, ist freundlich und unkompliziert.
"Guten Tag," – Immer noch formell genug, aber nicht so dröge.
Wenn ihr den Namen des Empfängers kennt: "Hallo [Name]," – Das ist der Goldstandard! Persönlich und professionell.
Und wenn ihr wirklich mutig seid: "Moin [Name]," – Aber bitte nur im Norden Deutschlands verwenden, sonst könnte es zu Verwirrung führen.
Und das Beste daran? Diese Alternativen sind nicht nur freundlicher, sondern auch inklusiver. "Sehr geehrte Damen und Herren" geht nämlich davon aus, dass es nur zwei Geschlechter gibt. Das ist heutzutage einfach nicht mehr zeitgemäß.
Sehr geehrte Damen und Herren Seit August 2012 hat die
Die Macht der kleinen Dinge
Manchmal sind es die kleinen Dinge, die den größten Unterschied machen. Eine freundliche Anrede kann den Ton für die gesamte Kommunikation setzen. Sie kann signalisieren, dass ihr ein Mensch seid, der sich Mühe gibt und Wert auf eine gute Beziehung legt. Und das ist doch viel besser, als den Eindruck zu erwecken, ihr wärt ein Roboter, der veraltete Textbausteine ausspuckt.
"Die Sprache ist die Kleidung der Gedanken." – Samuel Johnson (Okay, er hat das vielleicht nicht über E-Mails gesagt, aber das Prinzip stimmt trotzdem!)
1 Sehr geehrte Damen und Herren: Die neueste Ausgabe der
Also, lasst uns gemeinsam gegen die steife Sprache kämpfen! Lasst uns E-Mails schreiben, die Freude bereiten und eine positive Atmosphäre schaffen. Lasst uns "Sehr geehrte Damen und Herren" in Rente schicken und stattdessen auf Anreden setzen, die von Herzen kommen. Eure Empfänger werden es euch danken – und vielleicht sogar zurücklächeln. Und wer weiß, vielleicht inspiriert ihr ja sogar jemanden, seine eigene E-Mail-Gewohnheiten zu überdenken.
Ein kleiner Aufruf zum Mitmachen!
Ich fordere euch hiermit auf: Experimentiert! Probiert neue Anreden aus! Seid mutig und kreativ! Und teilt eure Erfahrungen mit mir! Welche Anreden funktionieren am besten? Welche haben für Gelächter (im positiven Sinne!) gesorgt? Lasst uns gemeinsam eine Sammlung von alternativen E-Mail-Anreden erstellen, die wirklich Spaß machen!
Denn am Ende des Tages geht es doch darum, miteinander zu kommunizieren. Und das sollte doch so angenehm und unkompliziert wie möglich sein. Oder was meint ihr?