Sons Of Anarchy Staffel 5 Folge 10

Okay, lasst uns mal ehrlich sein. Wir alle haben Sons of Anarchy geliebt. Knallharte Biker, Drama, Verrat, und dieses ewige Gefühl, dass gleich irgendwas explodiert. Aber Folge 10, Staffel 5? Da scheiden sich die Geister, oder? Ich wage mal zu behaupten: Die Folge ist... naja... überschätzt.
Ich weiß, ich weiß. Steinigt mich. Aber hört mir zu!
Die Sache mit dem ganzen Leid
Jeder erinnert sich an Jax. Er ist am Ende. Total am Ende. Er muss Entscheidungen treffen, die so hart sind, dass man am liebsten selbst in 'ne Therapie gehen würde, nur vom Zuschauen. Und ja, Charlie Hunnam liefert ab. Absolut. Er hat geweint, er hat geschrien, er hat diesen "Ich hab alles verloren"-Blick perfektioniert. Aber mal ehrlich, war es nicht ein bisschen... viel?
Must Read
Ich meine, klar, Sons of Anarchy war nie eine fröhliche Serie. Aber diese Folge? Die war so düster, dass ich fast meine Sonnenbrille drinnen aufgesetzt hätte. Brauchten wir wirklich noch mehr Elend? Reichte das ganze Blut und die kaputten Beziehungen nicht schon?
Und dann ist da Tara. Oh, Tara. Die arme Frau. Sie versucht immer, das Richtige zu tun, und wird trotzdem ständig in diesen Strudel aus Gewalt gezogen. Aber in dieser Folge? Man fühlt sich fast hilflos, weil man weiß, dass nichts, was sie tut, gut ausgehen kann. Man möchte ihr zurufen: "Lauf! Hau ab! Zieh nach Neuseeland!"

Chibs und der Humor-Faktor
Gott sei Dank gab es Chibs. Er war der Lichtblick in diesem dunklen Tal. Immer einen lockeren Spruch auf den Lippen, auch wenn die Welt um ihn herum zusammenbrach. Er war wie ein schottischer Fels in der Brandung. Aber selbst er konnte die Schwere dieser Folge nicht ganz kompensieren. Ich hätte mir gewünscht, er hätte noch mehr Screentime gehabt!
Manchmal, in all dem Drama, vergisst man fast, dass die Sons of Anarchy eigentlich eine Gang sind. Und Gangs machen... Gang-Sachen. Aber in dieser Folge fühlte es sich alles so persönlich, so emotional an, dass die Gang-Aspekte fast in den Hintergrund gerieten. War das gut? Schlecht? Ich bin mir noch nicht sicher.

Unpopuläre Meinung: War es wirklich notwendig?
Hier kommt meine "unpopuläre Meinung": Ich glaube, man hätte die Geschichte auch mit weniger Schmerz erzählen können. Hätte man nicht einige der Wendungen abmildern können, ohne die Story zu verwässern? Hätte man nicht den Fokus ein bisschen mehr auf die strategischen Aspekte der Gang-Kriege legen können?
Ich weiß, das klingt jetzt so, als würde ich die ganze Folge hassen. Das tue ich nicht! Sie ist gut gemacht, die Schauspieler sind fantastisch, und die Inszenierung ist brillant. Aber sie ist einfach... anstrengend. Sie zieht einen runter. Und manchmal möchte man von einer Serie, die man eigentlich mag, einfach nur unterhalten werden, ohne gleich in eine Depression zu fallen.

Vielleicht bin ich auch einfach nur zu sensibel. Vielleicht brauche ich mehr Chibs-Witze in meinem Leben. Vielleicht sollte ich einfach 'ne Runde Motorrad fahren und den Wind in den Haaren spüren. Wer weiß?
Eines ist aber sicher: Sons of Anarchy hat uns alle in seinen Bann gezogen. Und auch wenn ich mit Folge 10, Staffel 5 meine Probleme habe, werde ich die Serie immer in Ehren halten. Denn am Ende des Tages geht es doch darum: Loyalität, Familie und die Frage, wie weit man für seine Überzeugungen gehen würde.
Und jetzt seid ihr dran! Was haltet ihr von der Folge? War sie ein Meisterwerk der Düsternis oder einfach nur zu viel des Guten? Lasst es mich wissen!
