Starke Schmerzen Bei Gynäkologischer Untersuchung

Au Backe! Wenn die Untersuchung zur Mutprobe wird
Wir Frauen kennen das ja: der jährliche Besuch beim Gynäkologen. Pflichttermin. Wie Zähne putzen. Sollte man machen, ist aber nicht immer ein Zuckerschlecken. Und manchmal, liebe Freundinnen, manchmal wird’s richtig...interessant. Ich sag’s mal so: meine letzte Untersuchung war alles andere als entspannt.
Es fing schon im Wartezimmer an. Normalerweise blättere ich gelangweilt in Frauenzeitschriften und bewundere, wie schlank und glücklich Models sein können, obwohl sie angeblich nur von Luft und Liebe leben. Aber diesmal war da so eine Grundnervosität. Vielleicht lag es an dem doppelten Espresso vorher? Oder an dem unguten Gefühl, das mich beschlich, als ich las, dass Dr. Meier (nennen wir ihn mal so) „Fortbildung Spezial: Beckenbodenmuskulatur und ihre Tücken“ absolviert hatte. Tücken? Das klang bedrohlich.
Rein in den Behandlungsraum. Die übliche Prozedur: freundliche Begrüssung, kurzer Smalltalk über das Wetter (typisch deutsch, oder?), dann der Satz, der einem immer einen kalten Schauer über den Rücken jagt: „So, dann legen Sie sich mal bitte auf den Stuhl.“ Ich hasse diesen Stuhl. Erinnert mich immer an eine Mischung aus Raumschiff Enterprise und mittelalterlicher Folterkammer. Aber was soll’s, Augen zu und durch.
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Und dann... ja, dann ging es los. Ich will jetzt nicht ins Detail gehen, aber sagen wir mal so: irgendetwas – oder irgendwer – schien an diesem Tag beschlossen zu haben, dass mein Beckenboden eine ganz besondere Herausforderung darstellt. Dr. Meier murmelte irgendwas von „Verspannungen“ und „bemerkenswerter Muskulatur“. Bemerkenswert? Ich fand es eher schmerzhaft. Sehr schmerzhaft.
Ich versuchte, mich abzulenken. Dachte an Urlaub, an Schokolade, an Ryan Reynolds ohne Hemd. Nichts half. Irgendwann verkrampfte ich mich so sehr, dass ich innerlich schon meine Verteidigungsstrategie plante: Notausgang finden, Rauchbombe zünden, fliehen! Aber dann, plötzlich, war es vorbei.

Dr. Meier grinste. „Alles in Ordnung. Nur ein bisschen verspannt. Machen Sie mal Beckenbodenübungen.“ Beckenbodenübungen? Ernsthaft? Ich hatte gerade das Gefühl, einen Marathon mit meinem Beckenboden absolviert zu haben.
Ich rappelte mich hoch, zog mich an (was sich in meinem Zustand wie eine Herkulesaufgabe anfühlte) und verliess den Behandlungsraum. Draussen im Wartezimmer sah ich die anderen Frauen. Einige lächelten, andere wirkten angespannt. Ich nickte ihnen aufmunternd zu. „Ihr schafft das!“, wollte ich ihnen zurufen, aber dann dachte ich mir, dass sie das vielleicht falsch verstehen würden.

Die Moral von der Geschicht‘? Gynäkologische Untersuchungen sind nicht immer ein Spaziergang. Aber sie sind wichtig. Und manchmal...nun ja, manchmal sind sie so absurd, dass man hinterher darüber lachen kann. Oder zumindest versuchen kann. Und vielleicht, nur vielleicht, sollte ich mir doch mal diese Beckenbodenübungen anschauen. Wer weiss, vielleicht bin ich ja wirklich eine geheime Superheldin mit einem besonders starken Beckenboden.
Und übrigens: Ich habe mir danach eine riesige Packung Schokolade gekauft. Zur Belohnung. Und weil Ryan Reynolds ohne Hemd dann doch nicht so entspannend war, wie ich gehofft hatte.

Also, liebe Leidensgenossinnen: Kopf hoch, durchatmen, und denkt daran: Wir sind stark! Wir sind Frauen! Und wir überleben auch den Stuhl!
P.S.: Ich werde Dr. Meier beim nächsten Mal definitiv nach einer Betäubung fragen. Nur für alle Fälle, versteht sich.
P.P.S.: Vielleicht sollte ich mir eine Selbsthilfegruppe gründen: "Gepeinigte Beckenböden – Wir stehen das durch!". Wer ist dabei?
