Simple Past Und Simple Present

Okay, hört mal zu. Ich habe da eine unpopuläre Meinung, die ich loswerden muss. Es geht um Deutsch. Genauer gesagt, um Simple Past und Simple Present.
Lasst uns ehrlich sein: Wer braucht das Simple Past wirklich? Also, mal abgesehen von Deutschlehrern, die ihren Spaß daran haben, uns damit zu quälen.
Ich weiß, ich weiß. Es ist die Vergangenheitsform. Aber warum um alles in der Welt sollten wir uns damit herumschlagen, wenn wir doch das Simple Present haben? Es ist doch viel einfacher!
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Denkt mal drüber nach. "Ich gehe gestern ins Kino." Klingt doch viel cooler, oder? Es ist modern. Es ist avantgardistisch. Es ist... falsch? Egal!
Ich meine, natürlich ist es falsch. Aber es ist praktisch falsch. Es spart Zeit. Es spart Gehirnwindungen. Und mal ehrlich, verstehen tut uns doch trotzdem jeder.
Klar, wenn Oma erzählt, wie sie 1950 ihren Mann kennengelernt hat, dann sollte sie vielleicht nicht sagen: "Ich sehe ihn im Café." Das wäre... komisch. Und vielleicht auch etwas gruselig.

Aber im Alltag? Beim Chatten mit Freunden? Beim Posten auf Instagram? "Ich esse gerade eine Pizza." Perfekt! "Ich bin gestern total müde." Super! Kein Stress mit Konjugationen, kein Grübeln über unregelmäßige Verben. Einfach nur: Boom! Aussage fertig.
Die dunkle Seite des Präteritums
Das Simple Past, oder wie es auch genannt wird, das Präteritum, ist heimtückisch. Es lauert im Dunkeln, bereit, uns mit seinen unzähligen Ausnahmen und fiesen Formen zu überfallen.
Wer kann sich schon merken, ob es "ich ging" oder "ich gingte" heißt? (Okay, letzteres ist erfunden, aber es würde mich nicht wundern, wenn es irgendwo existiert.)

Und dann diese starken und schwachen Verben! Ein Alptraum! Ich habe das Gefühl, die wurden nur erfunden, um uns das Leben schwer zu machen.
Ich erinnere mich noch gut an meine Schulzeit. Stundenlang haben wir Verbtabellen auswendig gelernt. "Sein: ich war, du warst, er war..." Traumatisch! Ich hätte in der Zeit lieber eine Pizza gegessen. (Im Simple Present, natürlich.)
Das Simple Present: Ein Held des Alltags
Das Simple Present hingegen ist ein Held. Ein stiller Held, der uns jeden Tag aufs Neue rettet. Es ist wie ein guter Freund, auf den man sich immer verlassen kann.
Es ist einfach. Es ist unkompliziert. Es ist... wunderschön. (Okay, vielleicht übertreibe ich ein bisschen. Aber ich stehe dazu!)

Es ermöglicht uns, über unsere Gegenwart zu sprechen. Über unsere Zukunftspläne. Und, ganz heimlich, auch über unsere Vergangenheit.
Denn mal ehrlich: Wer sagt denn schon "Ich aß gestern eine Pizza"? Niemand! Wir sagen: "Ich esse gestern eine Pizza." Punkt. Aus. Ende der Diskussion.
Und wenn jemand meckert? Dann sagen wir einfach: "Das ist moderne Grammatik." Und zwinkern dabei.

Ich weiß, dass diese Meinung kontrovers ist. Viele werden mir widersprechen. Aber ich bin bereit, für meine Überzeugung zu kämpfen!
Denn ich glaube fest daran: Das Simple Present ist die Zukunft. Und das Simple Past... nun ja, es kann ja in Omas Geschichten weiterleben. Aber im Alltag? Da hat es ausgedient.
Oder was meint ihr? Bin ich komplett verrückt? Oder gibt es da draußen noch jemanden, der meine unpopuläre Meinung teilt?
Lasst es mich wissen! (Aber bitte im Simple Present!)
