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Sprachliche Merkmale Politisch-gesellschaftlicher Kommunikation


Sprachliche Merkmale Politisch-gesellschaftlicher Kommunikation

Wisst ihr, manchmal frage ich mich, ob Politiker heimlich ein Wörterbuch für "Wie man Leute verwirrt und trotzdem geliebt wird" haben. Ich meine, die sprachlichen Merkmale politisch-gesellschaftlicher Kommunikation sind doch echt ein Ding für sich, oder?

Da wäre zum Beispiel die Sache mit den Euphemismen. Anstatt zu sagen "Wir kürzen das Budget für die Bibliothek", sagen sie lieber "Wir optimieren die Ressourcenallokation im Bereich der Wissensvermittlung". Klingt doch viel freundlicher, oder? Fast so, als würden sie der Bibliothek einen Wellness-Tag spendieren! Aber hey, wer braucht schon Bücher, wenn man optimierte Ressourcen hat?

Das Mysterium der Worthülsen

Und dann gibt es diese endlosen Worthülsen. Stundenlange Reden, die mit viel Pathos vorgetragen werden, aber wenn man genauer hinhört, ist da nicht viel drin. Es ist wie eine leere Chipstüte: Viel Luft, wenig Inhalt. Aber hey, Hauptsache die Worte klingen gut! Manchmal habe ich das Gefühl, Politiker denken, je länger sie reden, desto klüger wirken sie. Mein Opa sagte immer: "Wenn du nichts zu sagen hast, sei einfach leise." Unpopuläre Meinung, ich weiß.

Nicht zu vergessen die Kunst der Vernebelung. Anstatt klare Antworten zu geben, winden sie sich wie ein Aal im Schlamm. Eine Frage wird mit einer Gegenfrage beantwortet, oder mit einer Anekdote aus der eigenen Kindheit. "Ach, als ich klein war, da..." Super interessant, Herr Politiker, aber was ist mit der Frage zum Klimawandel?

Die Macht der Metapher (und ihre Missbräuche)

Metaphern sind ja eigentlich was Schönes. Sie können komplexe Sachverhalte anschaulich machen. Aber in der Politik werden sie oft überstrapaziert. "Das Boot ist voll!", "Wir müssen den Gürtel enger schnallen!" Ja, ja, wir haben's verstanden. Aber vielleicht sollten wir mal darüber nachdenken, wer in dem Boot eigentlich die ganze Zeit Champagner schlürft, während die anderen rudern müssen. Nur so eine Idee. Ich weiß, unpopulär.

Polko - Zusammenfassung Politische Kommunikation - Politische
Polko - Zusammenfassung Politische Kommunikation - Politische

Und dann die Sache mit den Schlagwörtern. "Nachhaltigkeit", "Innovation", "Gerechtigkeit". Alles tolle Begriffe, aber was bedeuten sie eigentlich konkret? Oft sind es einfach nur leere Versprechungen, die vor der Wahl in die Menge geworfen werden. Wie Konfetti. Nur dass das Konfetti leider nicht die Probleme löst.

Die "Wir"-Falle

Besonders lustig finde ich, wenn Politiker von "wir" sprechen. "Wir müssen das schaffen", "Wir stehen vor großen Herausforderungen". Wer ist eigentlich dieses "wir"? Meinen die damit sich selbst und ihre Parteifreunde, oder meinen sie tatsächlich das gesamte Volk? Ich habe da so meine Zweifel. Vor allem, wenn die Entscheidungen, die "wir" treffen, am Ende nur eine kleine Elite betreffen.

Interkulturelle politische Kommunikation (13584)
Interkulturelle politische Kommunikation (13584)

Apropos Elite: Die Sprache der Politiker ist oft so abgehoben, dass man das Gefühl hat, sie sprechen eine Fremdsprache. Fachbegriffe, komplizierte Satzkonstruktionen, lateinische Zitate. Hallo? Geht's auch ein bisschen verständlicher? Ich meine, sollen wir uns alle erst ein Semester Politikwissenschaft reinziehen, bevor wir überhaupt verstehen, was da eigentlich los ist? Ich finde, Politik sollte für jeden zugänglich sein. Unpopulär? Vielleicht.

Aber was soll's. Solange die politische Kommunikation so kompliziert und vernebelt ist, können die da oben ja machen, was sie wollen. Hauptsache, es klingt gut und keiner versteht so richtig, was abgeht. Und wir? Wir nicken brav und wählen fleißig weiter. Bis zum nächsten Mal, wenn es wieder heißt: "Wir optimieren die Ressourcenallokation im Bereich des bürgerlichen Wohls". Prost!

"Politischer Konflikt und sprachliche Kommunikation Semantische und
"Politischer Konflikt und sprachliche Kommunikation Semantische und

Vielleicht sollten wir alle mal einen Kurs in "Wie man Politikersprech entziffert" belegen. Oder noch besser: Wir fordern einfach, dass Politiker endlich Klartext reden. Aber das ist wahrscheinlich eine Utopie. Eine schöne Utopie, aber trotzdem...unpopulär.

Und ganz ehrlich? Manchmal sehne ich mich nach den Zeiten von Konrad Adenauer zurück. Der hat wenigstens gesagt, was er dachte. Auch wenn man nicht immer seiner Meinung war, wusste man wenigstens, woran man war. Aber das ist wahrscheinlich nur meine nostalgische Ader. Und wieder eine unpopuläre Meinung. Verdammt.

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